Die Nik Collection sind gerettet, das französische Unternehmen DxO hat die empfehlenswerte Photoshop- und Lightroom-Plugins von Google übernommen. Die einzigartige U-Point-Technologie von Nik Software ist Bereits in DxO PhotoLab eingezogen. Hervorgegangen ist dieses Programm aus DxO Optics. DxO hat bereits angekündigt, die Nik Collection weiterzuentwickeln. Ob die Plugin-Sammlung auch weiterhin kostenlos zu haben sein wird, ist derzeit unklar.

Rückblick: Im September 2012 übernahm Google die Hamburger Software-Schmiede Nik Software, war aber von Anfang an vor allem an der Foto-App Snapseed interessiert. Die Desktop-Programme der Nik Collection landeten sozusagen als Beifang im Netz von Google und wurden seit Frühjahr 2016 von Google kostenlos zum Download angeboten.

Vor vier Monaten dann verkündete Google das Ende der Nik Collections. Die bei vielen Bildbearbeitern beliebten Plug-Ins für Photoshop und Lightroom waren zwar schon länger nicht mehr weiterentwickelten worden. Sie füllen aber auch heute noch Lücken im Funktionsumfang von Photoshop oder Lightroom – zum Beispiel bei der Schwarzweiß-Umsetzung von Farbaufnahmen. Vor allem aber bieten einige Plug-Ins die einzigartige U-Point-Technologie (siehe Titelbild), mit deren Hilfe sich bestimmte Bildbereiche ohne komplizierte Auswahlen bearbeiten lassen.

Nik Collection DxO SilverFX

Die Nik Collection (hier: Silver FX zur Schwarzweißumsetzung) erweitern der Funktionsumfang von Photoshop und Lightroom kostenlos.

Gestern hat nun DxO bekannt gegeben, die Nik Collection von Google übernommen zu haben. Und DxO bietet die Nik Collection auch schon zum Download an, der Download-Link auf der Nik-Collection-Seite von Google funktioniert nicht mehr. Die aktuelle Version der Nik Collection (also die, die bislang bei Google zu haben war) ist auch bei DxO gratis. Ob das zukünftig so bleiben wird, ist derzeit noch unklar. Fest steht jedoch, dass es Mitte 2018 eine neue Version der Nik Collection geben wird, das hat DxO im Zuge der Übernahme angekündigt.

Fast heimlich, still und leise hat DxO die U-Point-Technologie bereits in seinem neuen RAW-Konverter und Foto-Editor „DxO PhotoLab“ integriert. Bislang hieß das Programm DxO Optics und war vor allem für seine sehr gute Korrektur von Abbildungsfehlern und der hervorragenden Rauschunterdrückung bekannt.

Kleiner Tipp zum Schluss: Die aktuelle Version der Nik Collections funktioniert auch mit den letzte Woche aktualisierten Versionen von Photoshop und Lightroom. Allerdings müssen Sie die Plug-Ins nach dem Photoshop- bzw. Lightroom-Update erneut installieren.