Foto vom Rex-Kopf von LumppDie Firma H. Lumpp in Wannweil bei Reutlingen produziert Holz- und Metall-Stative, darunter das legendäre Riess-Germania-Stativ und der Rex-Kopf – doch kaum einer kennt sie mehr. Was schade ist

Foto zweier Lumpp-Stative

… , denn: „Qualität ist unser Standard“, sagt Karl Heinz Lumpp (siehe Video unten) und das ist keine Floskel, gehören Lumpp-Stative doch zum Besten und Stabilsten, was der Markt bietet.

Wer im deutschen Fotohandel nach Lumpp-Stativen fragt, wird mit großer Sicherheit die Antwort erhalten: „Gibt es nicht“. Hat man das Glück, einen Verkäufer zu finden, der kurz vor der Rente steht, lautet die Antwort wahrscheinlich: „Ja, die gab es vor vielen Jahren“.

Korrekt aber wäre die Aussage, dass die Firma Lumpp Feinwerktechnik auf 40 Jahre Fertigungstradition zurückblicken kann und heute in Deutschland nur direkt ab Werk verkauft. Früher lief der Verkauf in Deutschland über Fotogroßhändler wie Bremaphot oder Kleffel & Aye, die wiederum den lokalen Fotofachhandel belieferten. Mit dem weitgehenden Verschwinden der Großhandelsstufe im deutschen Fotohandel ist dieser Absatzweg zunehmend erodiert. So kommt es, dass die Stative aus Wannweil im Ausland, wo sie von einzelnen Importeuren vertrieben werden, durchaus bekannter sind, als in Deutschland. Im Internet ist die Firma zwar vertreten, der Unternehmensauftritt mit dem aktuellen Fertigungsprogramm jedoch praktisch unauffindbar, es sei denn, man hat den passenden Seitennamen – stative.st.funpic.de –  zur Hand.

Foto vom Rex-Kopf von Lumpp

In der Region um Reutlingen angesiedelt, wo es kaum eine Kellertreppe gibt, unter der keine Drehmaschine steht, kann Lumpp auf eine umfangreiche Halbzeug-Zulieferer-Infrastruktur zurückgreifen, die in vielen Jahrzehnten gewachsen ist. In diesem Umfeld lässt sich auch in Deutschland eine höchst kosteneffiziente und äußerst professionelle Produktion realisieren. Die Herstellung der durch zahlreiche Gebrauchsmuster geschützten Stative erfolgt auf modernen CNC-Maschinen in der eigenen Fertigungsstätte in Wannweil.

Die erwähnten Holzstative sind sowohl mit oder ohne Mittelsäule verfügbar und kosten je nach Ausstattung zwischen 710 und 950 Euro. Das aus Aluminium gefertigte Germania-Stativ liegt heute bei 435 Euro. Das Sortiment umfasst vom kleinen Tischstativ für knapp 55 Euro bis zum knapp 3 Meter hohen Studiostativ, das immerhin über 80 kg auf die Waage bringt und mit etwa 3150 Euro zu Buche schlägt, praktisch alle denkbaren Stativ-Varianten, darunter auch ein Einbeinstativ mit Innenklemmung und kompakte Dreibeine mit der gleichen Bein-Klemmtechnik. Selbst ein höhenverstellbarer stabiler Projektionstisch für 470 Euro, der mit seinen massigen 20 kg Eigengewicht eine wackelfreie Projektion auch mit größeren Diaprojektoren verspricht, findet sich in dem heute mehr als 60 Artikel umfassenden Angebot.
 

 
(CJ)