Denk dran ... Licht ist dein Zeichenstift. Und in der Schachtel ist immer noch eine andere Farbe.

— Tedric A. Garrison

Am 27.5.

  • 1913: * Wols (Alfred Otto Wolfgang Schulze, + 1951); deutscher Fotograf, Maler und Grafiker
  • 1923: * Inge Morath (+ 2002); österreichische Fotografin

BENUTZERANMELDUNG

Aus meiner Sicht...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 03. September 2010 - 20:03

...gibt es folgenden Firmen, welche viel, viel Geld in die Entwicklung von Festbrennweiten und Zooms gesteckt haben anstatt andere den Vortritt zu lassen um dann nachzulegen.
1. Nikon: Zoom-Pionier. Die ersten Zooms auf dem Markt, welche teilweise den besten Festbrennweiten hinsichtlich Performance sehr nahe kamen. Epoche: Ai/AiS/AiP.
2. Olympus: Legte erst Festbrennweiten für OM auf die heute noch wie zB. das OM 2/100 als die Festbrennweite von 2 auf dem Weltmarkt als Referenz gelten. Legte mit dem OM 2,8/35-80 das Beste in seinem Segment nach als man den klaren Vorsprung von Nikon im Zoombereich aufgeholen konnte. Für das E-System überwiegend spezielle auf FT gerechnete Optiken auf den Markt gebracht und die Spitzenoptiken sind hinsichtlich der Abbildungsleistung auf dem Markt führend. Als erster Digitalkamerahersteller keine für andere KB-VF-Kompaktkameraoptiken genutzte Linsen eingesetzt sondern komplett neu berechnete Optiken verbaut und damit auch spezielle Linsen hergestellt. Einer der Hauptgründe warum Olympus anfangs und jahrelang die beste Bildqualität anbieten konnte.
3. Leica: Stellte im Gegensatz zu ZEISS seine KB-VF-Optiken nach und nach auf Asphären-Technologie um. Doppelasphären sind bei Leica teilweise aus dem vollen gearbeitet, während andere kleben oder sogar Hybride bauen.
4. Sigma: Nicht von ungefähr der mit Abstand erfolgreichste Anbieter von Nicht-Original-Objektiven für etablierte System-Bajonetts. Glasmischungen, Vergütungen, neue komplette Entwicklungs-Tools, etc.. Sigma forscht tatsächlich intensiv.

Canon enttäuscht. Man merkt es daran, dass sich Canon nur an dem einfacheren den Festbrennweiten betätigt um digital tauglich zu werden. Zooms zwar kompakt aber eben digital nicht wirklich tauglich, wenn man mal mit den neuen Nikon AF-S G bei offener Blende vergleicht. Zwar deutlich größer bauend als die kompakteren (Reportage-)Zooms von Canon ABER Nikon verkauft seine neuen AF-S G ebenfalls als Reportage-Zooms (s. 14-24, 24-70) und diese Zooms sind wirklich digital tauglich. Sie zeigen aber das Schicksal von KB-VF soweit man Zooms wünscht oder sogar als Profi nicht drum herum kommt.
ZEISS legt sich wirklich seit Jahren auf einen Diwan und läßt Objektive fertigen, welche eigentlich längst als Asphären-Technik-Typ modernisiert gehören. Das was Leica bereits erledigt hat und sich va. bei offener Blende von ZEISS einfach sichtbar abhebt läßt ZEISS einfach.
Man fragt sich, dann ob im Mittelformat-Bereich es typisch ist, aufgrund der geringeren Lichtstärke als bei Kleinbildfilm, Asphärentechnik so aufwendig einzuführen wie im Kleinbildfilm-Format.
ZEISS ist im Mittelformat gut vertreten und dürfte dort auch recht sparsam mit Asphärentechnik unterwegs sein.

Nun bauen wir noch die AF-Technik ein.

Olympus geht eben den robusteren Weg und verbaut weniger filigrane Fokuselemente als zB. Nikon und Canon in den blitzschnell fokusierenden AF-Optiken.
Leica geht bei Leica S ähnlich vor und bietet erstmals als erster Hersteller weltweit eine AF-Shift-freie AF-Technologie an.
Als Erfinder des Phase-AFs ist das allerdings auch eine angemessene Pionierleistung für die Traditionsfirma Leica.

Wer hat die Kamera mit den meisten MPx im KB-VF-Segment? Wessen Optiken haben den leisesten und schnellsten AF?
Wer sowas wie Entwicklungsziele nicht kennt der wird mit seinen Bewertungen immer daneben langen.
Wären die Systeme von Nikon und Canon mit AF so exakt wie die von Leica (zB. Leica S2), dann würden diesselbe die heute über Leica motzen mit denselben Eigenschaften auch bei Nikon und Canon konfrontiert.
Superleise Ultraschall-Antriebe sind nicht das A und O beim Entwicklungsziel "AF-Shift-Eliminierung".
ZB. Olympus hat deshalb eine deutlich momentstärkere Ultraschall-Antriebstechnik für seine SWD-Optiken entwickeln müssen, weil die Olympus-Optiken eben robustere weniger filigranere Fokuselemente besitzen.
Das 50-200 SWD ist ja nicht wirklich so superflott unterwegs wie das 12-60 SWD. Das liegt an der bewegten Masse die beim 12-60 SWD eben deutlich geringer ist. Der Benutzer darf sich aber eben für die Robustheit der AF-Objektive von Olympus trotz AF va. superleisen und va. beim 12-60 SWD superschnellen AF bedanken.

Wir vergleichen hier keinen Trabbi der vor der Maueröffnung ohne Probleme über die schlimmsten Straßen in den heutigen neuen Bundesländern gebrettert ist ohne zu Schaden zu kommen mit einem Audi 80, welcher jenseits von Schritt-Tempo auf denselben Strecken nach ein paar Wochen ein Fahrwerks-Sanierung benötigt hätte.
Es liest sich aber eben seit der "Ankündigung" der E-1 nicht anders als hätte Olympus, die ja nur Kompaktkameras aber keine System-Kameras bauen können und damit eben Trabbis bauen, genauso wie Leica und Panasonic technologisch nichts anderes anzubieten als Trabbis unter den System-Kameras.

Es ist aber eben eher umgekehrt.
Leica führt va. bei der Kompaktheit und damit Mobilität und die Leica M9 liefert nach Expertenaussagen ein besseres Bildmaterial als jede 20MPx-D-SLR des KB-VF-Segmentes und hätte vor einigen Jahren hinsichtlich der gelieferten Bildqualität im 22MPx-Segment der Digitalbacks für das Mittelformat mitspielen dürfen. Viele Bildmaterialeigenschaften sind sogar besser als die von heutigen Digitalbacks für das Mittelformat.
Panasonic führt bei vielen heutigen Killer-Applikationen wie zB. HD-Video.
Olympus zeigt immer wieder für eine kundenorientierte Innovation gut zu sein die sich dann ähnlich wie Killer-Applikationen zu einer Basis-Funktion der System-Kameras des Wettbewerbs entwickeln.

Ich kauf doch lieber das Original als die billige Kopie davon, oder?!

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