Sie fragten mich: „Wie machst du deine Bilder?“ - Ich war verdutzt ... Ich sagte, ich weiß nicht, es ist nicht wichtig.

— Henri Cartier-Bresson

Am 27.5.

  • 1913: * Wols (Alfred Otto Wolfgang Schulze, + 1951); deutscher Fotograf, Maler und Grafiker
  • 1923: * Inge Morath (+ 2002); österreichische Fotografin

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Standard-Brennweite auch...

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. September 2010 - 18:04

...Normalbrennweite genannt entspricht den Bildwinkel der mit dem Sichtfeld des Menschen übereinstimmt.

Man unterscheidet bei den Brennweiten stehts über den Bildwinkel die Brennweitenbereiche.
- Ultraweitwinkel
- Weitwinkel
- Normal- oder Standard-Brennweite
- Tele-Brennweite
- Super-Tele-Brennweite

Da es sowas wie die Schnittweite gibt, dh. das Maß zwischen Hinterlinse und Bildfläche (zB. Sensorfläche) muß man ein 25mm auf einem Bajonett mit Auflagemaß wie bei Nikon F (ca. 46mm) eben alles andere als eine leichte Telekonstruktion ausführen. Es ist eine Konstruktion, welche eine Schnittweitenverkürzung ermöglicht. Das ist aufwendig va. wenn man telezentrisch und gut korrigiert abbilden möchte. Diese Töpfe sind keine einfachen klassischen Telekonstruktionen mehr, während man ein 25mm auf einem Gehäuse mit 20mm Auflagemaß ähnlich einfach bauen kann wie ein 50mm auf FourThirds (38,85 mm). Nachdem das 50mm auf FT eine deutlich stärker Kissenverzeichnende (kissen ist typ. Telekonstruktions-Verzeichnung) Konstruktion ist als ein 50mm auf Nikon F oder Sony Alpha darf es einen nicht überraschen, dass das für digital optimierte ZUIKO Digital 2/50 Makro aufgrund seiner Verzeichnung NICHT Reprotauglich ist.
Für Repro bei Kleinbildfilm hat man (fast) zufälligerweise die sog. Normal- oder Standard-Brennweite gefunden nachdem zufälligerweise bei einer Spiegelreflex aufgrund des durch den Schwingspiegel erforderlichen Raumes und weiteren Konstruktionsmöglichkeiten wie Retrofokus, etc. zu einem Auflagemaß nahe an der Normal-/Standard-Brennweite für Kleinbildfilm kam.
So ein leichtes Tele ist auf digital schon etwas schönes, da es nahezu telezentrisch abbildet und kaum verzeichnet bzw. sehr leicht zu korrigieren ist.
Ein 25mm auf MicroFourThirds ist eine leichte Telekonstruktion und auf Nikon F wäre es keine Telekonstruktion mehr sondern ähnlich wie ein UWW oder WW auf FT eine aufwendige komplexe Konstruktion bei der man Schnittweitenverlängerung umsetzen müßte.
Legen Sie einfach mal die Brennweite 25mm in ein System mit Auflagemaß ca. 46mm. Sie müßten bei einer einfachen Konstruktion den Sensor in den Spiegelkasten schieben. Nachdem das nicht geht bzw. unpraktisch ist muß eine aufwendigere Optik-Konstruktion als ein 25mm auf MicroFourThirds her.
Warum das OM 2/24 ein durchaus kompaktes Objektiv auf OM (Kleinbildfilm-Format) ist dürfen Sie jetzt rätseln oder auch nicht, denn symmetrische Konstruktionen oder Konstruktionen die anstatt einer Telekonstruktion hin zur einer Symmetrischen Konstruktion tendieren sind soweit der Bildwinkel noch nicht so extrem ist hinsichtlich Randabdunklung zumindestens auf Film unaufällig und da eben hin zu symmetrichen Aufbau konstruiert einfach zu korrigieren. Dh. da Korrekturaufwand gering und Randabdunklung auf Film nicht auffällig bleibt das ein richtig schönes kompaktes Objektiv.
Bei digitalem KB-VF muß man da schon deutlich anstrengendere Klimmzüge machen. So ein 2/24 auf KB-VF wird ein richtig großer Topf...im Vergleich zum kompakten OM 2/24.

Wie man sieht bedeutet UWW oder WW-Brennweiten nicht, dass man von sowas wie die einzig und alleinige, eindeutige UWW- oder WW-Konstruktion sprechen kann. Man kann allerdings von leichten Telekonstruktionen und Telekonstruktionen sprechen und den nahezu telezentrisch abbildenden Schnittweitenverlängernden Typen. Wenn die Nennbrennweite kürzer ist als die Schnittweite wird es bei Sensoren komplex und aufwendig. Aufwendiger als leichte Telekonstruktionen, denn bei zunehmender Telebrennweite nimmt die Kissenverzeichnung zu.

Unter Strich. Im UWW und WW-Bereich wird es bei allem was größer als FT ist teurer und schwerer. Das va. bei Zooms. Das Auflagemaß von FT ist jedoch für den UWW und WW-Bereich für dieses Format nicht optimal, weshalb es nicht dem Format inherent ist auch bei MicroFourThirds das kompaktere System anzubieten. Lichtstarke UWW und WW-Objektive für MicroFourThirds sind zwar kompakter als für FT ABER die Lichtstärke macht va. größere Zoom-Objektive erforderlich als diese die aktuellen Bodies tragen mögen.

Es geistern wirklich interessante Theorien und Sichtweisen durchs Internet und wenn jemand sich bereits bei Standard-Brennweite und Tele-Konstruktion verirrt hat, dann ist's eh schon zu spät.

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