Fotografie geht hervorragend mit dem äußeren Schein um, doch nichts ist, was es zu sein scheint.

— Duane Michals

Am 27.5.

  • 1913: * Wols (Alfred Otto Wolfgang Schulze, + 1951); deutscher Fotograf, Maler und Grafiker
  • 1923: * Inge Morath (+ 2002); österreichische Fotografin

BENUTZERANMELDUNG

Weniger Schärfe bei mehr Auflösung

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 29. Juni 2010 - 16:07

Völlig richtig, oberhalb der Nyquist-Frequenz ist bei digitalen Sensoren Schluss. Dafür muss (ziemlich abrupt) das besagtes Anti-Aliasing Filter sorgen - sonst würden aufgrund der periodischen Sensorstruktur Moirés entstehen. Keine digitale Kamera löst (echt) mehr Linien auf als sie Pixel besitzt, bestenfalls 85% inclusive Optik. Filme kennen diese Beschränkung nicht und zeigen (allerdings mit permanent sinkendem Kontrast) durchaus auch noch mehr als doppelt so feine Strukturen.
Aber diese tragen nicht mehr zur visuellen Schärfe bei. Daher wird heute nicht mehr nach dieser theoretischen Grenzauflösung gefragt. Vielmehr fragt man, wie feine Strukturen hinterher noch mit 50% des Ausgangs-Kontrastes übertragen werden. Das wird in MTF-Kurven belegt. Da halbieren sich die Werte in etwa - zum Teil auch mehr.

Wer wirklich mehr als 40 Megapixel braucht, kann, wie oben geschrieben, mit grossen Filmformaten besser bedient sein.

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