Man muss das Schöne sehen können.

— Sarah Kirsch

Am 27.5.

  • 1913: * Wols (Alfred Otto Wolfgang Schulze, + 1951); deutscher Fotograf, Maler und Grafiker
  • 1923: * Inge Morath (+ 2002); österreichische Fotografin

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Wenn lange wären muß, was gut werden soll.

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 09. Juni 2010 - 19:26
gnnyman schrieb:

Mir geht es langsam aber sicher auf die Nerven, dass immer über die Scannerwahl gelästert wird

Herr Nyman,
ausgerechnet den Kommentaren zu Ihrer Wahl des Scanners sollten Sie gelassen gegenüberstehen - und zuhören. Denn diese Kommentare sind überwiegend qualifiziert und begründet. Sie können darin durchaus einen Peer-Review sehen.

Sie lehnen sich schon mit der Bezeichnung "Test" für Ihre Artikelserie recht weit aus dem Fenster. "Erfahrungsbericht" träfe es vielleicht besser. Denn die Einschränkungen und Unzulänglichkeiten, die Sie schon selbst erwähnen, erlauben eigentlich kein abschließendes Fazit auf der Grundlage einer neutralen Argumentation.
"Windstille" bei Landschaftsaufnahmen reicht eben nicht für vergleichbare Aufnahmen, ebensowenig die gleiche Kirche zu verschiedenen Jahreszeiten aufzunehmen. Das ist vom technisch-"wissenschaftlichen" Standpunkt aus betrachtet, gelinde gesagt, fragwürdig.

Noch schlimmer wird es dann aber, wenn Sie über das Thema Scanner hinwegwischen: Die Schlüsselfrage beim Auslesen der Informationen vom Film ist die nach der Qualität des Objektivs und der Art der Beleuchtung. Und dies auch erst, wenn die Grundlagen vorausgesetzt werden können, "Filmplanlage" am Testort des Filmes nur als Stichwort.

Darauf kontern Sie sinngemäß: "Ich hab's aber im Mikroskop gesehen!"
Erstens gilt für die mikroskopische Auswertung ebenfalls:
Beleuchtung?
Optischer Aufbau?

Beides ist NICHT egal für ein quantitatives Ergebnis.

Zweitens: Wenn Sie mit dem Mikroskop argumentieren, dann sollten Sie auch die mikroskopische Aufnahme zeigen.
Denn wer "Test" oben drüber schreibt, muß auch "Test" unten drunter erbringen.

Wenn Sie den dabei verwendeten Aufbau seriös beschreiben, hätte das sogar noch einen weiteren Vorteil für Sie:
Scanner, Tintenstrahldrucker und die Sensor-/Wandlereinheit aller Digitalkameras verwenden Bildverarbeitungsalgorithmen, die nur der Hersteller kennt. Sie als Anwender wissen einfach nicht, ob der Scanner schon auf dieser frühesten Stufe schärft - und dabei Film-Auflösung unterdrückt - oder Körnigkeit "verringert" und wiederum Auflösung verschwendet.
Sie erhalten also aus dem Scanner ein "Abbild" des Filmes, dessen Bezug zur mikroskopischen Wirklichkeit Sie nicht kennen können.

Eine mikroskopische Aufnahme unter Offenlegung des Aufbaus wäre wesentlich aussagekräftiger.

Bevor Sie nun "zu viel Aufwand" antworten, sei darauf hingewiesen, daß der von Ihnen angekündigte Hasselblad-Scanner - technisch eine exzellente Wahl - von sich aus in der Grundeinstellung schärft. Es kommt also wieder einmal auf den Operator an, der das Gerät bedient.

Ihre Freude am Einsatz computerisierter Testprogramme ist deutlich spürbar und sei Ihnen von Herzen gegönnt.
Bitte vernachlässigen Sie darüber nicht die grundlegenden Techniken und Erkenntnisse zum Umgang mit Film.

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