Wenn Deine Bilder schlecht sind warst du nicht nah genug.

— Robert Capa

Am 27.5.

  • 1913: * Wols (Alfred Otto Wolfgang Schulze, + 1951); deutscher Fotograf, Maler und Grafiker
  • 1923: * Inge Morath (+ 2002); österreichische Fotografin

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Hinzurechnen von Details

Eingetragen von
Gast
am Montag, 07. Juni 2010 - 09:46

Das ist genau der Punkt um den es hier geht.
Eine rohe Digitalaufnahme besteht i.d.R. aus drei sehr grobpixeligen (grob, weil rauschend) Graustufendateien, die mit aufwändigen stochastischen Algorithmen in ein Farbbild umgerechnet wird. Dabei wird das Rauschen eliminiert und mit Hilfe von teils sehr aufwändigen Wahrscheinlichkeitsrechnungen werden die Details rekonstruiert. D.h. sie sind faktisch erst kaum vorhanden. Natürlich kann es dabei zu mehr oder weniger starken Abweichungen von der Realität kommen, je nach Qualität der Software. Daher ergeben oft zwei Digitalkameras unterschiedlicher Hersteller mit gleichem Sensor auch völlig unterschiedliche Bildqualitäten.
Diese Aufnahme bekommt außer dem Kamerahersteller niemand zu Gesicht. Es wird bereits eine stark optimierte Datei abgelegt.
Beim Film ist das naturgemäß anders.
Was ein anderes Einscannen bewirken würde? Ganz einfach: einen wirklich sehr guten Scanner verwendet man normalerweise auch mit einer professionellen Software, die ähnlich vorgeht, wie eine kamerainterne Software. Sie optimiert aus den vorhandenen Rohdaten das Bild.
Wenn ich mir den Bildvergleich digital/analog hier ansehe hat die Farbnegativaufnahme sicher weitaus mehr Details, als kameraintern digital erfasst werden.
D.h. entsprechend optimierte Algorithmen zugrunde gelegt müsste die analoge Aufnahme mindestens gleichziehen.

Genau weil man das nicht vergleichen kann halte ich den analog/digital-Vergleich für müßig.
Ich halte ihn auch für unnötig, denn das Rennen ist längst zugunsten digital entschieden, wenn auch letztlich hauptsächlich wegen Geschwindigkeit und Bequemlichkeit. Alle anderen herangezogenen Argumente werden nur zur Gewissensberuhigung benötigt.

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