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Die Kamera ist ein Instrument der Entdeckung. Wir fotografieren nicht nur, was wir kennen, sondern auch das, was wir nicht kennen.
Am 27.5.
- 1913: * Wols (Alfred Otto Wolfgang Schulze, + 1951); deutscher Fotograf, Maler und Grafiker
- 1923: * Inge Morath (+ 2002); österreichische Fotografin
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Aufklärung (nötig?!) - da Begriffsverw-Irrung :-)
ALLE Formate die größer als das bekannte Kleinbildformat sind, nennt man Mittelformat. Das ist schon immer so gewesen. Quasi ein fotografisches Naturgesetz. Das Mittelformat kam früher nicht im gleichen Gewand wie das KB Format daher, d.h. EIN "Mittelformat-Vollformat" gibt es nicht. Oft wird fälschlicher weise von 6x6cm als DAS Mittelformat gesprochen, ist aber nicht ganz korrekt. Es gab immer schon mehrere Mittelformate: 6x6, 6x7, 6x9, 6x4,5cm.
Das (übrigens von Leitz, genauer gesagt von Oskar Barnack) erfundene Kleinbild-Format gilt sozusagen als Standard-Format für die so genannten Kleinbild-Kameras. Bei Film. Heute sind die Grenzen aufgeweicht: Vollformat (=KB), Vier Drittel Zoll (Four Thirds), APS-C etc.pp. sind Formate, die sich unterhalb des KB abspielen. Jedoch gilt immer noch: größer als Vollformat ist Mittelformat! Leica nennt das Format ihrer S2 Leica das "Pro Format", ein Wortspiel: pro=progressiv=größer als KB, pro=Profi. Das Kind braucht eben einen guten Namen. Aber es ist Fakt, und alle Äußerungen von Leica, auf denen ich zugegen war; sowohl bei Präsentationen der S2 auf der Photokina, und diversen regionalen Fotoevents, wie auch auf dem Leica-Erlebnistag in Wetzlar 2009 sprechen vom MITTELFORMAT. Alleine weil es größer als KB ist, stimmt dies ja auch! Die S2 ist natürlich, da sie einen Spiegel hat, eine SLR, aber ist KEINE SLR, die man ohne weiteres mit herkömmlichen Vollformatern (und nur die wären als Konkurrenz zu sehen) vergleichen kann. Ein BLick auf die großen Opjektive dürfte reichen, um das klar zu machen. Außerdem ist mir keine digitale KB-SLR bekannt, deren Optiken ein duales System aufweisen:
Ein Zitat aus Fotointern.ch sei hier gestattet:
"Die S2 selbst ist mit einem neu konstruierten Metall-Lamellen-Schlitzverschluss ausgestattet, der als kürzeste Verschlusszeit 1/4000 Sekunde und als Blitzsynchronzeit 1/125 Sekunde beherrscht. Die wichtigsten Brennweiten werden aber optional in einer Variante mit einem von den Leica Ingenieuren eigens entwickelten Zentralverschluss angeboten, den der Fotograf über den Hauptschalter der Kamera aktivieren kann. Der Zentralverschluss gestattet die Nutzung von Blitzgeräten bis hin zur kürzesten Verschlusszeit von 1/500 Sekunde und eröffnet dem Fotografen damit mehr Möglichkeiten, störendes Umgebungslicht zu unterdrücken und Bewegungen einzufrieren. Der mehrfach zum Patent angemeldete Leica Zentralverschluss weist einen elektronisch gesteuerten Antrieb auf, um bei möglichst geringem Energieverbrauch zuverlässig kurze Belichtungszeiten zu gewährleisten...."
(Zitat ende)
Wenn man also die S2 als "aufgeblasene KB-Kamera mit ein bisschen größeren Sensor" betrachtet, liegt man völlig falsch. Vergleichen muss man sie daher mit anderen Kalibern wie Hasselblad oder Mamiya, oder -neu, wie hier beschrieben, der Pentax. Vielleicht kommen ja noch andere hinzu, Konkurrenz belebt ja das Geschäft.
Grüße und "GutLicht"
tom
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