Die schlechtesten Farbfotos sind die bunten.

— Alexander Spoerl

Am 27.5.

  • 1913: * Wols (Alfred Otto Wolfgang Schulze, + 1951); deutscher Fotograf, Maler und Grafiker
  • 1923: * Inge Morath (+ 2002); österreichische Fotografin

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Schlechte Zeiten sind das!

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 17. März 2010 - 00:26

Steh` ich voll dahinter! Hatte noch das Glück, über zwei Jahrzehnte eine feste Stelle (Tageszeitung) besetzen zu dürfen. Jetzt haben die Mindestlohnverleger das Sagen. Ab in den "Fotografen-Pool" und dann drei Städte auf einmal beliefern mit Bildern von diesen ewigen Ehrungen, Politikselbstbeweihräucherungen, Kleinbürgern in Schützenuniformen, Vorstadt-Pressekonferenzen und den üblichen Kirchenkram! Dabei immer schön höflich bleiben, denn wenn die ihre Fotowünsche nicht bekommen, drohen die gleich mit Abbestellungen. Das möglichst alles schnell trotz Termindruck! Derweil sitzen die Textkollegen in den Redaktionen und machen pünktlich Feierabend, ist abends noch `was los, schicken die einen "Freien". Kann nur empfehlen, sich als "Hauptberuflicher" im "Deutschen Journalisten-Verband" zu engagieren, denn die tun auch `was für Fotografen, keinesfalls bei Verdi: "Die reden nur!"

der Profi schrieb:
Gast schrieb:

die heutige Generation der Fotografen trifft mitnichten die Schuld, mit wenigen Basiskenntnissen "erfolgreich" sein zu dürfen.
Die Wurzel des Übels liegt dort, wo Herausgeber, Verleger, "Artdirektoren" nicht nur wenig Wert auf Qualität legen, sondern auch längst nicht mehr bereit sind, für entsprechenden Aufwand an Zeit und Ressourcen noch vernünftig zu bezahlen
Womit diese Abwärtsspirale wohl erst dort zu einem Ende kommen wird, wo die Unberufenste aller Fotografen gerade noch in der Lage sind, für ein Minimum an Bezahlung (knapp über Hartz IV, möglichst!) und einem Minimum an "Ruhm" (ein ganz toll vignettiertes World Press Foto, vielleicht?) die Kamera raushängen zu lassen.

Und genau da liegt das Problem.
Lasst sie einfach hängen. Gebt ihnen nichts für nichts.
Wie kommen Fotografen dazu, am untersten Ende der Gehaltsskala zu vegetieren während ihre Kunden mit Dicken SUVs an ihnen vorbeibrausen.
Ich finde die Herausgeber, Verleger usw. sollten ihren Mist selbst fotografieren.
Wir Fotografen sollten uns nicht zu sehr auslutschen lassen.
Gerade in Deutschland bekommen begabte junge Fotografen kaum mehr den Lohn von Reinigungspersonal und müssen dafür bis tief in die Nacht Überstunden schieben.

Niemand sollte seine Fotos herschenken.
Lesereporter freuen sich, wenn sie für nichts ihre Fotos in einer Zeitung bewundern können, Hobbyfotografen verschenken ihre Nutzungsrechte bei Wettbewerben einfach her usw.

Irgend wer muss einfach mal anfangen, aufzuhören!

Auch Fotografie sollte wieder einen fairen Preis haben.

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