Ich wollte dem Baum oder dem Gras nicht erzählen, was es ist. Ich wollte, dass es mir etwas erzählt und durch mich seine Bedeutung in der Natur ausdrückt.

— Wynn Bullock

Am 27.5.

  • 1913: * Wols (Alfred Otto Wolfgang Schulze, + 1951); deutscher Fotograf, Maler und Grafiker
  • 1923: * Inge Morath (+ 2002); österreichische Fotografin

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Oh,man ist unter sich

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 13. März 2010 - 09:51
der Profi schrieb:

Wenn man streng rationell bleibt, kann man auf Vieles in der Fotografie verzichten.

Ich kenne Marketingleute die blamieren sich leidenschaftlich mit billigsten knips-Fotos. Sie sehen es einfach nicht. Sie können ein Foto gar nicht beurteilen. Sie sehen keine Schärfe keine Beleuchtung oder Schärfentiefe.
Wenn ich die Mehrheit der heute verwendeten Fotos betrachte könnten wir uns sogar sämtliche Systemkameras schenken.

Ein befreundeter Fotograf gestand mir einmal, dass ihn die Schärfe seiner EOS mit 21 Mpx viel zu hoch sei. Er würde seine Bilder oft gar nicht in 100% Ansicht betrachten, weil dann jeder Makel bloßgelegt würde.
Man muss dazu anmerken, dass seine erste Kamera bereits eine Canon mit Cmos war und er wirklich exakte Fotos gar nicht kannte.
Ich bin mit einem Filterlosen Mulitshoot-Microstep Rückteil eingestiegen und war von den Cmos Bildern nicht gerade überwältigt.

Ein kleiner Excurs zur Aufklärung.
Cmos Sensoren sind wesentlich ungenauer als CCD´s, weil durch Fertigungstoleranzen eine so genannte Uniformität, (Empfindlichkeitsunterschied) zwischen einzelnen Pixeln entsteht.
Ein Cmos mit Bayerpattern liefert überhaupt nie rauschfreie Bilder.
Auch der Füllgrad eines CCD´s konnte nie erreicht werden.
Das Signal eines Cmos wird bereits bei Nennempfindlichkeit mit Rauschunterdrückung geglättet und sieht daher für viele gefälliger aus als das Bild eines CCD´s.
So als würde man immer mit einer Art „Beauty Filter“ fotografieren.
Die moderne Technik in der Herstellung und Fortschritte in der Signalaufbereitung haben den Durchbruch des Cmos erst möglich gemacht. Canon hat hier wirklich beachtliches geleistet.
Auf der Anderen Seite wurden CCD´s wegen der höheren Kosten, den höheren Stromverbrauch etc. kaum weiterentwickelt.

Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, das ich noch kein Cmos Bild gesehen habe, das einem guten CCD an Wiedergabegenauigkeit das Wasser hätte reichen können.
Man kann sich den Unterschied ungefähr so vorstellen, als hätte man bei einer Audiophilen Anlage immer die Loudness Funktion eingeschaltet. Schaltet man sie plötzlich weg klingt die Musik hohl, obwohl sie mit Linearer Einstellung richtig wäre.

Cmos Sensoren werden heute auch deshalb bevorzugt, weil kaum einer je einen Vergleich mit einem guten CCD bei 100% Ansicht am Computer gemacht hat, und weil sich viele vor Bildbearbeitung scheuen.

Ich setze Cmos nur dann ein, wenn ich eine hohe Ausleserate und extrem hohe Empfinlichkeiten brauche.
Beim Filmen, oder wenn mindesten 5 Bilder pro Sekunde gemacht werden müssen.
Ansonsten, wann immer es möglich ist, verwende ich MF CCD´s wegen ihrer Exaktheit und dabei geht es mir gar nicht um höchste Auflösung, sondern um das gewisse Etwas im Bild.

Ich weis, die Masse braucht heute keine Audiophilen Musikanlagen mehr, aber ich liebe den direkten Klang, die Verfärbungsfreiheit und die Emotionale Dichte in der Reproduktion meiner alten Schallplatten oder CD´s, ohne den berüchtigten Badewannen Frequenzgang heutiger Mainstream 5.1 Dolby Surround Anlagen.

Glücklicherweise gibt es noch die Möglichkeit Musik auf diese Art zu hören und Bilder zu betrachten die von einem guten CCD aufgenommen wurden.

Der Konformitätszwang ist schon schlimm genug, versuchen wir nicht anderen Einzureden wie sie Musik hören, oder Bilder fotografieren sollen!

Der "gelernte Fotograf" seziert sein Arbeitsgerät mit dem geschulten Auge eines Pathologen.Ist aber eigentlich egal,da der Alleskönner,im Gegensatz zum Knipsproletariat,für jede Gelegenheit das passende Gerät aus dem Ärmel schüttelt.

"Ich bin ein leidenschaftlicher Ästhet und Purist.
Mein strengster Kritiker bin ich selbst.
Vielleicht sollte ich mich sogar als „Visiophil“ bezeichnen."

Au Backe.Kein Kommentar.

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