Die Photographie ist eine wunderbare Entdeckung, eine Wissenschaft, welche die größten Geister angezogen, eine Kunst, welche die klügsten Denker angeregt hat - und die doch von jedem Dummkopf betrieben werden kann.

— Nadar

Am 27.5.

  • 1913: * Wols (Alfred Otto Wolfgang Schulze, + 1951); deutscher Fotograf, Maler und Grafiker
  • 1923: * Inge Morath (+ 2002); österreichische Fotografin

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Ganz ihrer Meinung

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Eingetragen von
der Profi
(Inventar)
am Samstag, 13. März 2010 - 09:25

Sie sprechen gewaltige Probleme an, die uns Fotografen immer mehr das Leben zur Hölle machen.
Viele unkundige Fotografen ruinieren heute mit Leichtgläubigkeit und der Hoffnung auf Ruhm und schnelles Geld, den Fotomarkt vollständig.
Ich selbst habe noch alle Ausbildungen gemacht und alle Prüfungen bestanden, die man zum Fotografenmeister brauchte. Das war ein harter Weg und viele empfanden das Abitur dagegen als Kinderspiel, aber es hat mir ein Grundverständnis mit auf den Weg gegeben.
Ich hatte viele Bewerber die sich mit Auszeichnungen und gewonnenen Fotowettbewerben bei mir Anstellen lassen wollten.
Nicht einer hatte nur den Hauch einer Chance, den Druck der Werbebranche standzuhalten. Ihr technisches Verständnis, mit Licht zu gestalten, einen dreidimensionalen Bildeindruck zu erreichen, oder im Falle eines technischen Defektes sofort zu improvisieren war bei weitem zu gering.
Später haben sie es bei Agenturen versucht. Manche hatten sogar Achtungserfolge, aber zum Leben hat es nicht im Ansatz gereicht.
Ich kenne ein Agenturfoto, das von mehreren großen Unternehmen, die teilweise sogar in Konkurrenz zu einander standen, für eine Werbekampagne verwendet wurde. Wie peinlich!
Auf der einen Seite will jedes Unternehmen sein Eigenes und perfektes Corporate Design, und auf der anderen Seite sind sie sich für eigene Fotos zu geizig!
Niemals würde ich meine Arbeit für einen Agentur-Euro verschenken.
All diese Entwicklungen haben in mir den Entschluss reifen lassen, endgültig aus der Werbebranche auszusteigen.
Ich will nicht so lange zuwarten, bis ich mich für eine Handvoll Dollar prostituiere.

Ich bin ein leidenschaftlicher Ästhet und Purist.
Mein strengster Kritiker bin ich selbst.
Vielleicht sollte ich mich sogar als „Visiophil“ bezeichnen.

Keine guten Voraussetzungen um in einer Zukunft, die von Preisdumping und good enough Mentalität dominiert wird, noch Spaß im Beruf zu haben.

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