Deute immer mit dem Finger auf die Brust der Person, mit der Du fotografiert wirst. Du wirst dynamisch aussehen. Und kein Fotoeditor kann dich aus dem Bild schneiden.

— Ken Auletta

Am 27.5.

  • 1913: * Wols (Alfred Otto Wolfgang Schulze, + 1951); deutscher Fotograf, Maler und Grafiker
  • 1923: * Inge Morath (+ 2002); österreichische Fotografin

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Da bleiben doch noch etliche Fragen offen.

Eingetragen von
ROG
(Stammgast)
am Sonntag, 14. Februar 2010 - 13:29

Erst einmal vielen Dank für den Test. Mir ist klar, dass so ein Test einen nicht unerheblichen Zeitaufwand bedeutet. Um so mehr erstaunt mich, dass zwar ein Vergleich mit Filmaufnahmen und der D3x gezeigt wird, die eigentlichen Konkurrenten wie Hasselblad und Phase One aber aussen vor bleiben. Darüber hinaus stellen sich mir auch sonst ein paar Fragen:

Georg N. Nyman schrieb:

Es ist ein Photoapparat und keine Bildaufnahmemaschine – das ist sicher ein markanter Unterschied etwa zur Hasselblad H4D, einer Bildaufnahmemaschine, die für Dauerbetrieb ausgelegt ist – deren Aufbau und Konzept ist darauf abgestimmt.

Heisst das, dass die S2 nur für gelegentliche Einsätze ausgelegt ist? Kaum vorstellbar. Worin liegt dann aber konkret der Unterschied zur "Bildaufnahmemaschine"? Immerhin hat die S2 eine potentielle Fehlerquelle weniger. Die Toleranzen von einigen Mikron, die am Bajonett auftreten können, können bei der Hasselblad zusätzlich auch am Digiback auftreten im ungünstigsten Fall addieren sich beide. Nicht umsonst bietet Alpa justierbare Backadapter an.
Dann die Aussage zu DNG versus 3FR.

Georg N. Nyman schrieb:

Der Hauptgrund liegt in der Philosophie der HD-Serie, wonach nur eine Kombination aus Optik und Software die optimale Bildqualität liefert. ...Aber es sind beide Wege legitim, der eine zeigt deutlich die herausragende optische Qualität und der andere basiert auf einer Kombination von Optik und Software. Das ist auch nicht mehr ungewöhnlich, denken wir nur an das Programm von DxO, das die optischen Ungereimtheiten und Fehler der meisten Hersteller verbessert oder auch zum großen Teil eliminiert.

Sicherlich kann eine hauseigene Software etwaige Fehler der eigenen Objektive gezielt korrigieren. Das gilt aber auch für allgemeine Konverter wie Adobes ACR. Siehe mFT. Das DNG Format ist keineswegs nur ein simpler Container in den die Kameras der Hersteller, die dieses Format nutzen ihre Rohdaten ablegen. Softwaremäßig Bildfehler zu korrigieren ist nicht grundsätzlich schlecht. Man sollte aber schon genau hinsehen. Gegen die Korrektur von CA und Lichtabfall ist nichts einzuwenden. Etwas anderes ist die Korrektur von Verzeichnung. Diese geht immer! mit Auflösungsverlusten einher. Herausragende optische Qualität erzielt man so nicht. In jedem Fall sollte es in der Hand der Fotografen liegen ob es motivbedingt nötig ist, oder nicht.
Ich bin auch sehr im Zweifel, ob der Vergleich eines ca. 30 Jahre alten Mamiya Objektivs mit einem hochmodernen Leica Highend Objektiv geeignet ist die Überlegenheit Digital versus Film zu beweisen. Noch dazu mit einem Scanner, den ich auch nicht gerade in die Klasse der Referenzgeräte einordnen würde. Davon abgesehen, dürfte diese Frage ohnehin schon seit einiger Zeit entschieden sein. Schade um den Zeitaufwand.

Georg N. Nyman schrieb:

Die Bildqualität ist ausgezeichnet, kann sich aber nicht wirklich von der Konkurrenz (Hasselblad) abheben und ist auch im direkten Vergleich zu einer Nikon D3x (und ich denke, im Vergleich zu einer Canon 1Ds wird es ähnlich sein) nur bei Beachtung einiger Parameter unter gewissen Umständen gut sichtbar, sonst aber nur wenig besser.

Nun, den Vergleich mit der Hasselblad haben wir ja nicht gesehen. Im Vergleich zur D3x ist die S2 ganz eindeutig überlegen. Das ist selbst in den runtergerechneten WEB Bildern nicht zu übersehen. Einen nicht unerheblichen Anteil daran dürfte allerdings der bei der S2 fehlende AA Filter haben.
ROG

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