Den Menschen berührt nicht das Ding an sich, wohl aber seine Sicht der Dinge.

— Unbekannt

Am 27.5.

  • 1913: * Wols (Alfred Otto Wolfgang Schulze, + 1951); deutscher Fotograf, Maler und Grafiker
  • 1923: * Inge Morath (+ 2002); österreichische Fotografin

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Stimmt

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 09. Februar 2010 - 18:42

Als überzeugter Nnkon-Fan ist mir auch Pentax mit dem aktuellen Kameraprogramm sympathisch, immerhin bauten die schon Spiegelreflexkameras mit TTL-Innenmessung, als Leitz noch im Umfeld der photokina 1966 behauptete: "Das geht nicht!" Die weitere Geschichte ist bekannt, Asahi wurde Ende der Sechziger Marktführer im Spiegelreflexbereich, Leitz brachte dann die erste Reflex mit Außenmessung, das ging leider daneben. Als die endlich merkten "TTL geht doch", hatten alle Profis und Werbeleute eine Nikon F2 oder Canon F-1 in den Händen. Wie formulierte es Winston Churchill: "Mmn kann einmal hinfallen, schlimm ist es nur, wenn man dann liegen bleibt!"

Gast][quote=Gast schrieb:
Gast schrieb:

Und Pentax hat es in den letzten 4 Jahren als einzige Firma geschafft über 20 rein digitale Objektive
für ein vorhandenes Bajonett auf den Markt zu bringen.

"digitale Objektive"... Mystische Nebelschwaden steigen auf, goldblitzende Ringe scheinen durch, Kürzel wie DX und DT sind die Zauberformeln...

Und nun knipsen wir das Licht an -- und wir sehen nix als billiges Plastik: Bei 6+ Megapixeln muss ein Objektiv schon sowas wie 80 Linienpaare pro Milimeter auflösen, soll es nicht als unscharf erscheinen. Und um das auf Kleinbildformat ("Vollformat") hinzukriegen braucht's schon ne gute Stange Geld... Zu Filmzeiten haben sich nur wenige Hersteller wie Carl Zeiss Jena/Oberkochen, Leitz, Schneider-Kreuznach und Co. (nur um mal die renommiertesten zu nennen) die Mühe gemacht ein Objektiv an die Grenzen des technisch machbaren zu treiben. Entsprechend wenige Photographen gab es, die dann auch mit den passenden hochauflösenden Filmen geknipst haben. Dem Rest der Menschheit war es egal. Hauptsache Tante Hilde ist auf dem 9x13-Bild. Welchen Schmuck sie trägt, interesierte nicht.

Heute ist es ein Volkssport geworden, sich Bilder in 400% Vergrößerung am Monitor anzugucken, und nach dem Schmuck von Tante Hilde zu fahnden. Da fällt lausige Objektiv-Qualität natürlich sofort auf. Um Kosten zu sparen nimmt man nun einen Minisensor (APS-C, FourThirds oder noch kleiner) und korrigiert das Objektiv nur noch in der Mitte auf eben die kleine Fläche. Je kleiner, desto billiger. Und weil das dann immer noch zu teuer ist, alle möglichen Fehler rauszukorrigieren, läßt man die Software in der Kamera das machen, verschweigt das dann dezent, und läßt sich für seine "überragende Objektivqualität" feiern...

Schöne neue Welt...

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