Der beste Teil der Schönheit ist jener, den kein Bild ausdrücken kann.

— Francis Bacon

Am 27.5.

  • 1913: * Wols (Alfred Otto Wolfgang Schulze, + 1951); deutscher Fotograf, Maler und Grafiker
  • 1923: * Inge Morath (+ 2002); österreichische Fotografin

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Nikon und Quelle

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 07. Februar 2010 - 15:00

Nein, Nikon-Kameras standen niemals im Quelle-Katalog, die hatten in Deutschland immer eigene Vertretungen, zuerst in Frankfurt, dann eine selbständige Vertretung in Düsseldorf (schönes Gebäude), dafür gab es von der Foto-Quelle (und auch bei Neckermann) viele Billig-Teile von Cosina und Chinon, dazu einige Ost-Kameras aus der DDR und der Sowjetunion, aber in der Foto-Quelle-Anfangszeit auch die sehr guten Konica-Kameras (Revue-Reflex). In der Tat, da muß ich Ihnen leider zustimmen: Cosina hatte auch `mal ab 1995 für Nikon geliefert, um den stark expandierenden asiatischen Markt mit Billig-Kameras schnell zu bedienen, die nannten sich FM-10 und FE-10, genau beschrieben in "Braczko/Nikon-Handbuch" auf der Seite 3-33. Nikon druckte dafür sogar eigene Prospekte. Zu dieser "Cosikon" gab es ein wenig überzeugendes "Nikon"-Zoom 35-70 mm. Alles kein Vergleich zu einer "richtigen" Nikon FM und FE. Nikon-Historiker verschmähen diese Cosina-Kisten, da schüttelt es einen. Das war ein Marketing-Fehler und schadete dem Nikon-Image, spülte aber vermutlich trotzdem Geld in die Kasse. Nebenbei: Diese Modelle gab es auch in Canon- und Olympus-Ausführung, da hieß sie OM-2000. In England noch häufig zu finden. Für Olympus war das OK, aber Nikon brauchte diese Billig-Reflex wirklich nicht ins Programm zu nehmen. Frag` mich nur, warum Zeiss bei dieser Marke seine Objektive zusammenbauen lässt? Vermutlich nach der Zielsetzung: Hauptsache billig! Übrigens: "Ich bin kein toller Hecht, kann mich gerade einmal im Freibad über Wasser halten!" Mach` nur meinen Job - und da gehört eben viel Prominenz dazu, auch der wenig fotogene Herr Rüttgers! Über den Tellerrand schauen: Gerne - aber die Kollegen in den anderen Redaktionen bevorzugen da auch nur zwei Marken: Nikon und Canon. So sieht es fast überall aus. Was sollten die denn sonst nehmen, wenn sie zuverlässige Kameras brauchen? Da darf kein Termin daneben gehen, denn wenn wir losziehen, sind die Bilder schon fest eingeplant!

Gast schrieb:
Gast schrieb:

In der Defensive? Weil Zeiss manuelle Objektive ohne Autofokus bei einem japanischen Billiganbieter (früherer Neckermann-Quelle-Zulieferer) zusammenschrauben lässt?

Ach. Und die ach so tollen Nikons standen nicht im Quelle-Katalog?
Sie wissen aber schon, dass Cosina auch Nikon-SLR baute?

Gast schrieb:

Diese lahmen Objektive ohne AF-Steuerung sind in Ordnung für die Vitrinensammler, aber im harten Alltagsgeschäft fast nutzlos: "Herr Ministerpräsident, nicht so hektisch bewegen, ich komm` mit der Schärfe nicht so schnell nach, hab` leider keine D3 oder EOS-1!"

Ui, Sie sind ja so ein toller Hecht, Sie haben eine D3 oder eine EOS-1. Und verdienen Geld damit, den Ministerpräsidenten zu knipsen. Wahnsinn!!!
Wenn Sie meinen, unbedingt ein Modell von Canon oder Nikon zu brauchen, dann ist das ja schön für Sie. Und schön für Canon. Aber gerade als Fotojournalist sollten Sie mal etwas über Ihren Tellerrand blicken (manchmal reicht es schon, sich in den Redaktionen Ihrer Auftraggeber umzublicken).
Erklären sie mir beispielsweise mal, wie Sie ihre Nikon-Objektive in eine Matte-Box einspannen.

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