In Farbe zu sehen erfreut das Auge, doch das Sehen in schwarzweiß erfreut die Seele.

— Andri Cauldwell

Am 26.5.

  • 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin

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Macht der optische Sucher einer...

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 24. Januar 2010 - 18:37

...Nikon D-SLR jetzt aus der 14-er Festbrennweite endlich ein UWW-WW-Zoom, dass man auf besagten Veranstaltungen als Reporter auch nutzen mag?
Da wird man als Fotograf von einem Aufstecksucher weniger eingeschränkt und va. es soll Leute geben die den Aufstecksucher weglassen und auf besagten Veranstaltungen in Innenräumen lieber einen Systemblitz auf den Blitzfuß stecken. Als Alternative bietet die Kamera LiveView auf dem Hauptdisplay.

KB-VF wird durch die Nutzer immer mehr zur Insellösung entwickelt.
Anfangs fanden die Profis die erhöhte Schärfentiefe va. für Reportage als nützlich an, weil man nicht abblenden mußte und damit mit erhöhter Lichtstärke arbeiten konnte.
Heute argumentiert man damit, dass man die hohe Lichtstärke nicht benötigt, da man ja eine bessere HighISO-Performance dank KB-VF erreicht. Damit deutet man unbemerkt auf den Freisteller, welcher behauptet, dass er auch bei offener Blende arbeiten kann und widerspricht diesem eigentlich.

Wer jetzt und heute eine 14mm-Brennweite benötigt und hier eine höhere Lichtstärke als f4 der mag zu KB-VF greifen aber ist definitiv eher ein Freisteller und erlebt Offenblendentauglichkeit eher nur bei den Festbrennweiten. Ein Reporter würde um mehr Schärfentiefe zu erreichen abblenden. Damit landet man in einem Bereich indem kleinere Formate Zooms mit identischer Lichtstärke anbieten. Und wer etwas experimentiert wird erkennen, dass das ZUIKO Digital ein abgeblendetes 2/7-14 ist und hierbei hinsichtlich Vignettierung und Randunschärfe sich sogar noch besser verhält wie das neue Nikkore UWW-WW-Zoom.

Eigentlich schade nur wegen einem 2.8/14 sich auf KB-VF eingschossen zu haben. Aber wohl eher will man "dazugehören" zu denjenigen die allen anderen voran mit den großen KB-VF-Sensoren fotografieren.

Heute blenden Reporter ihr lichtstarkes UWW-Objektiv ab und nutzen garnicht die hohe Lichtstärke. UWW-WW-Zooms die wie im Falle des neuen Nikkore ordentlich abbilden werden wg. der Größe nicht akzeptiert. Somit bleibt nur der Griff zu den kompakteren Festbrennweiten. Von welchen Profis werden jetzt eigentlich die Zooms genutzt. Klassische Reportage fällt genauso weg wie Sport-Reportage außer man liebt die extreme Perspektive zB. in der Boxengasse.

Wenn man beachtet was heute so alles an Hobby-Freistellern unterwegs ist und was dabei rauskommt, wenn die nicht genaus das beachten wie es der Hersteller vormacht, dann dürfen mFT-User auch so manches geil finden was eigentlich recht schräg aussieht. Lieber etwas schräg durch einen Aufstecksucher blicken oder eine schräge Kombination zusammenschrauben als das was herauskommt schräg aussehend als "geil" zu verkaufen.

Das was das Ergebnis ist macht die Musik und das mit dem Freistellen vs. Available-Light insbesondere im UWW-Bereich sollte man auch mal hinsichtlich handwerklicher Fotografie beleuchten. Es ist Mode und zwar durch die Hersteller und entsprechende Motive vorgetanzte Mode. Man fotografiert das nach was der Hersteller vortanzt. Klassische Reporter hingegen lassen die zum Freistellen geeigneten Zoom-Monster zuhause. Ohne Objektiv auf dem Bajonett geht man leer aus also schleppt man wieder mehrere Festbrennweite mit sich herum um zumindestens eine kompaktere, leichtere Kombination in Händen zu halten. Das noch mit dem besseren optischen Sucher zu verargumentieren wird schon mehr als peinlich.
Unzufrieden, vergallopiert und einfach weiter so. Paßende Motive gibt es ja genügend bei denen es für kleinere Formate weniger oder nichts zu holen gibt.
Den wichtigen Schritt wagt man dann doch nicht und der wäre digitales Mittelformat. Würde es als geil gelten wäre man definitiv mit dabei.
Das Problem wird jedoch sein, dass Reporter die idR. mit Blitz arbeiten überhaupt kein Problem mit der Framerate der Leica S2 haben werden.
Somit bleiben für das KB-VF-Segment die Hobby-Freisteller mit großem Geldbeutel übrig und diejenigen die per Vertrag mit einem KB-VF D-SLR-Anbieter daran gebunden sind. Das kann richtig uncool werden.

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