Es gibt nichts Schlimmeres als ein brillantes Bild eines schlechten Konzepts.

— Ansel Adams

Am 26.5.

  • 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin

BENUTZERANMELDUNG

Beruflich

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 22. Januar 2010 - 15:00

Diese Argumente kenne ich. Die Leica-Anhänger versuchen immer noch, Leica-Kameras als "Berufsausrüstung" für Profis dazustellen, aber die Zeiten sind sehr lange vorbei. Als die ersten guten Spiegelreflexkameras auf den Markt gingen, rannten fast alle Reporter berechtigterweise "mit fliegenden Fahnen" zu den Japanern über, vor allem Nikon und Canon räumten mächtig ab. Wer wollte denn auch noch mit dieser "lahmen Ente" von Leica-M fotografieren: Kein geeigneter Motor, viel zu langsame Scharfstellung, wirklich nicht akzeptable Mindestdistanz (also kein Nahbereich) - und Objektive nur bis 135 mm. Jetzt zu der sehr guten Frau Leibovitz! Ich erlebte sie auf der photokina mit einer faszinierenden Diaschau im Format 6x7. Ihre Ausrüstung: Mamiya RZ. Aber wir wollen das nicht verallgemeinern. Also `rein bei Google und gesucht unter "Google-Bilder Leibovitz!" Da ist die US-Fotografin mehrfach zu sehen, aber eine M-Leica ist nicht dabei. Zu sehen ist sie mit Contax-Sucher (Japan), gleich fünfmal mit Canon EOS-Vollformat (damit schießt sie vermutlich ihre teuren Fotoinszenierungen), dann wieder mit Contax RTS III (wieder Japan), einer Asahi Pentax, noch einmal mit der Mamiya RZ und mehrfach mit Konica-Hexar (Sucherkamera/Japan). Auf allen 47 Seiten ist nichts von Leica zu sehen! Probieren Sie`s doch selbst! In einem älteren Buch ist ihr Werdegang zu sehen, sie begann mit einer sehr guten Kamera: Nikon F. Was soll sie auch mit einer Leica-Kiste? Die gibt viel Geld aus für Modelle und "Location", da ist Zuverlässigkeit und optimale Bildschärfe absolute Voraussetzung! Falls jetzt wieder die FT-Nervensäge loslegen möchte, diese "Halbformatkameras" sind auch nicht bei Google zu sehen!

Gast schrieb:
Gast schrieb:

Beruflich genutzt? An welcher Kamera denn? An einer völlig veralteten und digital aufgeppten M-Kiste? Die damit Geld verdienen müssen, haben eine moderne Digital-Hasselblad, Nikon D3s bzw. D3x oder Canon EOS. Die Kontrolle der Perspektive und der Lichtsituation mit einem "Aufstecksucher???" Wir haben 2010 - und nicht 1954 - glücklicherweise! Diese Dinger kaufen doch nur noch Sammler, je größer die Frontlinse, um so schöner funkelt es in der Glasvitrine mit dezenter Innenbeleuchtung!

Gast schrieb:

soll ja auch nicht für jeden sein. Auflage gering, großer Aufwand ist gleich hoher Preis. So kommt noch zusätzlich der Blickwinkel (Standpunkt) dazu. Wenn die Optik beruflich genuzt wird ist sie sogar preiswert, selbst wenn der Sucher hinzu kommt.

also ich kenn genügend fotografen, die eine M7/M8/M9 unter anderem(!) beruflich nutzen und damit geld verdienen.

beispiele:
Jürgen Schadeberg; Craig Semetko; die Gebrüder Van Brug; annie leibovitz usw...

und für die qualität der bilder, die die pressefotografen liefern, reicht bis heute eine D100 und 18-55er. ;)

der springende punkt sind mE die leute die konzeptuell im studio/on location arbeiten - für die war eine M noch nie gedacht - so wird mit fotografie heute aber cash generiert. wer langsame und langfristige reportagen macht, die nicht für die tageszeitungen gedacht sind und nicht binnen stunden fertig in der redaktion liegen müssen, erscheint mir eine M immer noch sinnvoll. das der photojournalismus aber tot ist, ist wiederum eine andere sache.

mfg
max.T

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