Fotografie bedeutet «mit Licht schreiben». Schreiben kann man lernen. Mit welchen Geräten das geschieht, ist zweitrangig.

— thoMas

Am 26.5.

  • 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin

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Reine Einstellugssache

Bild von der Profi
Eingetragen von
der Profi
(Inventar)
am Montag, 04. Januar 2010 - 18:00
Gast schrieb:

Natürlich wird jeder FT-Fan oder -Anbeter alles erdenkliche tun, um sich einzureden, dieses fast quadratische Format wäre der Stein der Weisen, aber in Bezug auf eine vernünftige Bildaufteilung ist und bleibt es nüchtern betrachtet einfach Murks. Umschalten auf andere Formate geht immer mit irgend einer Form der Konvertierung einher, weil der Sensor nun mal 4:3 ist und keine Gummipixel hat, die in eine beliebige Form morphen können!

Jedes Format, bzw. Seitenverhältnis ist selbstverständlich ein Kompromiss, der in Abhängigkeit zum Motiv steht und ggf. angepasst werden muss. Genau da ist 3:2 aber aber der mit Abstand flexiblere Kompromiss. Bei 4:3 muss für eine ausgewogene Bildkomposition, die sich in den meisten Fällen an gängigen Regeln wie dem Goldenen Schnitt, sowie der menschlichen Perzeption orientiert, fast immer beschnitten werden, um eine vernünftige Bildkomposition zu erhalten. Oder hat schon mal jemand in Kunst- oder Fotogalerien Bilder in exakt 4:3 gesehen? Das dürfte ein äußerst seltenes "Erlebnis" sein, weil es einfach ein Gurkenformat ist.

Liebe FT-Fans, betet ruhig weiter euren Gott an, aber bitte verschont uns Normalfotografierende mit eurem Religionsgeschwafel vom Heiland FT.

Ich glaube, die Sympathie für ein Seitenverhältnis, hat sehr viel mit Gewohnheit zu tun.
Ich habe jahrelang nur mit 3.2 fotografiert und fand das Mittelformat mit 6:7, Anfangs echt eigenartig. Ich musste mich neu orientieren was den goldenen Schnitt und die gesamte Bildeinteilung anbelangte. Als ich mit der Hasselblad digital zu arbeiten begann war der Umstieg dann kein Problem mehr. Als kleines System war mir das 4:3 der Olympus dann auch wesentlich angenehmer weil ich mich nicht ständig umstellen musste.
Zum Filmen und auf Reportagen benutze ich heute zusätzlich eine GH1 die ich anfangs auf 3:2 eingestellt hatte weil ich mir einbildetete, ich würde damit weniger Beschnitt produzieren, aber ich bin es nicht mehr gewohnt und so habe ich wieder auf 4:3 umgestellt, was bei der Panasonic mit ihrem übergroßem Sensor ohne Interpolation und Bildkreisbeschnitt möglich ist.
In Kunst- oder Fotogalerien war ich mit meinen Fotos noch nie Vertreten und kann daher den Vorteil von 3:2 gegenüber 4:3 nicht beurteilen.
Mein Lieblingsverhältnis ist immer noch 1:1. Meiner Meinung nach ist das Quadrat an Wucht im Ausdruck nicht zu überbieten und das Sehen ist von jedem Hoch- und Querformat Denken befreit.

Bin Gespannt wer den ersten übergroßen quadratischen Chip auf den Markt bringt, der dann jedes Seitenverhältnis zulässt.

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