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Die meisten glauben, sie könnten so gut wie jeder andere Tennis spielen, schießen, schreiben und fotografieren - bis sie es versuchen.
Am 26.5.
- 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin
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Kulturschock? Von wegen!
Ein durchaus stimmiger Artikel.
Nach nun mehreren Monaten mit der M9 durfte ich gerade bei der Gimmick-verwöhnten Jugend eine gewissen Begeisterung über diese Kamera feststellen. Ich dachte ja immer die erleben einen Kulturschock, wenn sie das Ding das erste Mal selbst in die Hand nehmen, aber nix da. Ohne Anleitung einfach drauflos, auch das Fokussieren klappte auf Anhieb. Keiner regte sich über "nur" ISO 1250 auf, die ich mir anfangs selbst als Grenze setzte (heute geht auch etwas mehr), keiner störte sich am fehlenden AF und Zoom, keiner suchte einen Movie-Mode. Und erst recht keiner wollte sie sich wieder wegnehmen lassen, jeder hätte sie liebend gerne behalten.
Nachdem es erlaubt war, durfte der Nachwuchs auch mal eigene Speicherkarten füllen, vornehmlich mit dem Hinweis auf die Offenblenden-Tauglichkeit (auch und gerade der WW-Objektive). Eigentlich jeder meinte, daß die gewohnte DSLR-Umgebung für "Leistung" deutlich mehr abgeblendet werden müsse und dann auch der ISO-Vorteil wieder flöten ginge.
Warum ist der Nachwuchs so begeistert? Leica muß da irgendwas richtig gemacht haben, daß dem so ist. Über den Preis muß ich selten reden, es ist allen klar, daß man sowas nicht mal eben für 850,- Euro im Blödmarkt bekommt und auch daß sie sich nicht jedermann wird kaufen können. Ob das daran liegt, daß die Jugend sich durchaus auch eine Lomo samt Zubehör für einen (in meinen Augen) fototechnisch höchst unvernünftigen Betrag gönnt? Hätten sie das Geld, die M9 wäre sofort bestellt und eben nicht als Zahnarztknipse, sondern zum Photographieren. Hätte ich nicht gedacht, die M8 stiess da noch auf ganz andere Reaktionen. Und ein Nachwuchs-Talent hat nun sogar schon seine Zweit-DSLR vorerst gegen eine M6 getauscht ;-)
Das M-System muß nicht tot sein, die Neupreis-Latte liegt für viele einfach mal wieder zu hoch.