Shirley Temple wurde normalerweise durch Gaze fotografiert. Mich sollte man durch Linoleum fotografieren.

— Tallulah Bankhead

Am 26.5.

  • 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin

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Exakt...

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Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 15:20

...eine Leica X mit verkürztem Auflagemaß gegenüber Leica R, vgl. auch Schnittweite der Leica X1-Optik und dann noch einen Adapter von Leica R auf Leica X.

Im Rahmen der Absage der digitalen R10 versprach Leica ja eine alternative Lösung für klassische Leica R-Optiken. Die Leica R10 war aus Sicht von Leica schwer einpreisbar und demnach kann die Alternative nur eine D-SLR mit APS-C-Sensor sein, vgl. Kompaktkamera Leica X1 mit APS-C-Sensor (von Sony).

Wenn man so beachtet was Ricoh seinen analogen GR-Modellen als Festbrennweiten zur Seite stellte könnte es durchaus sein, dass Ricoh mit der GXR, bestückt mit einem APS-C-Modul, als einziger ernstzunehmende Konkurrenz zur Leica X1 etablieren kann.
Die Leica X1 macht einfach klasse Aufnahmen. Und exakt das tut die Ricoh GXR mit dem APS-C-Modul ebenfalls.

Ich denke nicht, dass Leica etwas vorzuwerfen ist hinsichtlich den Digital-Trend anfangs verschlafen zu haben. Leica vollzog erst den konsequenten Schritt in die Digitaltechnik als man mit der Digitaltechnik mindestens die Vorzüge anbieten kann die heute Analog-Systeme noch immer gleichwertig machen. Hier geht es va. um Streu- und Gegenlicht-robuste Objektive bei den Systemen mit größerem Bildkreis, dh. APS- bis Kleinbildfilm bzw. APS-C bis KB-VF.

Man muß erkennen, dass der Grund für die Streu- und Gegenlichtunempfindlichkeit einer Ricoh GR excl./incl. WW-Konverter der kleine Bildkreis ist besser gesagt die Möglichkeit aufgrund des kleineren Bildkreises die Lisen und Linsengruppen dichter zu packen und die Linsen-Krümmungen hinsichtlich Lichtflecken-Potential optimaler auszulegen. Je größer der Bildkreis umso empfindlicher werden die modernen auf Sensoren optimierten Objektive va. Zooms. Ein Zoom kann schonmal wg. den für das Zoomen bewegten Linsen und Linsengruppen keine ordentliche Packungsdichte erreichen. Dh. "die Luft" zwischen einer Glasoberfläche bis zu nächsten können sehr groß sein. Zooms bei Kompaktkameras mit kleinem Sensor können sehenswert kompakt gepackt werden. Entsprechend unempfindlich gegen Streu- und Gegenlicht sind diese Systeme.

Man erkennt es an den neu gerechneten Festbrennweiten für Leica M. Aufgrund der Telezentrie wäre das Objektiv stark verzeichnend. Um hinsichtlich Streu- und Gegenlicht nicht arg zu empfindlich zu sein fällt die Verzeichnungskorrektur geringer als früher aus.
Wie das bei hochkorrigierten Objektiven mit wesentlich kleinerem Bildkreis ausgeht zeigen ZUIKO Digital 14-54. Beim 12-60 ist Olympus mit dem Korrekturgrad bei den kürzeren Brennweiten schon sichtbar deutlich weiter zurückgegangen.

Leica wagt sich erstmal an die Systeme und Kameras mit Festbrennweiten heran und achtet dabei darauf, dass zB. die Leica X1 der ehem. mit Minolta zusammen entwickelte APS-Kamera in nichts nachsteht was Streu- und Gegenlicht-Robustheit anbelangt. Was die System-Auflösung anbelangt geht die Leica X1 sogar weiter als jedes bisherige Analoge Kompakte von Leica.
Bei Leica X werden es wohl anfangs va. Festbrennweiten sein die angeboten werden. Spannend wird das Thema Leica X-Zooms. Hier ist zu erwarten, dass Leica alle Trümpfe ausspielt und den Wettbewerb recht blaß aussehen läßt. Während ausgediente Leica-Kameras gut für eine Glasvitrine sind werden ausgediente D-SLRs des Wettbewerbes in den Keller wandern oder in die Bucht (eBay) geworfen werden.
Exakt das ist das was Leica ausmacht. Es gibt viele Dinge die eine Leica eben klar und deutlich besser beherrscht.
Lichtstarke Festbrennweiten die extrem Gegenlicht-robust sind. Lichtstark gab es bisher nur von Leica. Zeiss bot meist ebenso Gegenlicht-robust aber alles andere als lichtstark an.
An das Extreme ging bisher nur Leica.
Und die Leica X1 zeigt tatsächlich Leica-Tugenden.
1) Lichtstarkes Objektiv
2) Gegenlicht-robust
3) Kompakte Kamera (die sicherlich auch robust ist).

Wer kein AF-Futzi ist und noch wie die Fotografen früher fokusieren beherrscht arbeitet mit Leica M9 und hat im Urlaub und sonst seine Leica X1 dabei.
Die Lücke zwischen Leica X1 und Leica S2 ist mangels Supertele bei Leica M9 tatsächlich gigantisch.
Leica X mit Wechselobjektiv-Bajonett und Zooms bis in den Supertelebereich hinein wird kommen.
Man kann davon ausgehen, dass Leica auf die klassisch hohe Verzeichnungskorrektur bei den kurzen Brennweiten verzichtet, dh. schwächer korrigiert als bisher aber hinsichtlich Streu- und Gegenlicht-Robustheit Maßtstäbe setzen wird.

Eine Leica bot stets die lichtstärksten und gegenlicht-robusteten Objektive für Film an und exakt das war bisher die Schwäche von auf Sensoren optimierten Objektiven va. Zooms beim Wettbewerb bzw. den Pionieren.
Ein Grund warum man nur zögerlich die Objektive im Vergleich zu Olympus und Panasonic auf die Sensoren optimierte war klar die zunehmende Streu- und Gegenlicht-Empfindlichkeit soweit man ähnlich hochgradig korrigiert wie Olympus und Panasonic.
Man erkennt am ZUIKO Digital 14-54, welches bei den kurzen Brennweiten sehr gut bis hervorragend korrigiert ist, dass der FT-Sensor für hochgradig korrigierte Zooms eigentlich bereits zu groß ist. Was bedeutet das dann für APS-C und va. KB-VF?

Man muß das Kamera-System ganzheitlich betrachten und das hat wohl nur Leica bzw. Leica hat die Problematik berücksichtigt und nicht einfach ein Digitalkamera-System über den Zaun geworfen in der Hoffnung, dass der Nutzer die deutlich zugenommene Empfindlichkeit gegen Streulicht und Gegenlicht einfach frißt.

Seitens Nikon und Canon sollten Hybrid-Kamera-Systeme mit 17mm-Sensor im Anrollen sein. Das ist noch kleiner als FT (ca. 22mm Bildkreis) und dürfte hinsichtlich Streulicht- und Gegenlicht-Robusten Designs von Zooms im Vergleich zur erreichbaren Bildqualität in einem Sweetspot sitzen.
Die Leica X1 ist so betrachtet Ihrer Zeit voraus. Dem Nutzer ist wichtig wie kompakt die Kamera im OFF-Zustand ist. Durch feinwerktechnischen Aufwand beim Objektiv macht sich die Leica X1 ähnlich kompakt wie eine Nikon oder Canon Hybrid-Kamera mit Pancake.

Das einzig schlüssige macht Leica. Den FT-Adopters kann man zumindest zugute sprechen, dass die Bildschärfe bis zum Bildrand schlichtweg mehr als nur überzeugend ist.
Die Kitlens Zooms für APS-C sind bis dato bei den kurzen Brennweiten im WW-Bereich eine Zumutung. Da fotografiert man doch besser mit einer Ricoh mit ordentlich korrigierten Zoom. Zudem mit einer deutlich kompakteren Kamera.
Aus meiner Sicht bremst sich Canon bei der S90 und G11 sogar aus. Va. bei der S90 wird klar, dass die Bildqualität einer Kompakt-Kamera mit einem hervorragenden CCD-Sensor im Kleinformat den Einsteiger-D-SLRs in nichts nachsteht bis auf die HighISO-Performance. Um die geht es aber den wenigsten Käufern und die HighISO-Performance einer S90 reicht definitiv wg. dem lichtstarken Zoom aus.
Es gibt eben keine Kompakten Kameras im Stile der Canon S90 mit Gummi-Zooms ala Sigma/Tamron 10...15-fach Zoom. Exakt das wird am häufigsten gekauft in der Hoffnung, dass man eine Zoomstarke Kamera mit der Bildqualität einer D-SLR nutzen kann.
Welcher Nutzer eines Gummi-Zooms stellt schon gezielt frei?
Das einzige Argument für eine klassische D-SLR ist der heute noch gegenüber Kontrast-AF via Bildsensor schnellere AF über separaten AF-Sensor was Einsteiger-Modelle anbelangt.

Der Vergleich einer Canon S90 und einer Canon Hybrid-Kamera mit 17mm-Sensor wird deutlich machen was für ein Non-Sense es sein wird 17mm-Systeme anzubieten. Das Zoom für ein 17mm-System wird gegenüber dem Zoom einer S90 deutlich größer sein um ähnlich lichtstark zu sein. Dh. man wird weniger lichtstarke Zooms anbieten um kompakt zu bleiben. Aufgrund der geringeren Lichtstärke wird man mit dem lichtstarken Zoom der S90 ähnlich gut freistellen können wie mit dem Zoom eines 17mm-Systemes.

Leica macht mit der X1 das einzig vernünftige aber eben aufgrund der hohen Ansprüche bedingt durch den großen Sensor mit entsprechendem Preisettiket.

Nach und nach wird man erkennen, dass Leica seinen Weltruhm verdient hat und definitiv auch im Digitalzeitalter auf- und ausbauen wird.

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