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Der Mensch, das Augenwesen, braucht das Bild!
Am 26.5.
- 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin
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Gast schrieb: Irgendwann
Irgendwann wird keiner mehr nach analogen Ausbelichtungen anfragen wenn selbst das Großformat mit digi-Rückteilen um 5.000 Euro bestückt werden kann.
Selbst GF wird heute überwiegend gescannt und anschließend digital weiter bearbeitet. Klassische Vergrößerungen macht man heutzutage doch nur noch, weil es Spaß macht oder weil man ein Unikat will.
Für die paar Nostalgiker die es dann noch gibt Chemie und Technik zu produzieren übernimmt dann eine Hinterhofklitsche zu exorbitanten Preisen, die dann auch den fanatischsten Analogikern irgendwann to much werden bis sich nichtmal mehr eine Kleinstserien-Manufaktur lohnt (siehe Rollei).
Foto-Chemie ist ziemlich simpel und zur Not auch selbst herstellbar. Problematisch ist eher, die Rohstoffe in guter und vor allem gleichbleibender Qualität zu bekommen und diverse Umweltschutzbestimmungen.
Beim Papier sehe ich die Lage kritischer. Hier könnten Ausbelichtung + chemische Entwicklung in nicht zu ferner Zukunft tatsächlich komplett durch Drucktechniken ersetzt werden. Schwarzweißpapier wird vielleicht weiterhin geben, weil auch hier Manufakturherstellung praktikabel erscheint.
Filmscanner dasselbe in grün,
Klassische Zeilenscanner werden durch System ersetzt werden, bei denen die Filmvorlagen "abfotografiert" werden. Zur Not selbst konstruiert. Ich sehe hier jetzt nicht das Problem.
Einrichtungen, die professionelle Lösungen brauchen (Archive, Museen), werden auch Anbieter finden, die Spezialhardware in geringen Stückzahlen herstellen. Da wird gern auch etwas mehr ausgegeben.
auch die Herstellung von Ersatzlampen für Diaprojektoren benötigt eine bestimmte Nachfrage und schwupps sind Negative und Dias in 50 Jahren ebenso unbrauchbar geworden wie heutige Dateien.
Auch hier sollte man den Basteltrieb und Erfindungsreichtum der Menschen nicht unterschätzen. LEDs werden in Zukunft ein guter Ersatz sein und sich aufgrund der geringen Größe und Wärmeentwicklung auch in alten Geräten einsetzen lassen.
Wird hingegen die allerletze Produktion von Fotochemie eingestellt, geht es nicht ganz so bequem, 127.000 Negative zu digitalisieren (falls es dann überhaupt noch Win18-256bit-Treiber für irgendeinen uralten Diascanner gibt?).
Solange es funktionierende Digitalkameras gibt, wird man auch Filme digitalisieren können.