Wie viele Fotoabzüge sieht man, die nur Fotografien sind. Wie wenige sind ein Bild! Erst wenn der Betrachter vergisst, dass er eine Fotografie vor sich hat, dann erst ist mehr da.

— Walter Hege

Am 26.5.

  • 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin

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Wobei es Foveon X3...

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 25. Oktober 2009 - 13:48

...gerne die Blautöne verhagelt.

Der Ladungstopf/-speicher für die Blautöne ist der kleinste und bietet damit die schwächsten Signale und was das Rauschen anbelangt den geringsten Störabstand.
Ergebnis:
- helle Pastelltöne fangen gerne das stinken an, außer Fujifilm's Konverter-Software für Sigma wird optimiert, s. zB. SD14.
- In der Nacht/Abend bei hohen ISO oder bei Langzeitaufnahmen bei niedriger ISO in der Nacht/Abend zeigt Foveon X3 immer noch seine Kinderkrankheiten.

Resümee:
- Foveon X3 CMOS mag ein guter Weg sein hat aber immer noch seine Schwierigkeiten mit einigen Motiven und Kameraeinstellungen.
- Backlit-CMOS sammelt noch mehr Störrausch-Ladung ein als ein von vorne belichteter CMOS-Sensor mit vergrabenen Photo-Detektoren.
- Organic-CMOS (genauso wie Foveon X3 ein Direktsensor) ist noch nicht weit genug von Fujifilm entwickelt worden, dass der Sensor den Einzug in die Fotografie gefunden hat. Klarer Hoffnungsträger.
- FFT CCD wie in der Leica S2 eingesetzt ist aktuell der beste Kompromis. Hochauflösende CMOS-Kameras rauschen zwar wenig, haben aktuell aber alle einen LowPass-Filter und verwaschen die Details bei hohen ISO. Die Leica S2 rauscht zwar aber zeigt immer noch die Details. Der Aufwand einen FFT CCD zu entrauschen so wie es bei CMOS bereits direkt auf dem Sensor in erster Stufe erfolgt ist sehr, sehr rechenaufwendig. Foveon X3 ist auch nicht gerade einfach "in der Kamera" zu entrauschen. Bei FFT CCD und Foveon X3 empfiehlt sich damit die Nutzung von RAW und Konvertierung incl. Entrauschung am PC. Der Auflösungs-Nachteil hinsichtlich der Pixelmenge bei Foveon X3 schränkt die Möglichkeiten ein während die Kombination von hoher nomineller Auflösung des Leica S2-Sensors zusammen mit fehlendem LowPass-Filter und hoher Detailsbewahrung bei hoher ISO die Anhänger der Rauch-Fraktion noch überraschen wird.

Würde man eine Aufnahme einer Leica S2 auf die Auflösung (sichtbare Auflösung und nicht mit Siemens-Stern meßbare oder eben von 37MPx einfach auf 24MPx heruntergerechnet. Eine Leica S2 lößt einfach wesentlich höher auf würde man diese auf 24MPx herunterrechnen) einer Nikon D3X herunterrechnen und dabei entrauschen ergäben sich kaum sichtbare Unterschiede. Die Leica S2 hätte sogar mehr Details im Angebot. IdR. va. in Schattenbereichen zeigt ein FFT CCD klar die satteren und exakteren Farben.

Der verlinkte Artikel hier: http://www.photoscala.de/Artikel/Leica-S2-%E2%80%9Ein-echt%E2%80%9C#comm...

bringt es auf den Punkt. Die 100%-Lupen-Ausschnitte bei den hochauflösenden Mittelformat-Systemen incl. Leica S2 zeigen eine wesentlich stärkere Vergrößerung und selbst, wenn das Rauschen auf das gesamte Motiv bezogen identisch wäre würde man es bei den hochauflösenden Mittformat-System bei der Lupen-Betrachtung deutlicher sehen. Auf ein identisches Ausgabeformat präsentiert kehrt sich das Betrachtungserlebnis um das System mit der höheren Auflösung und deutlicher erkennbaren Rauschen bei 100%-Lupen-Betrachtung auf einem Monitor sieht "ruhiger" aus.
Noch hinzu kommt, dass CMOS-Kameras zwar entrauschen aber dabei Details wegbügeln. Exakt dieses wegbügeln hat eben als Effekt, dass man das Wegbügeln bei Prints wesentlich deutlicher sieht als das Glatt- und Schönlecken in Sinne des Entrauschens. Aufnahmen aus CMOS-Kameras sehen auf Computer-Monitoren oft "schön" aus und beim Print dann fade und langweilig.
Daß das Mehrstufige entrauschen auch auf RAW bei CMOS-Kameras wirkt ist klar, denn ansonsten könnte die JPEG-Engine in der Kamera nicht so locker mit Ihren eigenen Methoden rendern und entrauschen. Egal ob RAW oder JPEG aus einer CMOS-Kamera. Das Material läßt sich bei WEITEM schlechter intensiv bearbeiten wie aus einer FFT CCD-Kamera.
Gerademal die 1Ds Mk II mit Ihrer sehr zurückhaltenden Aufbereitung des RAW- wie JPEG-Materials geht in die Richtung der Bildmaterial-Qualität aus einer FFT CCD-Kamera.
Betrachtet man die HighISO-Performance der 1Ds Mk II würde die Leica S2 mit herunterskalierten Bildmaterial die 1Ds Mk II "locker einsacken".

Es muß alle passen und nicht nur die HighISO-Performance.

Canon und Nikon ist nicht weit gekommen. Leica hingegen führt nunmehr mit 2 Kameras den Wettbewerb klar an und die kleine Leica X1 dürfte in der Wahrnehmung sich zu einer der besten APS-C-Kameras entwickeln.

Will man mit 100k ISO fotografieren muß man sich einen riesen Prügel um den Hals hängen. Auch das wird Leica dank kompakterer Gehäuse und kompakterer Syteme wesentlich besser lösen. Die Leica X1 ist ja bereits die erste CMOS-Kamera von Leica und so gut wie das Geschäft seit September bei Leica läuft so schnell kann auch "Die Reportage-Kamera" von Leica kommen.
Die im Juli/August 2009 eingestampfte digital R-Kamera wird wohl mit CMOS ein baldiges Revival erfahren.

Die Nikon- und Canon-Modelle kann man auch in China entwickeln und fertigen. Die Leica-Modelle wie Leica M9 und Leica S2 nicht und bei der digitalen Leica R wird es wohl auch ein Modell geben das viele haben wollen und nur in Kombination von Leica Portugal und Leica Deutschland entwickelt und gefertigt werden kann.

ZEISS hat in gewisser Weise den Fehler gemacht sich von japanischen Kooperations-Partnern in diesen Strudel ziehen zu lassen und auch wenn die Gläser grandios sind und die Berechnungen von ZEISS Perfektion pur sein können es ist zuwenig daran gearbeitet worden was die Digitaltechnik fördert. Das ist die Miniaturisierung der Systeme.
Durch die Anforderungen der Sensoren an die Objektive sind diese zwar gewachsen aber die Gehäuse können kompakter gemacht werden.
Leica hat weiterhin in Deutschland für Fertigung in Portugal und Deutschland entwickelt. Man hat die Eigenschaften, welche Leica M schon immer ausgemacht haben nunmehr in alle wesentlichen Formate mit übertragen. Man deckt wohl auch mit Absicht nicht nur KB-VF, APS-H und APS-C ab sondern auch mit Gehäusen und Objektiven oder nur Objektiven den Bereich FT und mFT. Mögen das auch alles Entwicklungen von Panasonic sein. Alles was ein Leica-Label trägt wird/wurde von Leica überprüft.
Auch die Optik einer LUMIX DMC-LX3 bzw. D-Lux 4 wird von Leica hinsichtlich der von Panasonic offengelegten Objektiv-Rechnung überprüft.

Betrachtet man das was alles das Leica-Label trägt hat Leica eine sehr attraktive Produkt-Palette. Nikon, Canon, Sony und Pentax haben immer wieder die Problematik zu stemmen auch bei den Super-Zoom-Kameras mit Winzig-Sensor mitmachen zu müssen.
Hier schädigt man die Marke genauso wie mit dem Pixelwahn bei Kompakt-Kameras.

Sicherlich war auch ein Veto seitens Leica vorhanden als es darum ging die D-Lux 4 bzw. DMC-LX3 zu entwickeln. Das Objektiv war Leica wohl nur für 10MPx gut genug. Canon reagierte sofort auf diese wichtigen Fortschritt und korrigierte sein G-Modell auf ebenfalls 10MPx.

Leica setzt Maßtstäbe egal wie groß der Sensor ist.

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