Den Rest meines Lebens werde ich darüber nachdenken, was Licht ist!

— Albert Einstein

Am 26.5.

  • 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin

BENUTZERANMELDUNG

CCD und CMOS

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 24. Oktober 2009 - 13:20

bzw. ein Sensor bei dem noch die gespeicherte Bildinformation als Ladungsportionen abtransportiert werden (CCD) und einem Active Pixel Sensor (zB. als CMOS. NMOS bzw. LiveMOS geht aber auch) bei dem die Ladung direkt am Pixel in Spannungswerte umgewandelt werden sind eben zweierlei Schuhe.
Beim CCD kommt das Rauschen va. beim Auslesen der Ladung hinzu und beim CMOS bleibt das stochastische Rauschen bedingt durch die millionen einzelnen Verstärkerleins, welche in sich Toleranzen beim Verstärkungswert haben.
Beim CCD kommt man auch aufgrund des saubereren Halbleiters (der CCD hat definitiv weniger Rauschen durch vagabundierende Störladungen als CMOS!!!) ohne Entrauschungs-Tricks aus und CMOS für D-SLR werden bereits auf dem Sensor ab niedrigster ISO entrauscht.

Beim CCD kommt noch der erhöhte Energie-Aufwand für den Ladungsabtransport dazu was durch erhöhte Leistungsaufnahme zu thermischen Rauschen führt. Der Sensor der Leica S2 dürfte bereits in einem Format-Bereich sein bei dem der Sensor durchaus "recht warm" wird. CMOS bzw. Active Pixel Sensoren sind da genügsamer.

Betrachten wir doch einfach mal das Verhalten von CCD und CMOS bei Langzeitaufnahmen. Es wird nur 1x ausgelesen und das Auslesen erfolgt so langsam oder so schnell wie bei kürzeren Belichtungszeiten.
Der CCD hat hier Vorteile, weil der CMOS mit zunehmender Belichtungszeit die Ladungsspeicher mit Störladungen vollgestopft bekommt. Da hilft nur noch das 2-te maskierte Pixel, welches ebenfalls Störladungen sammelt und diese Spannung rechnet man dann gegen die des belichteten Photo-Detektors gegen. Herauskommt beim CMOS Nutzinformation + Fehler. Weil der Fehler eben die Farbinformation betrifft sehen Aufnahmen aus CMOS va. Langzeitaufnahmen sehr synthetisch aus.
Mit einem CCD va. FFT CCD wäre Ihnen das nicht passiert!

Der Sensor rauscht, weil es eine Sensor von Kodak ist stimmt garnicht. Es ist ein FFT CCD und völlig nackt von irgendwelchen Entrauschungs-Tricks. Er ist nicht besser oder schlechter als ein FFT CCD von DALSA-Eindhoven (ehem. Philips Eindhoven).

Die hohen Ansprüche in der Modefotografie können bei bestimmten Kunden nur durch FFT CCD-Systeme erfüllt werden.

Der Vorteil des CCD bzw. FFT CCD ist er wird immer besser was HighISO anbelangt, während der CMOS va. für HighISO gut ist aber hinsichtlich Farbtreue, erzeugtes Bildmaterial klar seine Grenze hat und auch bereits erreicht hat.

Ich kenne Innenaufnahmen von einem Event, welcher mit den sog. Available-Light-tauglichen Kameras von Nikon und Canon gemacht wurde. Aber eben bei offener Blende und dementsprechend im Schärfeeindruck so als wäre es eine Kompaktkamera für 100,- Euro gewesen.
Bei einer Leica S2 und va. einer Leica M9 hätte man dank offenblendentauglichem Objektiv und entsprechender Lichtstärke wesentlich besseres Bildmaterial erhalten.
Heute versuchen die Fans der HighISO-Kameras einem die Lichtstärke der Objektive nicht für Available Light sondern "Freistellmöglichkeit" zu verkaufen. Weil ja sooo ein riesiger Unterschied im Bokeh zwischen f1.2, 1.4, 1.8 und 2.0 ist.

Ein Kamera-System bei dem ich die lichtstärksten Objektive nicht mehr für die Reportage-Fotografie bei offener Blende einsetzen kann taugt nichts. Da rettet auch die High-ISO-Performance nicht mehr darüber hinweg.

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