Fotografie ist Wahrheit. Und Kino ist Wahrheit 24mal pro Sekunde.

— Jean-Luc Godard

Am 26.5.

  • 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin

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Eingetragen von
Gast
am Freitag, 23. Oktober 2009 - 21:42

...geht das mit dem Giralgeld mit dem in diesen Fällen bezahlt wird auch nicht.

Es mag sein, dass sich japanische Firmen von Chinesischen Auftraggebern in Dollar bezahlen lassen ABER was bedeutet das für den Japaner?

Die japan. Firma hat im April 2009 einen Auftrag in Höhe von 1 Mio. US-Dollar erhalten. Dumm sind Sie ja nicht die Japaner und haben sich gegen Währungs-Schwankungen abgesichert.

http://www.ariva.de/quote/profile.m?secu=4648

Vom Manager bis zum Arbeiter bei dieser Firma wird jedoch in Yen das Gehalt ausgezahlt und nicht in Dollar. Desweiteren hat man Wertschöpfung betrieben indem man aus australischem Stahl (BHP Billiton, Rio Tinto, ...) etwas hochwertiges geschaffen hat.
Anstatt, dass die Japaner mit Ihrem Gehalt und der positivsten Perspektive im gesamten Pazifik-Raum in japanische Güter zu 100% investieren bestellt man eben bei Leica seine heiß ersehnte Ware. Man hat sogar Glück im Unglück, denn man wollte eigentlich schon 2008 in eine Leica investieren. Der eine Japaner glaubte nicht an die Leica S2 und ist jetzt ganz heiß darauf und spart bestellt noch ein zusätzlich dazu, während der andere Japaner, welcher der Leica M9-Käufertyp ist sich überlegt was dank KB-VF im UWW- und WW-Bereich mit Digital Leica M möglich ist.

Man muß tatsächlich das Konsum-Verhalten der Japaner und das Aktien-Investment weltweit beachten. Europa wurde vor der Krise und in der Krise von Investoren zunehmend verlassen und jetzt sieht alles danach aus, dass die europ. Börsen überdurchschn. Renditen bringen werden und insbesondere Firmen mit hochwertigen, einzigartigen Produkte, welcher weniger Luxus sondern für einzigartige Werte und Inhalte stehen die Gewinner sind.

Villeroy&Boch genauso wie Leica von Verlusten getroffen. Man hat eine Kampfkasse, jedoch im Gegensatz zu Villeroy&Boch hat Leica erstmal keine Arbeitsplätze abgebaut und Standorte aufgelöst.
Man unterschätzt die Krisen-Beständigkeit von Leica völlig.
Villeroy&Boch und Leica sind beides sog. Turnaround-Kandidaten und das nicht nur an der Börse.
Einfachstes Beispiel:
Kloschüssel-Produkte ist das was in China nun gefertigt wird und einst ua. auch bei Villeroy&Boch gefertigt wurde. Die Billiglöhne in China dampfen nicht nur Villeroy&Boch sowie Leica die Produkt-Palette bei sog. "Kloschüssel-Produkten" ein.
Dann kommt Fraunhofer daher und bietet Villeroy&Boch aus Industrie-Schlacke mit metallkeramischen Eigenschaften "HighTech-Kloschüsseln" herzustellen. Völlig neue Funktions-Integrationen möglich, neue Formgebung möglich und va. leichter, preiswerter und trotz höheren Löhnen würde man die chinesischen Wettbewerber von heute auf morgen an die Wand spielen. Das einzige. Man muß in neue Öfen investieren und neue Werkzeuge. Werkzeugmacher gibt es hierfür erstmal nur in Deutschland/Europa und China müßte mal wieder auf Know-How-Einkaufs-Tour gehen.

Leica hat diesen HighTech-Vorsprung in Miniaturisierung gesteckt.
Leica S2 die kompakteste Digital Mittelformat-Kamera. Body kompakter als eine Nikon D700.
Leica M9 das weltweit kompakteste KB-VF-System mit Wechselobjektiv-Bajonett überhaupt.

Gerade die Leica M-Modelle können nur in Portugal von den dortigen Fachkräften in dieser Qualität und damit natürlich auch Kosten (anstatt Maschinenaufwand eben geschickte Hände und intelligente Köpfe und eine ordentliche Portion Begabung, welche sich Leica seit Jahrezehnten sichert) gefertig werden. Das ist noch besser als Know-How dank Fraunhofer oder sonstwem der gerne forscht.

Leica kann auf seine portugiesischen Mitarbeiter wie deutschen und weltweiten Mitarbeiter stolz sein und umgekehrt die Mitarbeiter auf diejenigen, welche den Laden/die Firma zusammenhalten und va. auf eines stolz sein. Tagtäglich zu erkennen, dass die Qualität bei Leica verbessert wird und eine Leica nicht nur mit der modernen Technik Schritt hält sondern wenn es um die Kern-Aspekte eines Fotoapparates geht den Wettbewerb sogar von Leica M8 auf Leica M9 überholt hat und mit der Leica S2 sich erstmal ein neues legendäres Modell geschaffen hat.

Leica M9 verbindet traditionelle Werte und Eigenschaften der Leica M-Modelle mit der Digitaltechnik. Die Leica S2 gibt einen Einblick in die Zukunft der Kameras mit großen Sensoren. Hier paßt die optische Schnittstelle, weil das System wie bei FourThirds um den Sensor herum NEU aufgebaut wurde.

Die Japaner kontern mit HighISO auf einem Niveau wo kaum noch jemand mitgehen wird. Solche Sensoren können samt der Kamera auch in China gefertigt und sogar entwickelt werden.
Für eine Leica M9 oder Leica S2 fehlt sogar bei Nikon wie Canon das Know-How wie die Fachkräfte für den Zusammenbau.
Die Japanische Industrie hat sich zu sehr auf ZEISS Ikon (Nikon) und Leitz-Optiken konzentriert, anfangs Kameras nachgebaut und dann sogar merkwürdigerweise gerade bei der Feinwerktechnik für die Gehäuse den Anschluss verpaßt.
Man war ähnlich wie die Amerikaner zu sehr auf die Produktivität und den Preiskampf konzentriert. Produktivität und Preiskampf kann man eigentlich mit recht einfachen Mittel bekämpfen bzw. bestehen. Es ist und bleibt stehts die Feinwerktechnik und der Vorsprung durch Innovationen. In der Schweiz sind es die Uhren und allen voran SMH mit Marken wie Swatch.
Es gab einmal einen Swatch-Boom oder Boom der Schweizer Uhren.

Dank des Interesses an der Fotografie durch die Digitaltechnik wird es zu einem Leica-Boom kommen.

Die Panasonic DMC-GF1 und die Olympus EP-1 zeigen eigentlich ganz klar wohin die Reise geht.

Leica war bei diesem Typus an Kamera über Jahre beständig und hält aktuell die Königin dieser Klasse im Angebot. Wer weniger Geld ausgeben möchte und auf D-SLR-like besteht greift eben zu den mFT-Modellen.
Ich kenne mehr als nur 1 Profi-Fotografen der ein Panasonic DMC-GF1 bzw. Olmypus EP-1-(Komplett)-Set bestellt hat und zwar vor dem 09.09.2009.
Als die Leica M9 vorgestellt wurde sah ich nur blasse Gesichter. Die haben Kohle aber die sind auch verheiratet somit kommt ein Leica M9-Set die nächsten 10 Jahre nicht ins Haus.

Japaner sind das wesentlich ruhiger und va. wissen definitiv wirklich was Sie wollen.

Die Reaktion der japanischen Konsumenten auf die Leica-Modelle sind nur ein Vorbote eines Tzunamis. Zumindest für Leica-Dimensionen.

Leica MUSS UNBEDINGT auf Qualität achten und deshalb ist es wirklich das einzig vernünftige sich jetzt auf die Leica M9 zu konzentrieren und dann die weiteren Produktions-Chargen in einer erweiterten Manufaktur nach ausgiebigen Qualitäts-Tests zu produzieren. Die haben SPÄTER keine Zeit mehr dafür. Leica wird aktuell überrannt!!!

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