Viele Fotografen glauben, sie fotografieren Natur, wenn sie sie lediglich karikieren.

— Ralph Waldo Emerson

Am 26.5.

  • 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin

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Die Faust schrieb

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 03. September 2009 - 18:24

In analogen Zeiten gab es auch schon superteure Kameras mit dementsprechend mehr oder weniger guten Leistungen. Beispiele: Nikon F2 Titan, die Deckkappen der Kamera sind extrem belastbar und widerstandsfähig: 5.140 DM, dann die F2 HighSpeed, 1978 die schnellste motorangetriebene Serien-Spiegelreflex der Welt mit 9,5 Belichtungen pro Sekunde, daher feststehender Kameraspiegel: kostete 5.934 DM, dann die Leicaflex SL-2 Mot mit einem relativ langsamen Motorwinder: 3.672 DM, die Leica M5 mit einem Gehäusepreis von 1496 DM, weiterhin die Topcon Super DM mit Motor, eine der ersten Kameras, die mit Motorantrieb komplett ausgeliefert wurden: 1578 DM, außerdem im Rollfilmbereich die Hasselblad 500 EL-M (Motorgehäuse ohne Kassette): 1865 DM und Zenza Bronica EC-TL mit Kassette und Lichtmess-Sucher: 2.735 DM. Asahi Pentax lieferte auch Motorversionen der Spotmatic und ES für ca. 1.500 DM, Minolta baute die spezielle XM-Motor, ca. 3.300 DM. Preisangaben: Hansa-Foto Köln Preisliste 1975, Foto Pröhl Berlin Preisliste 1974, Peter Braczko, Nikon-Handbuch und Nikon-Preisführer sowie die Leica-Preisliste 1975.

Die Faust schrieb:

Was mich nur wirklich nachdenklich macht: 6.000 Euro.

Wir glauben jetzt mal, es wird eine M9 sein, wie auch immer die technisch bestückt ist, aber: 6.000 Euro? Das waren mal knappe 12.000 DM. Preisentwicklungen mal vollkommen außer Acht gelassen.

Caniko und Co sind mit ihrern Plastescheissteilen auch nicht besser, finde ich. Verstehe einfach nicht, wieso beim Verbasteln dieser ganzen billigen Elektronikteile solche Kosten entstehen. Gläser sind was vollkommen anderes, wenn die auch beim Vergleich Film/Chip mit anderen Problemen zu kämpfen haben und digital noch genauer gerechnet sein müssen. Und eine mechanische Leica M "irgendwas", mundgeklöppelt aus Solms, hat sicherlich auch ihren berechtigten Preis. oder eine mechanische Hasselblad - obwohl die wahrscheinlich noch einfacher zu bauen ist, als eine mechanische M. Wobei hier ja die ganzen Bauteile ebenfalls Massenware sind.

Egal. Aber elektronisch und digital? Ich glaube wirklich nicht, dass bei diesen Mengen, die an Chips angefertigt werden, egal unter welcher Sorgfalt und den damit verbundenen Kosten (aus Fernost, bruharhar!) solche Preise angesetzt werden müssen. Oder ist das nur einfach diese Nachfrage/Angebot Kiste?

Was hat denn eine Edel-Analoge (Messsucher) in der Prä-Digitalzeit im High-End Bereich gekostet? Weiss das noch jemand? Gabs da Kleinbildbodys für 12.000 DM? Im Netz finde ich nur via Leicaforum Angaben aus der Steinzeit. Was kosteten die Flagschiffe der Schmieden aus Fernost? Ein Hasselbladbody?

Ich weiss das wirklich nicht.

:)

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