Fotografie ist für mich das Festhalten eines Augenblicks, der vorbeigeht und der wahr ist.

— Jacques-Henri Lartigue

Am 26.5.

  • 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin

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Arbeitnehmer sind Teil des Unternehmens

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 01. September 2009 - 07:01
Gast schrieb:
Gast schrieb:

Dass Leica derzeit mehr Geld ausgibt als einnimmt, ist ja nichts Neues. Irgendwie müssen die Entwicklung und Fertigung neuer Produkte ja bezahlt werden. Und während man rote Zahlen schreibt, ist die Expansion schwierig.
Bei den Ferngläsern bin ich nicht so auf dem Laufenden, aber das Fotosortiment ist im Wesentlichen, also von zwei Kompaktkameras und dem Update der M8 zur M8.2 abgesehen, jetzt stolze drei Jahre alt. Zu alt, um davon leben zu können. Dennoch expandiert Leica, beschäftigt so viele Mitarbeiter wie lange nicht mehr.
Das Vertrauen in die eigenen Produkte ist anscheinend so groß, dass die Leica Camera AG - statt mit Kündigungen zu drohen - eine Arbeitsplatzgarantie für die nächsten zwei Jahre anbietet.

Na Toll !
Arbeitsplatzgarantie?
Und wenn dann wieder Gewinne gemacht werden,
bekommen die Mitarbeiter einen feuchten Händedruck,
oder einen Orden?
Ich denke, Sie sind gar nicht auf dem laufenden,
denn Leica ist nur noch ein sterbender Schwan !
h.

Die Alternative ist, dass die Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren und von Leica gar nichts mehr bekommen. Eigentlich ist es ganz einfach, wenn ein Unternehmen Produkte hat und dafür Käufer findet, die bereit sind einen Preis zu zahlen, der die Kosten deckt und evtl. noch eine Eigenkapitalrendite beinhaltet, gibt es eine Zukunft. Wenn nicht dann nicht! Arbeitnehmer sind Teil des Unternehmens und tragen bis zu einem gewissen Grad das unternehmerische Risiko mit. Allerdings in deutlich geringerem Umfang als, im Falle von Leica, Herr Kaufmann. Der verliert nämlich bei einer Insolvenz nicht nur sein monatliches Einkommen (soweit er denn von Leica ein solches bezieht), er verliert auch sein eingesetztes Kapital oder zumindest einen großen Teil davon. Hätte Herr Kaufmann vor einigen Jahren die eigene Geldbörse nicht ganz weit aufgemacht, gäbe es die Firma heute nicht mehr und die Mitarbeiter hatten ihren Arbeitsplatz schon längst verloren.

Wer als Arbeitnehmer der Meinung ist, dass er anderswo einen sichereren Arbeitsplatz, ein sichereres Einkommen oder Chancen auf einen höheren Verdienst hat, der sollte seinen Arbeitgeber wechseln. Bleiben wollen und jammern ist wenig sinnvoll. Zumal sich bei Leica keiner im Management die Taschen vollstopft. Ich nehme an, viele der Leute, die bis noch vor wenigen Wochen bei Franke & Heidecke (Rollei) gearbeitet haben, hätten gerne einen Job bei Leica.

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