Die Fotografie an sich interessiert mich nicht. Ich will nur einen winzigen Teil der Wirklichkeit einfangen.

— Henri Cartier-Bresson

Am 26.5.

  • 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin

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Eingetragen von
Bernie 2.0
(Liebhaber)
am Donnerstag, 30. Juli 2009 - 19:34

Mir ging es nicht um Fachkameras, sondern um digitales Mittelformat als System aus Objektiven, Gehäuse, evtl. Wechselsucher und einem Rückteil. Das es bei Fachkameras Anforderungen für Mittelformatrückteile gibt und auch weiter geben wird, stelle ich nicht in Abrede.

Dafür braucht es aber keinen Kamerahersteller. Da tut es ein "Rückteil-Hersteller" mit entsprechenden Adaptern an die einschlägigen Fachkamerasysteme vielleicht auch weiter zurück in die Vergangenheit.

Betrachtet man die Bildqualität eines 39 MP-Rückteiles und vergleicht sie mit dem was eine vergleichsweise billige 5D Mk2 zu liefern imstande ist, ist für die meisten Pros und vor allem ihre Kunden, das Mehr an Auflösung und Ausgangsdynamik das Mehr an Investition definitiv nicht wert.

Bei Michael Reichmann (luminous-landscape.com) gibt es einen sehr schönen Vergleich der Powershot G10 mit einer aktuellen Hasselblad. Und er ist ein Verfechter der Phase One-Rückteile und arbeitet professionell mit ihnen.

Ich habe nie behauptet, Zugang zu den Tresoren bei Canon zu haben, aber die Geschichte ging vor einiger Zeit durchs Netz, daß Canon sich mit dem Ausloten der digitalen Fotografie oberhalb seiner aktuellen FF-Modelle beschäftigt. Der Sensor war nur wenig grösser als Vollformat und man kam zu dem Ergebnis, etwas Vergleichbares wie die Leica S2 nicht bringen zu wollen.

An anderer Stelle im Netz finden sich "Gerüchte mit Hintergrund", daß beim Vollformat Auflösungsgrenzen von 50-60 MP gerade auch von Canon im Muster realisiert wurden und als Grenzen des Machbaren angesehen werden, um die "undesirable effects" der Lichtwellen noch beherrschen zu können.

Die Roadmap der DIGIC-Prozessoren geht klar in Richtung der Beherrschung der dabei anfallenden Datenmengen.

Welcher vergleichsweise kleine Hersteller von Mittelformatsystemen kann da entwicklungsmäßig mithalten und einen heute noch vorhandenen Abstand über die nächsten fünf Jahre aufrechterhalten?

Klar gibt es sinnvolle Anwendungsgebiete für digitales MF, nur werden sie nicht grösser und die Zahl der so investitionsbereiten PROs nicht nicht unbedingt zu.

Ich nutze meine alten Mamiyas und Hasselblads weiter und miete mir fallweise ein passendes Rückteil.

Die Investitionssicherheit scheint mir hier nicht auch nur im Ansatz als gegeben.

Im Übrigen fotografiere ich seit 1976 professionell und komme auch in der Krise ausgezeichnet zurecht.

Auch als Lieschen Müller...

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