Der Fotograf soll sich so wenig wie möglich einmischen, sonst geht jener objektive Charme verloren, den die Fotografie ihrer Natur nach besitzt.

— Henri Matisse

Am 26.5.

  • 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin

BENUTZERANMELDUNG

???

Eingetragen von
Gast
am Montag, 06. Juli 2009 - 17:54

"Sinar ist zur Zeit ein zombiotisches Unternehmen in Agonie. Da bedarf es dann schon hoher ärztlicher Kunst, um ins wirkliche Leben zurück zu kehren: z.B. die m in hohen Stückzahlen auf zu legen; die Preise bezalbar und finanzierbar machen; Guerilla-Marketing betreiben." ???

Sinar baut und vertreibt fotografische Apparate und Peripherie für professionelle Fotografen. In dieser Eigenschaft bleiben Produkte und Dienstleistungen von vorneherein auf einem sehr kleinen, begrenztem Stückzahlniveau, auch wenn der Vertrieb weltweit agiert. Dass bei solch minimalen Ansätzen auch auf die Kosten geschaut werden muss, versteht sich, auch wenn die Preise für die Teile selbst eher astronomisch sind. Bei dem Produktportfolio, das Sinar pflegt, schließt sich ein Massenmarkt von vorneherein aus, weil solche Apparate wirklich nur sehr wenige Spezialisten brauchen. Aber die brauchen das eben, z. B. eine optische Bank und die entsprechende Peripherie, samt Digitalanschluss. Und da sind die Sinaries nicht schlecht im Wettbewerb aufgestellt.

Um Kosten zu sparen, kann man den deutschsprachigen Raum sehr wohl von einer Stelle aus in diesem Raum angehen. Dass der Inhaber in DE ansässig ist, spielt dabei keine Rolle. Wenn die Produkte ohnehin weitgehend aus der CH kommen, dann bietet sich das an. Der Vertrieb läuft ohnehin weitgehend über wenige Adressen in Europa und vermutlich auch immer mehr über das Internet, weil Fotografen, die damit umgehen müssen, die Produkteigenschaften über andere Wege kennen oder erfahren. Und ein Massengeschäft wird daraus nie und nimmer. Aber, man könnte darüber nachdenken, ob z. B. für viele Fotografen, die noch einen analogen Body mit Objektiven haben, ein digitales Rückteil, das zu einem vernünftigen Preis zu bekommen ist, nicht sehr viel mehr Marktanteile auslöst, als ein massiv überteuertes Rückteil, das zähneknirschend von nur sehr wenigen gekauft wird. Ich denke, da gibt es noch eine Menge "Enthusiasten", die sich mal ein MF-Equipment zugelegt haben, aber aus privaten Mitteln nicht bereit sind, die viel zu hohen Kosten für so ein Teil hinzulegen. Durch die Erweiterung des Marktes in diese Zielgruppen würden auch die Profis profitieren (wie in so vielen anderen Fällen auch).

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