Bereit sein ist viel, warten zu können ist mehr, doch erst den rechten Augenblick nützen ist alles.

— Arthur Schnitzler

Am 26.5.

  • 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin

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Wackeln, Verschieben

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 22. Mai 2009 - 00:48

Das ist echt anstrengend mit Ihnen. Entweder drücken Sie sich sehr unverständlich aus, oder Sie schreiben zum Teil wirklichen Unsinn. Ein kleines Beispiel:

Gast schrieb:

Bei Mondaufnahmen braucht jemand nur auf den Boden zu stampfen u. ein Alu-Stativ leicht vibrieren schon sieht man die Ergebnisse, welche durch Kipp-Momente u. sogar seitliches Verschieben durch Wackeln des Statives um eine horizontale Achse verursacht werden. Mond ist kein Sears-Tower u. somit kann Sensor-Shift es sogar noch besser wie optische Bildstabilisierung erledigen, weil auch seitliche Verschiebungen soweit detektiert kompensiert werden. Das Objektiv kippt ja nicht um eine vertikale Achse drehend sondern das Stativ wackelt seitlich hin u. her während die Aufnahme gemacht wird. 1mm u. man sieht es auf dem PC-Monitor.

Was genau meinen Sie jetzt, wenn Sie von einem seitlichen Verschieben sprechen? Das gleiche wie ich?
Wenn Sie die Kamera um einen Millimeter zur Seite verschieben (und dabei nicht kippen, das Objektiv zeigt also exakt in die gleiche Richtung), passiert mit ihrem Mondfoto genau .... garnichts. Die optische Achse läuft nach dem Verschieben genau parallel zur optischen Achse vor der Verschiebung. Nur um einen Millimeter versetzt. Sie peilen auf dem Mond also ein Sandkorn an, das einen Millimeter weiter links oder rechts liegt. Auf dem Bild sehen Sie keinen Unterschied. Sie sehen aber einen heftigen Unterschied, wenn sie die Kamera minimal drehen. So gesehen ein sehr gutes Beispiel, um auf den Unterschied zwischen der Drehung und der Verschiebung der Kamera einzugehen. Und warum die Bildstabilisatoren nur die Winkelbewegung (bzw. Winkelbeschleunigung) erfassen (weshalb deren Wirksamkeit im Nahbereich dann nachlässt).
Wir können ja nochmal auf das Beispiel mit dem Gewehrlauf zurückkommen, den man mit einem sehr, sehr extremen Teleobjektiv vergleichen könnte. Verschieben Sie Lauf und Kolben gleichermaßen um einen Millimeter nach links, verschieben Sie also das gesamte Gewehr parallel zur Schussrichtung, so treffen Sie auch nur einen Millimeter weiter links. Für den erwähnten Biathleten machte das bei einer 4,5 bis 11,5 Zentimeter großen Scheibe keinen großen Unterschied. Senken Sie jetzt aber den Lauf um besagten Millimeter, feuern Sie daneben. Keine Ahnung, wie lang jetzt der Lauf einer Biathlonwaffe ist. Gehen wir mal der Einfachheit halber von einem 50-Zentimeter-Lauf aus, dann lässt sich der Dreisatz leichter rechnen. Gehen wir also von einem 50-Zentimeter-Lauf aus, und neigen Sie den vorn um einen Millimeter, dann verfehlen Sie den vorher angepeilten Punkt auf der 50 Meter entfernten Scheibe um stolze zehn Zentimeter.

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