Wenn es nur eine einzige Wahrheit gäbe, könnte man nicht hundert Bilder über dasselbe Thema malen.

— Pablo Picasso

Am 26.5.

  • 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin

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Okay...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 22. Mai 2009 - 00:02

...dann benötigt es Zeichnung + Erläuterung, welche ich jedoch hier nicht liefern kann.
Ich habe nicht gesagt, daß man kippt u. shiftet sondern über das Beispiel darstellen wollen was den Unterschied bei Sensor-Shift u. optischer Bild-Stabilisierung ausmacht. Auch dürfen Sie sich die Verschiebung der Aufnahme-Ebene nicht physikalisch vorstellen.
Das was Sie sonst schreiben klingt so wie das erste Wort eines Physik-Lehrers oder Fachartikels um dann im Falle eines White-Papers alles andere als an das Eingemachte zu gehen.
Sogar Canon selbst so meine ich erklärt zumindest jenseits der White-Papers die Bild-Stabilisierung durch eine Animation bei, welcher die Kamera gekippt wird.
Verschiebe ich Linsengruppen innerhalb eines Objektives vertikal zueinander ist der Effekt nicht ein und dersebe wie zB. einen Sensor zu shiften.
Wie kompensiere ich eine Fehlausrichtung einer gekippten Kamera? Optische Bildstabilisierung wie Sensor-Shift kompensiert die Motiv-Bewegung soweit beide Verfahren nicht außerhalb Ihres Arbeitsbereiches arbeiten müssen. Waren Linien ohne Kipplage vertikal stehend wird die optische Stabiliesierung die Linien nicht stürzen lassen, während der Sensor-Shift nur einen verschobenen Motiv-Ausschnitt mit stürzenden Linien als Kompensations-Ergebnis liefert.
Dieser Sturz ist jedoch beim Wackeln so gering, daß Verwischungen eher sichtbar werden. Der Sichtstrahl trifft mit zunehmender Brennweite u. Objektabstand bei ein u. derselben Kipp-Bewegung immer weiter weg vom Ziel entfernt. Wirklich ganz banale Erkenntnis eines Erst-Klässlers der Biathlon guckt. Wenn das Rohr* der Gewehres kippt oder sogar eine rein vertikale Bewegung macht ohne dabei durch Kippen das Rohr wieder auf das Ziel auszurichten geht der Schuß daneben bzw. man trifft nicht mittig (vertikale Verschiebung oder minimalstes Kippen). Dasselbe passiert beim Fotografieren u. man benötigt bei Weitwinkel eher selten eine Bildstabilisierung wie bei Tele.
Bei Mondaufnahmen braucht jemand nur auf den Boden zu stampfen u. ein Alu-Stativ leicht vibrieren schon sieht man die Ergebnisse, welche durch Kipp-Momente u. sogar seitliches Verschieben durch Wackeln des Statives um eine horizontale Achse verursacht werden. Mond ist kein Sears-Tower u. somit kann Sensor-Shift es sogar noch besser wie optische Bildstabilisierung erledigen, weil auch seitliche Verschiebungen soweit detektiert kompensiert werden. Das Objektiv kippt ja nicht um eine vertikale Achse drehend sondern das Stativ wackelt seitlich hin u. her während die Aufnahme gemacht wird. 1mm u. man sieht es auf dem PC-Monitor.
Es ging im Ursprung der Diskussion nicht um den Tele-/Fern-Bereich sondern um stürzende Linien, denn man fragte sich was man mit einem statischen anstatt schnellen dyamischen Sensor-Shift anfangen könnte. Stabilisieren sicherlich nicht.

Man kann den Ausschnitt verschieben oder etwas was schief steht durch Sensor-Rotation geradestellen.
Würde man so etwas mit einem optischen Bildstabilisator machen so meine Aussage, kann man sogar stürzende Linien kompensieren, während soweit reine Verschiebungen wirken diese garnicht kompensieren kann. Etwas was Sensorshift eben korrigieren würde. Das ganze auf aktive Bildstabilisierung übertragen würde genau das bedeuten was ich bereits geschrieben habe.
Optische Bildstabilisierung ist Tele-/Fern-lastig und Sensor-Shift wirkt überall u. wackelnde Linien kann man bis auf Nah-Bereich vernachlässigen. Hier wird man jedoch optische Bildstabilisierungs-Systeme nicht als Alternative des Wettbewerbes erleben, weil damit die Vetreter der optischen Bild-Stabilisieung sich in einen Bereich wagen den Sie normalerweise lieber meiden um die Schwächen nicht zu zeigen.
Man kann vertikale Bewegunge detektieren u. auch die Lens-Shift korrigieren aber hier kommt es aufgrund einer Sichtstrahl-Korrektur nicht zu ein u. demselben Korrektur-Effekt, den eben der Sensor-Shift exakt liefern könnte.

Abschließend: Falls optische Bildstabilisierung nur Kipp-Momente kompensieren kann u. stürzende Linien stürzend bleiben ist alles bis auf Nikon VR für die Tonne, denn eines kann keines außer Nikon VR. Schwingungen durch Helikopter-Vibrationen kompensieren. Hier bewegt sich das Ganze System u. wird quasi anstatt durchgeschüttelt eben durchvibriert. Der Sensor sitzt dort wo es am meisten vibriert u. zwar im Objektiv anstatt dem Kamera-Gehäuse (Sensor-Shift). Nachdem VR patentiert ist u. scheinbar niemand braucht hat es nur Nikon im Einsatz. Eigentlich schade, oder?!

Nachdem Olympus im E-System bereits mit der E-100RS eine reine optische Bildstabilisierung im Angebot hatte wird Olympus wohl der erste Hersteller mit dem virtuellen Sensor-Hexapode über Sensor-Shift und optische Bildstabilisierung (für den Nahbereich) werden. Ua. auch bzw. va. weil ja Olympus sich immer den größten Unsinn einfallen läßt: Kleinster Sensor, Staubfilter, LiveView, usw..

*) Ich bin mir ziemlich sicher, daß mehr als nur 1 Person sich innerlich Korinthen-Kacker-artig darüber muckiert, daß das kein "Rohr" sondern "Gewehrlauf" ist u. man eher ans Zielfern-Rohr als den Gewehrlauf denkt. Man denkt immer an das was man darin sehen will/muß anstatt der scheinbar konfusen Theorie folgen zu können/wollen. Konfus wirkt es auf die, welche bisher die "Erfindungen" als Wundermittel erklärt bekommen haben u. sich gerne mit Wunderwaffen dekoriert. So wie man sich dekoriert so verhält man sich und schreibt. Wie ein aufgescheuchter Amokläufer im Spiel DOOM. FT/mFT ist der Haupt-Feind.

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