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Zum Fotografieren braucht man Zeit. Wer keine Zeit hat, kann ja knipsen.
Am 26.5.
- 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin
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VELVIA 50 DIA-Farbfilm nehmen statt EKTAR 100 Negativ-Film!
Einige Fehler in der Testdurchführung sind bereits angesprochen worden. Ich möchte zusätzlich auf entscheidende Testfehler beim Vergleich Kodak Ektar 100 vs. 24 MP Digitalkameras hinweisen, da ich selbst entsprechende Vergleiche durchgeführt habe:
1. Der hier verwendete Nikon Coolscan löst ca. 80 Lp/mm auf. Dieser Wert liegt erheblich unterhalb des Auflösungsvermögens des Ektar 100, mit dem ich schon problemlos 100 Lp/mm aufgelöst habe, selbst bei relativ geringen Kontrasten. Hier liegt also in diesem Test nicht ein "analog vs. digital" Test vor, sondern ein Vergleich digitaler Sensoren: Einmal die in den Kameras, einmal der im Scanner. Dieser Kernfehler bei Analog/Digital Vergleichen wird nun schon seit Jahren permanent wiederholt.
Will man das Auflösungsvermögen dieses Films vollständig in digitale Datenformate übertragen, so ist ein Trommelscanner erforderlich.
Mit einem guten Vergrößerungsobjektiv kann man im klassischen Labor übrigens sehr preisgünstig Auflösungswerte von über 160 Lp/mm aufs Fotopapier übertragen. Die rein analoge Verarbeitungskette ist einem wie hier verwendeten 4000 dpi Scanner in der Auflösung deutlich überlegen.
2. Der Ektar 100 ist zwar der derzeit feinkörnigste Farbnegativfilm, aber
a) nicht der feinkörnigste Farbfilm überhaupt (fast alle 100er Diafilme des Marktes sind nochmals feinkörniger)
b) er ist bei weitem nicht der Farbfilm mit der höchsten Auflösung: Bei den Negativfilmen liegen die 100 und 200 ASA Fuji Filme in der Auflösung höher, teilweise sogar bis zu 20%.
Außerdem bilden die Fuji Filme mit einer deutlich besseren Kantenschärfe ab.
Und 100 ASA Diafilme liegen nochmals deutlich besser in der Auflösung als die entsprechenden Farbnegativfilme, bis zu 30 % höhere Auflösungswerte lassen sich mit ihnen erzielen, insbesondere bei den praxisrelevanten geringeren bis mittleren Objektkontrasten. Ferner ist die Kantenschärfe bei diesen Diafilmen signifikant höher als beim Ektar 100.
3. Mit Film habe ich bisher deutlich höhere Auflösungen erzielen können als mit den 24 MP Kameras, bei denen bei ca. 85 Lp/mm die Nyquist Grenze ereicht ist. Bei feineren Details erscheinen nur noch Aliasing Artefakte.
Voraussetzung für die Erschließung des Auflösungspotentials von Film ist eine exzellente Festbrennweite. Zooms, wie hier im Test verwendet, können das Auflösungsvermögen von Film meist nicht vollständig erschließen. Und man darf nicht den Fehler begehen, den Film mit einem 4000 dpi Scanner zu limitieren (wie hier geschehen).
Bei Verwendung einer sehr guten Festbrennweite, bin ich mit Farbnegativfilm auf bis zu 120 Lp/mm gekommen, mit Diafilm auf bis zu 140 Lp/mm, und mit SW-Film auf bis zu 160 Lp/mm bei Standardfilmen. Mit Filmen wie dem Rollei ATP, Spur Orthopan UR und Spur DSX sind mit sehr guten Festbrennweiten auch Auflösungen von mehr als 200 Lp/mm möglich.
Ansobsteb wo mein Vorkommentator Recht hat, hat er Recht.
Selbst ein Fujifilm Velvia 50 mit 160 lp/mm Körnigkeit liefert theoretisch 21 MP Auflösung.
Leider kann dies selbst ein teurer Scanner nicht ganz abscannen. Bzw. dass was dort oft als Korn bei Farbdia-Scans erkannt wird sind vielmehr das Grundrauschen des Scanners etc.
4000dpi sind schön und gut, aber man bedenke die kleine Sensoreinheit, die solche Bilder abscannt. Signal/Rauschabstand etc. sind bei solchen Scannern + Optik die verwendet wird sicherlich alles andere als optimal. Da kann theoretisch womöglich eine 21-24 MP Kamera mit 100mm Macro bessere Bilder liefern als der Scanner...