Man muss sich beeilen, wenn man etwas sehen will, alles verschwindet.

— Paul Cézanne

Am 26.5.

  • 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin

BENUTZERANMELDUNG

Wo ist das Problem?

Eingetragen von
Gast
am Montag, 13. April 2009 - 21:53
Gast schrieb:

Was wurde denn nun verglichen? Die Qualität der Bodies oder der Objektive?

Jeweils die beste Kamera, die die Hersteller im Sortiment haben (das „Flaggschiff“), in Kombination mit dem besten Standardzoom, das die Hersteller dazu anbieten und den passenden Raw-Konvertern.
Natürlich gibt es noch jede Menge Spielraum für jede Menge weitere Tests. Zum Beispiel wären andere Raw-Konverter denkbar, die mehr aus den jeweiligen Kameras herausholten. Natürlich kann man auch Makro-Objektive wählen, wenn man möglichst viele Linienpaare zählen will. Ich finde diese Auswahl - Top-Kamera, passendes 24-70, herstellereigene Software - stimmig.

Gast schrieb:

Wie wäre es denn, für so einen Test nicht immer irgendwelche Zooms zu nehmen, sondern Festbrennweiten: vielleicht ein lichtstarkes 50er oder etwas im Bereich um 85 herum. Diese sollten alle Kamerahersteller gleichermaßen im Griff haben und ein Test somit direkter vergleichbar zu sein.

So? Ein lichtstarkes 50er? Meinen Sie, Canons 18 Jahre altes 1,4/50 hat der Hersteller schon besonders gut auf seine digitalen Vollformatkameras abgestimmt?
Bei den 85ern sieht es ähnlich aus. Nikons 1,4/85er ist ein Dinosaurier, Canon bietet gar kein 1,4/85 an.
Herr Nymann hat einen Prasistest durchgeführt. Warum sollte er einen Praxistest mit Objektiven durchführen, die ihn möglicherweise nicht interessieren und die sich auch sonst deutlich schlechter verkaufen dürften als die 2,8/24-70-Standard-Zooms.

Gast schrieb:

Kameras in dieser Pixelklasse verlangen ja direkt nach Festbrennweiten. Bei Canon und Nikon ließe sich mit einem Adapter EIN Objektiv sogar an BEIDEN Kameras testen - so etwas wäre wirklich aussagekräftig.

Wäre es?
Nikon wirbt mit mit dem Begriff „Total Imaging System“: Will sagen: Objektive, Blitzgeräte, Kameras und Software bilden ein System. Bei Sony und Canon ist es genauso: Sie bieten Kameras und die passenden Objektive an. Warum soll ich nicht diese Systeme testen und den Kameras irgendwelche Fremdobjektive antun, wenn ich nicht ausgerechnet die Manuell-Fokus-Eigenschaften der Kameras testen will? Was nicht heißen soll, dass Fremdobjektive, Altobjektive oder Manuell-Fokus-Objektive nicht interessant wären. Nur sind sie halt nicht Bestandteil dieses Tests. (Zu alten Nikon-Objekiven auf neuen Nikon-Kameras gibt es hier bei Photoscala ja schon einen interessanten Artikel.)

Gast schrieb:

Diesem Durcheinander entspricht auch die letzte, zum Nachdenken gemeinte Anmerkung zum Klavierbild: hier werden x-beliebige Linsen und nicht Kameras verglichen!

Nein. Keine x-beliebigen. Die Dinger heißen nicht ohne Grund „Standard-Zoom“. Ich finde es sinnvoll, mit den Standardobjektiven anzufangen, bevor ich mit den Spezialobjektiven (lichtstarke Festbrennweiten, Makros, Fremdobjektive) weitermache.

Gast schrieb:

Schade, so ein Linsentest wird keiner Kamera gerecht.

Im Gegensatz zu vielen Kollegen erhebt der Tester nicht den Anspruch, ausschließlich die Kamera zu testen (wo dann am Ende irgendeine wunderhübsche unsinnige Kamera-Bestenliste rauskommt). Er testet halt die beschriebenen Kamera-Objektiv-Software-Kombinationen. Nicht mehr und nicht weniger.

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