Ein Maler arbeitet mit Farbe als Medium, ein Fotograf arbeitet mit Licht.

— Carlotta M. Corpron

Am 26.5.

  • 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin

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Aha

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. Februar 2009 - 23:55

hier hängt der Hänger. (Sie benötigen tatsächlich einen der mit Ihnen das nochmals alles durchbüffelt soweit Sie in Zukunft mitreden wollen)

Das Auflagemaß ist im Falle von Digital SLRs eben das minimale Maß bzgl. der Position der Hinterlinsen zum Aufnahme-Medium. Alles Objektiven mit Hinterlinsen-Konstruktionen die ins Bajonett reinragen sind aus dem Objektiv-Programm für D-SLR verbannt worden. Olympus hat im ZUIKO Digital-Bereich genausowenig wie Panasonic/Leica solche Objektive die nur auf Film funktionieren.

Soweit ein Objektiv eine bewegliche Hinterlinsen-Gruppe besitzt, zB. das 4/7-14, kann man zB. bei Ultraweitwinkel-Objektiven die erforderliche Brennweiten-Anpassung über Zuhilfenahmen dieser Objektiv-Konstruktion nutzen. Beim 4/7-14 hängen die Hinterlinse nämlich ganz schön weit vom Auflagemaß entfernt soweit die Endposition beim Zoomen erreicht ist. In das Bajonett reinreichen tun auf digital optimierte Objektive nicht mehr. Der Grund ist, da dann die Konstruktion idR. symmetrisch dh. alles andere als nahezu telezentrisch ist und mit abnehmenden Abstand der Hinterlinsen zum Aufnahme-Medium die Anforderungen an die Telezentrie zunehmen. Einfache geometrische Betrachtung. Je weiter ich die Leinwand von einem Projektor wegstelle umso größer wird das Bild/der Bildkreis. Ist der Strahlenkegel flach, dh. nahezu telezentrisch ist das für einen Sensor paßend aber der abgebildetet Bildkreis nimmt kaum zu bzw. ab. Dh. um eine solche nahezu telezentrische Konstruktion ohne Vignettierung (sehr spontane Vignettierung idR.) hinzubekommen muß man entweder viel Aufwand reinstecken oder einen kleineren Bildkreis wählen.
Hoffe mit dieser Betrachtung ist der Groschen endlich gefallen.

Zurück zum ZUIKO Digital 4/7-14. Die Auflösung eines solchen Objektives nimmt jedoch mit zunehmenden Abstand der Hinterlinsen zum Aufnahme-Medium im Gegensatz zu Objektiven wie bei analog Leica M und auch Nikon F ab anstatt wie bei betreffenden Objektiven mit Linsengruppen die den Abstand zum Aufnahme-Medium verkürzen.

Das Auflagemaß ist und bleibt eine Referenzgröße.
Es geht darum, dass man alle erforderlichen Objektiv-Typen um ein umfangreiches Objektiv-Programm auflegen zu können auf Basis des vorgegeben Auflagemaßes mit angemessener Abbildungsleistung wie mechanisch-konstruktivem wie optischen Aufwand umgesetzt werden können.

Bei µFT sind zB. Brennweiten um nominal 20mm sehr einfach konstruierbar/zu berechnen, während es bei Four Thirds eben Brennnweiten um 38,85mm sind. Ein 50mm auf den Bajonetts der APS-C und KB-VF-Adopters ist schlichtweg ein konstruktives Kinderspiel. Massenfertigung läßt die Preise enorm purzeln.
Wer bitte baut Objektive bei denen sich nicht nur die Fokusierenden Linsengruppen adaptieren lassen sondern die Linsengruppen, welche die Brennweite definieren?!
Wer bitte ist geil auf so einen Aufwand und va. was bringt der Aufwand wenn man das neue Nikon AF-S 14-24 bzgl. Korrekturgrad betrachtet.
Wie gesagt:

Der Bildkreis eines KB-VF oder APS-C-Sensors ist nicht nur bei Nikon F mit einem Auflagemaß von 46,5mm zu groß sondern auch bei anderen Herstellern.

Das Auflagemaß ist eines der wichtigsten bestimmenden Maße neben dem Bajonett-Durchmesser. Das Leica M-Bajonett konnte für Film so knapp bemessen sein, weil der Film keine sonderlichen Anforderungen an die Konstruktion erforderte. Das Bajonett eines alten 1/50 Noctilux ist genauso klein wie das des neuen Leica 1/50 Noctilux. Der konstruktive Aufwand ist bedingt durch die Sensortechnik immens gestiegen. Das durchaus kompakte alte 1/50 Noctilux wirkt gegenüber dem neuen 1/50 Noctilux wie ein Zwerg. Hier hat keine AF-Motoren-Technik den Objektiv-Korpus fett werden lassen sondern die Anforderung an "Nahezu Telezentrisch". Bedingt durch das Auflagemaß bei Leica M von ca. 28mm ist eine 50mm Normalbrennweite für dieses Bajonett ein konstruktiver Klacks währen die Anforderung die der Sensor und va. der große Bildkreis in Anbetracht des kurzen Auflagemaßes von ca. 28mm eine große Herausforderung. Der Bildkreis, welchen die Hinterlinse bereits anbietet, muß nahe am Bildkreis des APS-H-Sensors sein, während es beim Noctilux für Film sogar eine symmetrische Konstruktion mit Hauptstrahlen im ca. 45 Grandwinkel sein hätte können.
Das neue moderen Noctilux könnte mit zunehmenden Abstand der Hinterlinse, welcher durch das Auflagemaß den minimalen Abstand vorgegeben bekommt in einem weniger steilen Winkel die Abbildung leisten.
Pancakes gar schwierig umzusetzen soweit das Auflagemaß kurz ist, denn man kann bei Pancakes die eben flach bauen keine Hinterlinse nach vorne schieben sondern hier gilt idR. mangels Möglichkeit symmetrisch zu bauen, dass die Hinterlinsen sich sehr nahe am Maß des Auflagemaßes orientieren.

Wer nur Wikipedia liest um mitreden zu wollen, dem seih geraten sich einmal so mit der ganzen Materie zu beschäftigen wie jemand der hier sich mit "Gut Klick!" oder so ähnlich verabschiedet hat.

Für diejenigen die nicht erst rum-wikipedianen wollen hier die Daten um welche es geht

Kleinbild-Spiegelreflex:

Praktina Klemmbajonett 50,00 mm
Contax N 48,00 mm
Leica R Bajonett 47,00 mm
Nikon F Bajonett 46,50 mm (Ai, Ai-S)
Olympus OM-Bajonett 46,00 mm
Contarex 46,00 mm
M42x1 Schraubgewinde 45,50 mm (Pentacon, Pentax, Contax S, Praktica, Zeiss ZS)
Praktiflex M40x1 Gewinde 45,50 mm
Pentax K Bajonett 45,50 mm (Ricoh, Chinon, Petri)
Yashica/Contax (C/Y) Bajonett 45,50 mm
Yashica MA Bajonett (230AF etc.) 45,8 mm (indirekt gemessen [1])
Exakta (Kine, Varex, RTL) 44,70 mm
Topcon RE Bajonett 44,70 mm (wie Exakta)
Ikarex BM 44,70 mm
Rollei QBM Bajonett (35 mm) 44,70 mm
Voigtländer 44,70 mm
Minolta A Bajonett (AF) 44,50 mm (AF, AF-i, AF-xi, AF-D, AF-SSM, Sony-Alpha)
Praktica B Bajonett 44,40 mm
Canon EF Bajonett (EOS) 44,00 mm
Sigma SA Bajonett 44,00 mm (Sigma SA-9, SA-300)
Minolta SR Bajonett (MF) 43,50 mm (SR, MC, MD)
Fujica X-Bajonett 43,50 mm
Canon FD Bajonett (FD/FL) 42,00 mm
Konica F Bajonett 40,50 mm
Konica AR Bajonett 40,5 mm
Alpa Bajonett 37,80 mm

Digital-Spiegelreflex:

Contax N 48,00 mm
Nikon F 46,50 mm
Pentax K Bajonett 45,50 mm
Konica Minolta / Sony Alpha Bajonett 44,50 mm (auch Zeiss ZA, kompatibel mit Minolta A)
Canon EF (EOS) 44,00 mm
Sigma SA Bajonett 44,00 mm (Sigma SD9/SD10/SD14)
Olympus E Bajonett (Four-Thirds) 38,85 mm (auch Panasonic & Leica)

Kleinbild-Messsucher:

Contax 34,85 mm
Nikon S 34,85 mm
Contax G1/G2 29,00 mm
Leica M39x26tpi Schraubgewinde 28,80 mm
Leica M Bajonett 27,80 mm (auch Voigtländer VM, Epson EM und Zeiss ZM)
Minolta M Bajonett (CL/CLE) 27,80 mm (weitestgehend kompatibel mit Leica M)
Konica KM Bajonett (Hexar RF) 28,00 mm (bis auf das Auflagemaß Leica M kompatibel)

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