Wie zahlreich sind doch die Kameras, derer ich nicht bedarf!

— Unbekannt

Am 26.5.

  • 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin

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Nur weil...

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 24. Februar 2009 - 19:09
Gast schrieb:

...

Gast schrieb:

Durch eine Optik mit der Lichtstärke 1:2 fällt egal wie groß die Bild-Diagonale des Aufnahme-Mediums dahinter ist diesselbe Lichtmenge.

Nein. Genau das ist nicht der Fall.
Die Lichtstärke (und die Blende allgemein) bezeichnet eine relative Größe, keine absolute. Sie bezeichnet das Öffnungsverhältnis zwischen Eintrittspupille und Brennweite. Sie sagt erstmal nichts über die (absolute) Lichtmenge aus.
Bei gleicher Blende erreicht einen doppelt so großen Sensor die doppelte Lichtmenge (die doppelte Anzahl Photonen). (Das Licht landet auf der doppelten Fläche, weshalb bei gleichem ISO-Wert die gleiche Verschlusszeit zu nutzen ist. )

...in den Formeln, welche Sie auswendig lernen/können oder in wikipedia die genannten Größen nicht aufgeführt sind, bedeutet dies nie, dass man etwas ohne die Größen in Formeln, welche zudem nicht passen, nur damit erklären kann.

Nochmals.
a) Brennweiten-Verlägerungsfaktor ist ein etablierter Begriff. Wenn es Ihnen nicht paßt, dann verfassen Sie bitte ein Standard-Werk um Ihren eigenen Standard zu etablieren.
b) Eine Objektiv bildet auf einen bestimmten Bildkreis ab und besitzt mit zunehmenden Bildkreis-Durchmesser eine Vignettierung%Randabdunklung. Ein auf FT gerechnetes Objektiv bildet nicht auf den kompletten KB-VF-Bildkreis ab. Wie man in einem photoscala-Artikel aus jüngster Vergangenheit nicht übersehen kann blenden bei APS-C-Objektiven sogar Konstruktions-Elemente des Objektives das Licht komplett aus.
c) ein Belichtungsmessungs-Programm oder eine -Sensorik pickt sich nur bestimmte Motivbereiche heraus und ist auf eine Graukarte eingemessen. Entspricht der zur Messwertermittlung genutzte Motivebereich dieser Graukarte mißt die Sensorik die Lichtmenge in Bezug auf voreingestellter Blende oder Belichtungszeit oder gibt im Sinne einer Programmautomatik beides vor. Bei einem auf FT gerechnetes 2.8-3.5/50-200 fällt auf die von der Sensorik genutzten Motivausschnitt diesselbe Lichtmenge wie bei einer KB-VF-Kamera samt auf KB-VF gerechneten Objektiv. Zudem besitzt jeder Prismendachsucher samt Belichtungsmesser eine eigene von dem Sensor-Format weitestgehend unabhängige Aperatur. Schlichtweg sogar bedingt durch den Vergrößerungfaktor des Prismendach-Suchers kann man von einer Veränderung des Bildwinkels sprechen. High-Eye-Point-Sucher kann man als Brillenträger besser überblicken während der Orig.-Sucher der Nikon F3 zu heutigen Suchern riesig erscheint und nur bei engerem Augenkontakt überschaubar ist. Exakt dieses Abbild sieht der Belichtungsmesser und somit können Sie all Ihre Formeln, welche Sie auswendig gelernt haben und auswendig können, über Bord werfen.

Selbst ein Erst-Klässler der noch nie eine Formel-Sammlung gesehen oder genutzt hat versteht es wenn man darstellt, dass das was bei einem optischen System vorne rauskommt auch hinten wieder rauskommt egal wie groß das Aufnahmen-Medium ist.

Objektive projezieren und bilden ab, während einfache Fenster nur einen einfache Lichteinfall ermöglichen.

Die Netzhautfläche meines Sohnes ist kleiner als die meines Auges. Schaut er durch den Türspion würde sich nach Ihrer Theorie die Tatsache ergeben, dass er mit dem lichtschwächeren System ausgestattet ist, weil sein Sensor noch kleiner ist als meiner.
Das bedeutet eine Maus hat beim Blick durch eine Optik keinerlei Chancen hätte die Natur nicht die Netzhaut von Mäusen mit der lichtempfindlicheren Chemie ausgestattet.

Ein 2.8-3.5/50-200 Objektiv bleibt bzgl.
Lichtstärken
ein 1:2.8-3.5
die nominale Brennweite in Bezug auf den nominellen Bildwinkel bleibt auch im Bereich von nom. 50-200mm aber in Bezug auf das KB-VF-Äquivalent spricht man von einer Bildwinkel-Reduzierung und damit Brennweiten-Verlängerung. Hier ergibt sich da die Bild-Diagonale die bestimmenden Größe ist bei Halber Bilddiagonale auch Faktor 2 für die Brennweiten-Verlängerung. Sie aber scheinen bei nom. 110 Grad mit Faktor 2 dann auch eff. 55 Grad kommen zu wollen. Das mit den trigon. Funktionen bzw. Cos, Sin und Tan auch nicht ganz kapiert wie man sieht.

Wenn es um die Schärfentiefe geht gibt es für den Nah- bzw. Makro-Bereich eben sehr gut passende Annäherungsformeln, da ein bestimmter Bruchwert in der Formel gegen einen bestimmten Grenzwert geht. Für den Bereich va. Tier- und Sport-Fotografie dh. mit weitem Objektabstand sollte man die komplette Formel anwenden.
Egal wie. Man kommt nie auf Faktor 2. Die Schärfentiefe ist nie um das 2-fache verlängert.
Zudem kann ein Objektiv bzgl. dem Schärfentiefenverlauf vor und hinter der Focalebenen inhomogen das Bokeh erzeugen sowie einen weichen oder harten Schärfentiefen-Verlauf besitzen.
Was für die Brennweiten-Verlängerung zutreffend ist kann man bzgl. Blendenöffnung oder Lichtstärke auf den visuell sichtbaren Schärfentiefen-Verlauf nicht einfach übertragen.

Sie schwelgen in der Märchenwelt der APS-C- und KB-VF-Fotografie.

Ein FT-Objektiv ist nicht erst ab f2 bzgl. Schärfentiefe gleichwertig abbildent wie ein KB-VF-Objektiv auf einer KB-VF-Kamera bei f4.
Im Nahbereich- bzw. Makrobereich sind es kleinere Öffnungen als f2 und im Telebereich ebenfalls da hier noch mit reinspielt wie das Objektiv konstruiert ist.

Sie übersehen auch, dass das Spiel mit der Schärfentiefe auch selbst bei KB-VF oft in die Hose geht, wenn nämlich Lichtkringel oder -punkte im Bokeh erzeugt weden anstatt Lichtflecken homogen zerfliesen. Runde Blendenöffnungen alleine ermöglichen nicht das perfekte Bokeh genauso wie die von Ihnen auswendig gelernten Formeln - zudem die falschen - alles sind was die Beobachtungen in der Realität wiedergeben.

Formeln passen stets nur zu Modellbetrachtungen und die Fotopraxis bietet dieses Modell nie an.

Wie gesagt sie betrachten das falsche Modell egal um was es geht. Es sind die Beispiele der APS-C- und KB-VF-Verkäufer. In sich für den Laien auf den ersten Blick schlüssig aber zuletzt der völlige Käse.

Ein 2.8-3.5/50-200 egal auf welchen Bildkreis es gerechnet ist und bleibt bzgl. Lichtstärke auch auf KB-VF ein 1:2.8-3.5. Ob es nun vignettiert oder sogar Konstruktions-Elemente hat, welches auf dem KB-VF-Bildkreis bestimmte Bereiche ausblendet ist hier völlig egal. Der Belichtungsmesser mißt den Motivbereich den er messen soll und alles was jenseits der Meßpunkte liegt ist egal und der Bereich den der KB-VF-Sensor für sich jenseits des FT-Bildkreises einnimmt ist für die Ausbelichtung genauso egal wie dem Belichtungs-Messungs-Sensor.
Bedingt durch den Brennweiten-Verlängerungsfaktor (denn mit Faktor 2 und Bildwinkel-Reduzierung um Faktor 2 gelingt wirklich keine einzige Rechnung) ergibt sich auf FT eben eff. die das KB-VF-Äquivalent von 100-400mm.
Es ist keine Trickserrei und selbst KB-VF wäre ein faules Ei, wenn man sich auf die Mittelformat, dh. 645 und 6x6-Syteme bezieht.

Würde hier FT stinken wäre KB-VF bereits seit Jahrzehnten bzw. der Ur-Leica ein faules Ei.

Es ist definitiv ein Religionskrieg der hier von KB-VF- und APS-C-Anhängern (diejenigen die KB-VF favorisieren nur eben auf den richtigen Preis warten) gefochten wird.

APS-C- und KB-VF-Systeme sind regelrecht zum Religions- und Kirchen-Äquivalent geworden. Das was geschrieben steht nur das ist wahr und was Neu ist wie FT gibt es eben erstmal nichts was geschrieben steht und deshalb ist alles verkehrt, faul und falsch.

Ein ZUIKO Digital 2.8-3.5/50-200 ist quasi Kundenverarsche, weil es eigentlich ein 5.6-7/50-200 ist anstatt ein eff. 2.8-3.5/100-400mm soweit man sich auf KB-VF bezieht.

Es ist aber eben so. Um APS-C mit KB-VF zu vergleichen gibt man ebenfall nominelle wie effektive Werte an. Dasselbe passiert auch bei FT in Bezug auf KB-VF.
Die meisten D-SLR-Nutzer sind eben die Werte aus den SLR-Zeiten gewohnt und das sind nunmal KB-VF-Äquivalente und keine MF-Äquivalente.

Wo es wirklich lichtschwach zuging ist das traditionelle Mittelformat. Leica hat dies berücksichtigt und zu Gunsten einer verbesserten Lichtstärke bei den Objektiven die Sensorgröße reduziert.

Ja, wir wissen es ein 4-5.6/75-350 was auf MF bzw. Leica S2 gerechnet ist ist auf MF bzw. Leica S2 lichtstärker als ein 2.8-3.5/50-200 was auf FT gerechnet ist auf FT.

Mann wie verblendet muß man sein, dass man dann auch noch mit Formeln kommt.

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