Der Frühling ruft dich - und deine Leica.

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Am 26.5.

  • 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin

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Vergleich mit vielen Parametern

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 26. Oktober 2008 - 19:53

Sowohl der praktische Vergleich von Dia- und Negativfilm als auch von einzelnen Fabrikaten untereinander ist insoferne schwierig, indem das Ergebnis vor allem von den verwendeten Geräten abhängt.

Eine Grenze stellt hier die mit einem Filmscanner erreichbare Auflösung dar. Selbst der Minolta Dimage Scan Elite 5400 kam in der Praxis über 70 bis 80 Linienpaare/mm nicht hinaus. Das Filmkorn wird durch punktförmige Lichtquellen wie Leuchtdioden betont, durch diffuse Lichtquellen wie Leuchtstoffröhren gedämpft. Auch das verwendete Scanner-Programm beeinflußt das Resultat deutlich. Eine IT8.7-Kalibration wie bei Farbdias wäre grundsätzlich möglich, allerdings beeinflussen das Alter des Films und die Frische der Erntwicklerbäder den Grundschleier der Maske, sodaß der Kalibration hier Grenzen gesetzt sind.

Nicht zuletzt sollte der Kontrast oder besser die Gradation des Films gut mit dem Dynamikumfang des Scanners übereinstimmen. Eine zu flache Gradation verlangt hier eine stärkere Anpassung der Scanner-Rohdaten im Scanner-Steuerungs- oder Bildbearbeitungsprogramm, was zum Aufreißen des Histogramms führen kann.

Ich habe aus dem Familienfundus in den letzten Jahren vom Ur-Kodacolor von 1959 angefangen über Kodacolor II bis zu VR1000 und Ektapress 1600 die verschiedensten Farbnegativfilme mit VueScan und einem 2700 dpi-Filmscanner verarbeitet. Meiner Erfahrung nach stehen mit den Fuji-Amateurfilmen der allerneuesten Generation (nun wieder ohne cyanempfindliche vierte Farbschicht) hier sehr ausgereifte und zugleich preiswerte Materialien zur Verfügung, aber schon der Fujicolor HG100 von 1990 kann sich im Scan immer noch sehen lassen. Beim Kodak Ektar 100 erwarte ich daher keinen sensationellen Qualitätssprung mehr.

Generell verwirrt die Vielfalt und die zum Teil sehr kurze Produkt-Lebensdauer der Kodak-Farbnegativfilme. Bei den Kodak-Amateurmaterialien war der Belichtungsspielraum nach unten mitunter knapp bemessen, und der zum Diskontpreis angebotene Kodacolor VR400 Plus bietet eine so bescheidene Qualität, daß sie dem Ruf des Herstellers nicht unbedingt nützt. Die Portras eignen sich wiederum für Mischlicht oder Glühlampen-Kunstlicht, wo der Gelbrotstich alles überlagert, nur bedingt. Grundsätzlich stört aber am meisten, daß Kodak bei seinen Datenblättern der Farbnegativfilme weder die nach Normvorschriften ermittelten RMS-Werte noch die ebenfalls genormten Auflösungsdaten angibt.

Ich werde daher beim Negativmaterial wohl auch weiterhin den grünen Schachteln treu bleiben, wo mit offenen Karten und Daten gespielt wird.

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