Lebendige Fotografie lässt Neues entstehen, sie zerstört niemals. Sie verkündet die Würde des Menschen. Lebendige Fotografie ist bereits positiv in ihren Anfängen, sie singt ein Loblied auf das Leben.

— Berenice Abbott

Am 26.5.

  • 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin

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Ergänzende Testergebnisse

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 21. Oktober 2008 - 11:52

Herr Schaub, vielen Dank für den Erfahrungsbericht. Ich habe auf der Photokina von Kodak den Ektar 100 zum Testen bekommen, und möchte aufgrund meiner Testergebnisse folgendes ergänzen:

1. Bildqualität: Der Ektar 100 ist zwar deutlich feinkörniger als die beiden 160er Portras, aber nur etwas feinkörniger als die beiden 160er PRO Filme von Fuji.
Die 100er Diafilme von Kodak, aber insbesondere auch von Fuji sind immer noch deutlich feinkörniger als der Ektar 100.

Auflösung: Mit dem Ektar 100 habe ich mit meinen besten Festbrennweiten Systemauflösungen (Film + Objektiv) von 105 Lp/mm erzielen können. Mit Diafilmen wie dem Provia 100F, Astia 100F und Sensia 100F bin ich problemlos auf 120 Lp/mm gekommen, mit dem Velvia 100F auf 130 Lp/mm.
Unter exakt den gleichen Testbedingungen bin ich mit meiner Canon EOS 1 Ds MkIII auf knapp 80 Lp/mm gekommen (also exakt die physikalische Auflösungsgrenze eines 21 MP Sensors).

Fazit: Der Ektar 100 kommt näher an die Auflösung und Feinkörnigkeit der Diafilme heran. Diafilme bleiben in der Farbfotografie aber nach wie vor unerreicht hinsichtlich der Detailwiedergabe und Farbbrillanz.

Nicht anschließen kann ich mich ihren Aussagen über die Labors und die Filmentwicklung. Da mache ich laufend andere, weit positivere Erfahrungen:
Im Minilab meines Fotohändlers werden Farbnegativfilme hervorragend entwickelt. Sie sind sogar auch für Profifotografen tätig. Bei örtlichen Fachlabors hatte ich auch nie schlechte Erfahrungen gemacht.
Wenn ich meine Farbnegativ- oder Diafilme beim Großlabor Fuji Eurocolor entwickeln lasse, habe ich auch immer einwandfreie Ergebnisse bekommen.
Ferner stehen jedem Anwender hervorragende Fachlabore wie Photostudio 13 zur Verfügung. Erstklassige Qualität, und extrem schnell. Auch per Post.
Ich habe übrigens in über 20 Jahren nie einen Verlust eines Films auf dem Postweg gehabt. Auch im Freundeskreis ist das nie passiert. Aber digitale Daten sind mir trotz bester Datensicherung schon verloren gegangen. Das Risiko ist eindeutig höher.

Ganz abgesehen davon kann man Farbfilme, Negativ wie Dia, auch problemlos selbst zu Hause entwicklen. Das ist heutzutage leichter und billiger denn je. Auch der Filmfotograf kann alle Prozessschritte vollständig unter eigener Kontrolle behalten.

Übrigens sind Filme entgegen ihrer Behauptung in den letzten zehn Jahren inflationsbereinigt preisgünstiger geworden, und nicht teurer.

Abschließend noch eine Richtigstellung zur Forschung im Filmbereich. Kodak hat in den letzten zwei Jahren insgesamt 11 neue, verbesserte Filme auf den Markt gebracht. Mehr als zu analogen Boomzeiten. Bei den großen Filmherstellern wird allgemein an der Weiterentwicklung der Filmtechnologie gearbeitet. Für alle Filmanwendungen (Kino, Foto, Archiv und Dokumentation, Überwachung, Luftbild, wissenschftliche Filme).
Es ist nur so, dass bei Kodak die Verbesserungen als erstes bei den Kinofilmen implementiert werden, und anschließend beim Fotofilm, weil Kinofilm der größere Geschäftsbereich mit höheren Umsätzen ist (das war er übrigens auch früher schon).
Die Produktionszahlen beim Kinofilm steigen übrigens seit 1999 kontinuierlich jedes Jahr an.

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