Ich würde mein ganzes Leben retuschieren.

— Dusty Springfield

Am 26.5.

  • 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin

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Die Sache mit dem

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 05. Oktober 2008 - 12:13

Pixelpitch ist eine immer wieder gerne intonierte Weisheit so mancher "Experten" hier.
Wenn man sich die Bildergebnisse neuerer Kameras mit 1/1,63" Sensoren, z.B. die Panasonic DMC-LX3 anschaut, kann man das getrost als "Märchen" aus der Frühzeit der digitalen Fotografie ansehen. Was man allerdings schon erkennen kann ist, dass die verschärfte Mikrostruktur der Sensoren eine höhere Genauigkeit der Optik und Mechanik erfordert, als auch der Anpassung der Optik an die spezifischen Anforderungen der Sensoren.

DSLRs sind da eher strukturell im Nachteil. Wechseloptiken sind nun mal Gift für extrem genaue Passungen. Was man allerdings schon sehr gut nachvollziehen kann ist, dass auch bei deutlich größeren Sensoren eine sehr viel höhere Strukturdichte, als derzeit verkauft wird, möglich ist, ohne Nachteile bei der Durchzeichnung und der Verarbeitung der Bilder. Die dafür notwendige Software dürfte inzwischen so ausgereift sein, dass den Sensoren ein hoch qualitatives Bildmaterial entlockt werden kann.

Dass Nikon sich offensichtlich entschlossen hat, ähnlich wie zuvor schon Leica, den altadaptiven Objektivpark hinter sich zu lassen und ein konsequent auf die Sensoren zugeschnittenes digitales System zu entwickeln, ist nur folgerichtig. Adaptionsfähiges Material gibt es nun zuhauf mit den bekannten Schwächen und Einschränkungen. Wer als Hersteller einen auf die Zukunft gerichteten Kamerapark verkaufen will, der muss diese Altlasten einfach hinter sich lassen und ein definitiv auf die Anforderungen zugeschnittenes System auf den Markt bringen. Ein an sich marktfähiges, weil bezahlbares System, das auch hohe Ansprüche abdeckt und genügend Skalierungsreserven offen lässt, liegt nun mal weit oberhalb der 20 Mpx-Grenze und ist auch technisch absolut keine Zauberei. Aber auch nur realistisch weit unterhalb der 30.000 Euro-Grenze, die MF-Anbieter ihren Kunden abverlangen. Solche Systeme werden immer in einem kleinen Reservat verkauft und nur wenige werden den tatsächlichen Nutzen solcher Systeme erkennen. In sofern für große Hersteller überhaupt keine Option, wenn sie auf Dauer an vorderer Stelle im Markt existieren wollen.

Wenn diese Kameras jetzt tatsächlich auf den Markt kommen, wird sich hoffentlich dieser ewige Blödsinn mit den 2 Mpx/Jahr schön langsam totlaufen und einer halbwegs vernünftigen Produktpolitik weichen.

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