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Leica M
Bleibt das vollmechanische System mit teilelektronsichem Objektiv-Deckel oder eben der weiterhin produzierten und verkauften Leica M7 sowie Leica MP.
Leica S ist eine konsequente Entwicklung im Vergleich zu dem Abgekupfere von Nikon, Canon und Co. was die Vollelektronik von Olympus E-System anbelangt. Nikon AF-S G kann man NICHT mehr auf einer Nikon FM3A nutzen. Es fehlt der mechanische Eingriff zur Blendeneinstellung.
Leica S ist ein konsequentes Profi-Tools anstatt billiggesparte Objektive die schon alleine deshalb nicht die kompromißlose Bildqualität liefern können, weil auch an der Glasqualität sowie Korrektur der mittlerweile nahezu telezentrischen Rechnung gespart wird.
Leica S bietet alle Elektronik-Features in einer Preisklasse an die es eben ermöglicht die Elektronik-Funktionen auch mit einer hohen Zuverlässigkeit und Komponenten-Lebendauer anbieten zu können.
Was mit Leica R passiert wird man sehen. Es ist anzunehmen, daß es hier mit mechanischen Eingriff auf den Blendenring so bleibt. Sicherlich kommt ein AF und Leica ist wenigsten so ehrlich und wirbt nicht 40+ Sensorfeldern von denen zu 90% der Motive, weil abgeblendet gearbeitet wird so und so nur der mittlere Kreuzsensor als Längsensor übrig bleibt.
Daß die meisten Fotografen Hilfsstützen wie 3D-Color-Matrix-Messung, Multi-Point-AF, etc. benötigen sagt ja nur eines aus, daß die meisten Fotografen nicht fotografieren können.
Es ist so logisch wie sonstwas, daß ein System, welches soweit wie erforderlich von Elektronik-Kram befreits ist auf Bildqualität optimiert ist. Optische Bildstabilisierung könnte bei Leica dann eine Lösung sein, wenn man erkennt, daß man alte Objektive nur bis nom. 300mm durch Sensor-Shift stabilisieren kann und quasi sowas wie Leica-own VR Action anbieten möchte. Dh. Vibrationen bedingt durch Helikopter und andere Fortbewegungsmittel im Objektiv detektieren und kompensieren möchte. Ansonsten sehe ich keine Chancen, daß man bei Leica mit einer zusätzlichen Linsen-Gruppe die eigentlich nicht erforderlich ist die Abbildungsleistung des Objektives schmälert.
Wenn Sie als Profi mit einer Leica nichts anfangen können, dann können Sie nicht fotografieren.
Den Fehler den viele machen ist, daß man Kameras ohne AF, etc. als Dampflok mit Kohlebefeuerung betrachtet und Nikon D3 und Co. als TGV Transatlantique.
Es ist bezüglich dem was das Bild macht und das Bild bestimmt aber eben so, daß gerade zB. neue Objektive von Canon diese Dampfloks sind während Leica bei seinen neuen Objektive neuste Rechnungen und eine der modernsten Asphärentechnologien einsetzt.
Betrachten wir es so. Man kann eben mit modernster Technologie an einer Mars-Mission scheitern oder man packt das mit der modernsten Raketentechnik an und beläßt bei dem was ausreicht um zum Mars zu kommen es einer erfahrenen Missions-Mannschaft anstatt einem Super-Rechner-Bordsystem das va. eines sehr gut beherrscht. Den Systemabsturz.
Einer billigen unerfahrenen Mannschaft kann man natürlich nur mit einem Super-Rechner-System auf die Reise schicken und so ist es eben auch in der Fotografie. Nur die wenigsten können fotografieren und deshalb gibt es Vollelektronik obwohl eine vollmechanische Kamera samt vollmechanischen Objektiven genauso gute bzw. sogar bessere Bilder macht.
Eine Leica M sollte man nur jemanden geben der weiß wie man einen Meßsucher nutzt. Eine Leica R sollte nur der in die Hände bekommen der auch noch das manuelle Fokusieren mit oder ohne Schnittbild-Mattscheibe beherrscht. Eine Leica S hat alles was die Zielkundschaft gewünscht hat. Dasselbe was heutige digital Mittelformat-Systeme auch können aber eben schneller, kompakter und vom Workflow flexibler und performanter. Lösungen für Leica S werden auch in Leica R etabliert aber sicherlich nicht um sich soweit von Leica M zu entfernen wie Leica S.
An was könnte das liegen?
Vollmechanik ist von längerer Dauer als Vollelektronik. Eine Leica M Ausrüstung soll auch noch nach 40 Jahren noch voll funktionstauglich sein. Bei Leica R gilt das für die Objektive, während man bei Leica S die Bildqualität durch den letzten Stand der Technik sowie die Schnelligkeit des Systems nicht durch den letzten Stand der Technik sondern den überlegenen, wegweisenden Stand der Technik sichert.
Der Leica R Fotograf ist genauso wie der Leica M Fotograf ein anderer Typ als der Leica S Fotograf. Für GEO kann man mit allen Leicas passende Bilder machen aber ratzfatz ist der Anspruch für Leica S. Eine schnellere Kamera als digitales Mittelformat bisher. Das schmeißt man alles über Bord was man dazu nicht benötigt.
Bei Leica R geht es gemäßigter zu. Weniger Bildinformation im Vergleich zu Leica S bedeutet jedoch beim Spitzenmodell mit einem Ableger des Leica Majestro-Prozessors eine höhere Framerate. Nachdem der Majestro-Prozessor aktuell das schnellste Teil ist was es auf dem Markt gibt dürfte eine Sony A900 bei ebenfalls 24MPx wie eine Leica R10 rechts blaß aussehen genauso wie eine Nikon D3x oder Canon 1Ds Mk III.
Die D-SLRs der Japaner bis auf die 100%-Luftfeuchtigkeits-Anforderung der Nikon D3/D3x ist kein Hexenwerk. Leica hat eben investiert und ist mit seiner hochkompetenten Mannschaft kompromißlos an ein neues Produkt samt neuer Technologien rangegangen.
Das Ergebnis die Leica S2 hat definitiv bei Nikon und Canon zu schweren Erdbeben geführt. Wie groß der Schaden ist wird sich heraustellen. Da die Verkaufszahlen einer Nikon D3 wie Canon EOS 1Ds Mk III vergleichsweise niedrig sind wäre der Schaden nicht groß. Die Niederlage jedoch ist bereits herb!