Wenn man Menschen in Farbe fotografiert, fotografiert man ihre Kleidung. Fotografiert man sie in schwarzweiß, fotografiert man ihre Seelen.

— Ted Grant

Am 26.5.

  • 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin

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Ist es das, was wir wollten?

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. September 2008 - 10:28

Ein System zu Mittelformatpreisen, das keine Modularität der Kamera bietet? Das bedeutet also, bei jedem Fortschritt in der Sensor- oder Prozessortechnologie müssen wir gleich ein neues Kameragehäuse kaufen, statt einfach das Rückteil auszuwechseln. Oder vielleicht Leicas durchgebrannter Upgradezertikats-(Preis)-Politik folgen.

Der Phase One-Deal als Beispiel, wird uns deren Sensoren dann wohl erst in der S3 präsentieren, wenn überhaupt. Also erneut X0.000 Euro, da ja eine komplette Kamera gekauft werden soll.
Wobei die anfänglichen 37 MPx im Vergleich zu Konkurrenzprodukten derselben Preiskategorie nun nicht so sehr umwerfend sind.

Drei Kamerasysteme (S, R, M) aus einer kleinen Firma heißt wohl auch völligen Verzicht auf das Testen von Prototypen. Wer sollte das Pensum sonst bewältigen? So halbwegs funktionieren wird dann also erst die S2.2. Ob mit oder ohne zusätzlichen Infrarotfiltern werden wir sehen.
Und bis die S2 dann verfügbar wird, könnten japanische Hersteller schon die gleiche prestigeträchtige Maßzahl in ihren KB-Gehäusen bieten. Mit ebenfalls neuen, optimierten Objektiven und noch höherer Geschwindigkeit.

Für den anvisierten "Profi" rechnet sich eine Anschaffung in dieser Größenordnung am ehesten, wenn er den Sensor als wechselbares Rückteil sowohl an der Mittelformatkamera, als auch an der Großformatkamera nutzen kann. Die Möglichkeiten der Fachkamera wird aber auch das abgebildete Leica-(Tilt?)-Shift-Objektiv nicht gleichwertig ersetzen können. Wenn der Profi dann aber für irgendeine Anwendung doch wieder auf die Fachkamera zurückgreifen muß, hat er in die Leica S2 schlechter investiert, als in irgendein System mit Wechselrückteil.
Was nützt uns eine waldorftaugliche Bedienung, wenn das einfache Primat der maximalen Systemflexibilität ignoriert wird?

Natürlich wird es spannend werden, "endlich" dem Wettkampf der beiden Mythenmarken Leica gegen Hasselblad beizuwohnen.
Aber bringt das uns Profis wirklich weiter?
Eine M mit Vollformatsensor hätte vermutlich mehr und schneller Freunde gefunden.

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