Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.

— Karl Valentin

Am 26.5.

  • 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin

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SuperCCD oder FFT CCD

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 14. September 2008 - 17:08

Kauf Dir eine Finepix S5 Pro oder Olympus E-1.
E-1: 11 EV in Echtzeit
S5 Pro: Interpolierte 14 EV nach einer gewissen Rechenzeit

Der SuperCCD hat mit einigen Nikkore-Objektiven Probleme während diese auf der E-1 adaptiert durch den FFT CCD erst richtig fliegen.

Aber vorsicht wer bei der E-1 beim Histogramm in den Lichtern bis an die Grenze geht hat dann meist auch Lichter an der Grenze und die sind bei der E-1 verbrannt weil der Sensor keine Ladungsdrainagen zur Krümmung der Sensor-Kennlinie in Lichtern hat. Wer mit -0,7EV arbeitet kann die Schatten aufgrund der Eigenschaften des FFT CCDs jedoch wieder aufhellen wenn dies erforderlich ist. Die Schatten sind bei anderen Kameras nur deshalb ähnlich hell wenn man neutral belichtet, weil die Sensoren nichtlinear in den Lichtern ausgelegt sind. Dh. speziell die CMOS-Kameras schieben alle Tonwerte Richtung Lichter, die Sensorsignal werden höher und sind damit weiter vom Grundrauschen entfernt. Was unter dieser Strategie leidet sind die Lichter. Die sind nämlich aufgrund der Nichtlinearität des Sensors auf den ersten Blick weicher. Was jedoch die Nichtlinearität erzeugte war Abluß von gespeicherter Ladung und damit Bildinformation. Die Bilder sehen bzgl. technischer Bildqualität, dh. was man eben so heute mißt gut aus sind beim Rauschen sogar nochmal um mind. 1EV "geschönt", wirken jedoch in Anbetracht der realen Szenerie "synthetisch" und weniger echt als bei Kameras mit Sensoren, welche die Bildinformation nahe am Original liefern.
Beim SuperCCD gibt es pro RAW-File 2 Bilder. Eines des lichtempfindlichen Pixel-Arrays und das andere vom lichtunempfindlicheren Pixel-Array. Das was rauskommt schaut auch meist bzgl. technischer Bildqualität sehr gut aus aber die Aufnahme wird entweder in der Kamera auf JPEG/TIFF oder eben auf dem Computer auf JPEG/TIFF gerechnet. Die Interpolierung gibt Fujifilm vor. Das ist nicht so wie bei HDR-Bildern wo man noch selber eingreifen kann.

Wer auf eine schnelle Kamera mit viel MPx verzichten kann fährt noch heute mit der E-1 am besten. Deren Sensor akzeptiert auch Objektive die anderen vom Bajonett spucken (Vignettierung bei CMOS oder CCDs mit breiten Metallisierungs-Schichten).

Was alternatives im Mittelformat mit typ. 40MPx kommt bald von Nikon (Nikon MX) und Leica (Leica MF). Können beide durch Entfall des Spiegelkastens entweder auf LiveMOS (incl. LiveView) oder FFT CCD (ohne LiveView) gehen. Interline-Transfer CCDs (zB. Nikon D40/D40X, D60 und D200) haben diese Metallisierungs-Schichten um die Ladungs während Belichtung des Sensors auslesen zu können und CMOS so wie diese heute entrauscht werden sind für Spiegelkasten-freie Systeme mit reduzierten Auflagemaß untauglich.

Wer auf das ganze Neu-modische Zeug verzichten kann und eine mit Spiegelkasten will entweder E-1 oder E-500. Beide haben den Tick mit verbrennenden Lichtern aber nicht weil der Dynamik-Umfang so klein ist sondern weil der Sensor streng linear in die Lichtern ist und wenn man so wie früher bei Diafilm arbeitet, dann liegt man richtig. Um ca. 0,7EV unterbelichten, bringt ähnlich wie bei Dia auf den ersten Blick die satteren Farben. Jedoch kann man den FFT CCD wirklich wesentlich besser in den Schatten nachbelichten als Negativ-Film.
Man muß so und so um mehr als 8EV ins 8-bit JPEG (nur JPEG2000 hat 16-bit RGB-Farbraum) zu bekommen mit Nachbelichtung und/oder Lichter-/Dynamik-Kompression arbeiten. Nicht immer geht das gut und bei den CMOS-Kameras ist es tatsächlich so durch die Tatsache, dass hier Ladungsdrainagen unterhalb der Füllgrenze der Pixel wirkt bereis der Sensor komprimierend. Deshalb ist die Ganze Messerrei mit Eingangs- und Ausgangs-Dynamik zB. www.digitalkamera.de eigentlich kein Anhaltspunkt ob die Kamera Motive mit hohem Dynamikumfang tatsächlich meistert. Einhergeht die Aussage der Herstellung und damit auch immer häufiger der Tester, dass der Kontrastumfang und die Kontrastauflösung so gut sei. Mit mehr als 12bit-RAW kaschiert man eher weiche Lichter bzw. Sensoren mit künstlich erweiterten Dynamik-Umfang. Dadurch, dass die Kennlinie in Lichter gekrümmt ist muß eine höhere Auflösung her. Dementsprechend mind. 2Bit mehr als bei einem Sensor mit linearer Kennlinie. Eine CMOS-Kamera mit 14bit-RAW kann eigentlich weniger Kontrast in Lichtern liefern als eine FFT CCD-Kamera mit 12bit, denn wirklich kompensiert wird der Nachteil erst bei 16bit-RAW.

Wer mit JPEG aus einer Kamera mit linearen Sensor arbeitet wird eher verbrannte Lichter erhalten als jemand der mit JPEG aus einer Kamera mit nicht-linearen Sensor arbeitet. Das ist quasi wie beim Diafilm da die Belichtungsmessung stets die Lichter an die obere Grenze schiebt. Mit linearen Sensoren muß man ähnlich arbeiten wie Dia da Dia hart abreißt während Negativ-Film eine krumme Kennlinie hat. Jedoch wirkt beim Negativfilm jedes Photon und wird als Bildinformation gespeichert während bei den getürkten CMOS-Sensoren die Bildinformation aus den Pixels leckt, dass die erst bei längerer Belichtung überlaufen. Teilweise sind die Sensoren so getürkt, dass die Pixel eigentlich nie überlaufen. Diese Sensoren haben eine Dynamik-Umfang-Einschränkung in Lichtern alleine durch die 14bit-RAW-Grenze und die Rechentiefe. Damit kann man keine so gut durchzeichneten Aufnahmen von hellen Texturen machen wie mit einem FFT CCD im Mittelformat oder Four Thirds Format. Das ist gut für Reportageaufnahmen und Hobby-Knipser nicht aber für Leute die schon einst sich für jeden Film (Dia oder Negativ) Ihr eigenen Zonen-System entwickelt haben und im Falle Negativ-Film in der eigenen Dunkelkammer das Fotopapier mehrfach belichtet haben um mehr als nur 6...7 Blendenstufen der vom Film gespeicherten Bildinformation auf das Fotopapier auf diese Weise komprimiert haben.
In der digitalen Dunkelkammer nennt sich das heute Schattenaufhellung und Dynamik-Kompression in Lichtern incl. Tonwertkorrektur. Geht viel einfacher und schneller als das Gepantsche von früher und va. der FFT CCD, IT-CCD und LiveMOS der kann mehr als Negativ-Film und die entrauschten CMOS-Sensoren.

Geile Sache! Fotografiere/Arbeite mit sowas und erleben es mit Deinen eigenen Augen. Auch die neue Panasonic Lumix DMC-G1 kann das weil hier der LiveMOS die Musik macht.

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