Was das Fotografieren und die Frauen so teuer macht, ist das Zubehör.

— Werner Mitsch

Am 26.5.

  • 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin

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Telezentrie als solche...

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 13. September 2008 - 14:47
Gast schrieb:
Gast schrieb:

Eine Frage an die FT-Kenner:

Gehe ich richtig in der Ahnnahme, dass die neuen Mirco Four Thirds Objektive aufgrund der geringen Auflagenmasses NICHT mehr telezentrisch ausgelegt sind?

Genau das habe ich mich auch schon gefragt, zwar nicht wegen dem Auflagenmaß sondern wegen dem kleineren Bajonett. Weiß es jemand?

hat eigentlich nichts mit dem Bajonett-Durchmesser zu tun nur die Konstruktion nahezu telezentrisch gerechneter Objektive gelingt einfacher, wenn das Verhältnis Bajonett-Durchmesser zu Bildkreis möglichst groß ausfällt.

Durch die Verkürzung des Auflagemasses nimmt zwar die erreichbare lp/mm zu aber die Telezentrie der Nebenstrahlen nimmt ab.
Die Folge soweit man den Sensor nicht danach entwickelt wäre hohe Bildschärfe aber flaue Durchzeichnung, ggf. Farbmuster, Randunschärfe und Vignettierung.
LiveMOS hat sich bisher im Vergleich zum optisch optimalen FFT CCD als geeignet für Abbildungsbereiche von Objektiven mit geringerer Telezentrie erwiesen.
Panasonic/Olympus hat bereits den LiveMOS der E-3 dahingehend optimiert, dass noch mehr Nebenstrahlen korrekt dem Pixel zugeführt wird.
Was Baugröße und zwar Durchmesser speziell von UWW- und WW-Objektiven anbelangt hat Olympus bereits mit dem 2.8/25 Pancake und dem bereits vorgestellen 9-18 Zoom zeigen können was mit der jüngst vorstellten neuen Linse-Technologie möglich ist. Durch die Möglichkeit der Massenherstellung von Streu-, Sammel- und Doppelasphären-Linsen mit höherer Oberflächen-Krümmung ist es möglich kompaktere Objektive zu bauen.
Sicherlich hat auch Panasonic Methoden entwickelt um nahezu telezentrische Objektive kompakter zu bauen als bisher - typ. Technologieschritt folgt alle 4 Jahre was zum Debut der E-1 im Jahr 2003/2004 paßt.
Die Verkleinerung des Bajonetts war durch die Vorgabe der kompakteren Gehäuse gegeben und die technische Lösung dazu ist bei Panasonic wie Olympus vorhanden.

Auflösungsvermögen und Durchzeichnung steht und fällt meiner Meinung nach jedoch durch das Verhältnis aktive Oberfläche der Objektivöffnung vs. Bildkreis.
Durch die kleinere Bauweise der Objektive muß man mit stärker gekrümmten Linsen die aktive Obefläche vergrößern. Das wird bei vielen Objektiven definitiv gelingen. Ausnahmen meiner Ansicht nach ist das Four Thirds ZUIKO Digital 4/7-14. Bedingt durch die große Doppel-Asphäre als Frontlinse besitzt dieses sehr aufwendig korrigierte Objektiv zwar keine bahnbrechende lp/mm aber ein enorm hohe Durchzeichnung und Farbsättigung.
Bei der geforderten und erzielbaren Bauweise der µFT-Objektive wird das von Panasonic für 1Q/2009 angekündigte µFT 4/7-14 für die meisten ein erwartungsgemäß hammermässiges UWW-Zoom sein und sicherlich bei lp/mm besser als das FT 4/7-14 abschneiden. Aufgrund der kleineren aktiven Fläche der Objektivöffnung wird es jedoch keine so hohe Performance bei Durchzeichnung und Farbsättigung anbieten können. Die geringere Telezentrie der Nebenstrahlen bei µFT werden einen Beitrag liefern aber der Hauptbeitrag liegt seitens der Kompaktheit des Objektives.
Durch den kleinen Bildkreis wird das µFT 4/7-14 das FX-Zoom 2.8/14-24 von Nikon bzgl. lp/mm, Durchzeichnung und Farbsättigung in den Schatten stellen das FX-Zoom ist zwar groß aber das Verhältnis von aktiver Fläche der Objektivöffnung zum Bildkreis auf den es gerechnet ist - Eine APS-C-Kamera nutzen hilft hier NICHT !!! - ist geringer und damit bedingt auch die Durchzeichnung und Farbsättigung schwächer.
Ab 1Q/2009 wird es 2 Objektive auf dem Markt geben, welche viele Fotografen sehr zu denken geben werden.
1. Lumix G 4-5.6/45-200 O.I.S.
2. Lumix G 4/7-14

Man wird hier für weniger Gewicht und den deutlich kleineren Preis auf einer 12MPx Kamera wie der Lumix DMC-G1 mehr Bildqualität erhalten wie auf D-SLRs mit KB-VF-Sensor.

Typische vergleichbare Objektive im KB-VF Sektor sind
1. Nikkore AF 4-5.6/80-400 VR
2. Nikkore AF-S 2.8/14-24

Einfach mal die Größenverhältnisse und den tiefen Graben im Geldbeutel betrachten den KB-VF und APS-C reißen.
Die Ausrüstung einer Lumix DMC-G1 bei einer typ. Lebenserwartung der "VOLLELEKTRONIK" genauso wie bei Nikon, Canon und Co. von 5...10 Jahren finanziert sich alleine durch

Sensor/Speicherkarten anstatt Film

während APS-C durch das Erfordernis von auf KB-VF gerechneten Objektiven um gute Bildqualität zu erreichen und KB-VF so und so gegenüber Fotografie mit Film die Digitalfotografie zum extrem teuren Hobby werden läßt.
Bei FT konnte man schon immer hervorragende Objektive für wenig Geld kaufen anstatt nur auf Ausnahmen wie 50mm und zB. einem Sigmal DC HG 1.4/30 zumindestens auf APS-C zurückgreifen zu können. Alle guten Objektive jenseits von 50mm Festbrennweiten sind für APS-C nur als auf KB-VF gerechnete Objektive erhältlich. Ausnahme Pentax der hier fleisig war.

Heute nach 5 Jahren Wettrennen angestoßen durch die Olympus E-1 wirkt sich der große Vorteil des FT-Sensor noch nicht so aus aber ca. 2013 wird immer mehr APS-C- und va. KB-VF-Käufern klar, dass Fotografie mit Film wesentlich preiswerter war und Fotografieren mit FT soweit man sich die preiswerten Kitlenses kauft wesentlich preiswerter als Fotografie mit Film ist und sogar die Early Adopters von Four Thirds einen Sensor entwickelt haben der gegenüber Film wichtige Vorteile liefert. Stichwort Nachbelichtungsmöglichkeit in Schattenbereichen und homogenere Durchzeichnung von Details im gesamten Tonwertumfang der Sensors/der Kamera.

Was hat das mit Telezentrie zu tun?
Je mehr Lichtmenge und damit Photonen korrekt dem richtigen Pixel zugeführt werden anstatt wie bei den HighISO-Performern quer durch die Microlinsen schlagen umso höher ist der Informationsinhalt pro MPx bzw. Filegröße der Bilddatei. Ausschlaggebend für Detailsdurchzeichnung va. in Schattenbereichen ist dieser hohe bzw. erhöhte Informationsinhalt.
Je weiter Panasonic/Olympus den sehr, sehr jungen 3T-NMOS vom Grundrauschen befreien umso deutlicher werden die Vorteile des für Telezentrie optimierten LiveMOS sowie der nahezu telezentrischen Rezeptur von FT und µFT sichtbar.
Bei Leuten die sich nicht nur mit FT intensiv beschäftigt haben sticht der Hauptvorteil von FT schon seit Jahren ins Auge.

Die sichtbare bessere Bildqualität im Sinne am nähesten am Original anstatt in der Kamera schöngerechnet und entrauscht.

µFT ist hier ein Schritt nach vorne und zwar in eine Richtung die mit zunehmender Größe des Bildkreises bei den heute vorgegeben KB-Film SLR-Bajonetts schwerer fällt.
Digitales Spiegelkasten-Freies Mittelformat ist ein anderes Thema hier ist das Bajonett riesig groß.

Deshalb quasi aufgrund der Historie zu Filmzeiten und den Ursprüngen bei FT in der Phase der D-SLRs wird sich ca. 2015 klar die Fokusierung des Marktes auf
- Digitales Mittelformat
- FT D-SLRs und µFT Reflex
ergeben.

Direktsensoren wie Organic-CMOS von Fujifilm werden die Show auch nicht retten. Es ist schlichtweg zu spät.

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