Die Qualität eines Fotos hängt nicht ursächlich mit der Qualität der Kamera zusammen.

— thoMas

Am 26.5.

  • 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin

BENUTZERANMELDUNG

Sachlich

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 10. September 2008 - 19:10
Gast schrieb:

Da stellt ein namhafter Elektronik-Konzern eine auf den ersten Blick gelungene, noch dazu für mehr Menschen als üblich erschwingliche Kamera vor und nach ein paar sachlichen Komentaren verwandelt sich der Thread in eine Schlammschlacht. Das ist peinlich, sonst nichts.

Meiner Meinung nach ist die 900 eine Kamera geworden, die perfekt in das Minolta Erbe(9000, 9xi, Dynax 9) passt. Sehr gut ausgestattet, robust und preislich mehr als eine Alternative, aber auch im Ruf den Ansprüchen der "echten" Profis nicht gerecht zu werden. Die meisten "echten" Profis fotografieren mit Canon oder Nikon bzw. mit Hasselbladt, Rollei o.ä. Da gibt es für Sony wenig dran zu rütteln, denn es ist unmöglich eine Kamera zu konstruieren, die Leute von ihrem System wegbringt zu dem sie eine langjährige Bindung (in Form von zahlreichen Linsen) aufgebaut haben. Sony muss die alten Minoltagrafen bei der Stange halten, die noch Top-Linsen der G-Serie ihr Eigen nennen und das gelingt mit der 900 vermutlich sehr gut, weil es sich bei diesen Leuten eben um "ambitionierte Amateure" handelt, die ihre Kamera nicht als Arbeitsmaterial von der Steuer absetzen können.
Ich z.B. fotografiere z.Z. noch analog mit einer Dynax 7 und einer Leica R8. Ein System möchte ich demnächst "digitalisieren", da ich mir eine ev. rauskommende R10 D nie werde leisten können (obwohl das Gehäuse schlechter sein dürfte als die Sony), werde ich gerne zur alpha 900 greifen und dann seelenruhig über die Mängel, die ich nur auf Ausrdrucken in Plakatgröße und ISO6400 sehen kann, hinwegsehen.

Ich hätte da einen Vorschlag für die Versachlichung: Bei der Internerseite imaging-resource.com gibt es einen Comparometer (compare sample images). Hier kann man von verschiedenen Kameramodellen Testbilder aufrufen und unmittelbar nebeneinader vergleichen. Da die Testbilder bei unterschiedlichen ISO-Stufen aufgenommen sind, kann man auch die Abhängigkeit der Bildqualität
z.B. vom Rauschen sehr gut erkennen. Da es ja Fotos sind die hier begutachtet werden, entfällt die Abhängigkeit der Messergebnisse von einer bestimmten Testprozedur, wie sie in Fachzeitschriften immer gegeben ist. Man sieht was "hinten raus kommt".
Testbilder der neuen Sony sind schon zu sehen. Im direkten Vergleich zur Canon Ds M III ist die Bildqualität (bis auf die Auflösung) schlechter. Das sieht man z. B. am grünen Stoffmuster, bei dem die Textur des unterliegenden Gewebes viel früher durch die Rauschfilterung verschwindet als bei der Canon. Bei ISO 200 ist bei der Sony in der Farbtafel schon ganz leichtes Rauschen zu erkennen.

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