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Die Profis sollten sich endlich abgewöhnen zu glauben, dass nur sie fotografieren können.
Am 26.5.
- 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin
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Mein Eindruck
Wenn das Buch tatäschlich in jedem Foto staatliche Repressionsmittel zeigt, dann denke ich in der Tat ähnlich wie Rumpelstilzken, daß dann das Buch seinem Anspruch nicht gerecht wird.
Es gibt die Panzer und die Uniformen im Straßenbild - das gab es auch in Europa und so lange ist das gar nicht her. Aber wenn man sich zB Tschechien (kenne ich nunmal besser als die DDR oder Rumänien; die Nazizeit habe ich nicht erlebt) anschaut: Dann gab es gerade dort eine ganze Menge Leben neben dem Regime - nicht UNTER, sondern NEBEN bzw. TROTZ. Da gab es nicht nur das private Leben, da gab es auch Literatur und Kunst, die nicht vom Regime geleitet wurden! Und da gibt es auch Fotobände, die diese Seite des Landes zeigten (auch schon vor 1989).
Und genauso wird es wohl auch in China sein - wenn dieser Apekt im Buch tatsächlich nicht angesprochen werden sollte, dann zeigt das Buch eben nur einen kleinen Teilaspekt des großen China.
Einen Teilaspekt, den man nicht übersehen darf - und der in ein "Porträt eines Landes" hineingehört!
Aber wenn man, wie der Herausgeber das ja sagt, ein "Porträt eines Landes" darstellen will, dann darf man eben nicht so stark auf diesen Teilaspekt reduzieren - insbesondere wenn das Buch dann auch noch "Unvergessene Vergangenheit" heißt.
Es muß kein schlechtes Fotobuch sein - ein anderer Titel, ein anderer Anspruch, ein neues Vorwort - und dann mags wieder passen.
(Alle Anmerkungen unter dem Eindruck der hier gezeigten Bilder - ich kenne das Buch nicht und weiß nicht, ob es tatsächlich derart reduziert. Der Verdacht liegt aber nahe, wenn man das Zitat des Herausgebers liest.).