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Max Rheub schrieb: Für
Für mich gibts da für den Privatgebrauch viele Fragen, die mir noch niemand wirklich beantworten konnte:
- digitale Kameras: taugen die SW-Modi etwas oder sollte man besser Farbig aufnehmen und danach in SW umsetzen?
Meist ja, Ausnahme sind die Fuji-DSLRs, zumindest hat sich der sw-Modus der S5pro mit Dynamik auf 400% als durchaus gefällig erwiesen. Das Beste holt man aber immer noch bei farbiger Aufnahme und nachträglicher Bearbeitung raus.
- analoge Kameras: Welche Scanner? Welche Filme? Habe gehört, daß klassischer SW-film (ja, der mit dem echten Korn) völlig unbrauchbare Scans ergibt, sofern der Scanner mit Kratzerkorrektur arbeitet. Bliebe ggf. XP2 o.ä.; welches Labor liefert denn bei XP2-Entwicklung gut aufgelöste Scans auf PhotoCD o.ä. mit - das wäre vielleicht der bequemste und billigste Weg?
taugliche Scanner gibt es Einige, allerdding sollten diese keine LEDs als Lichtquelle haben, damit scheiden die preisgünstig zu habenden älteren Nikons aus (es sei denn man bastelt einen Diffusor dazwischen, dazu gibt es Anleitungen im Netz). Ein alter Epson mit Durchlicht liefert schon gute Ergebnisse, der große V750 ist da ideal, aber auch teuer. Wer vor SCSI keine Angst hat (und eine Steckkarte einbauen kann, Adapter machen nix als Ärger) kann einen alten Polaroid SprintScan 35plus nehmen, oder auch einen Minolta ScanDual II, beide kommen mit sw recht gut klar, wobei der alte Filmhalter des Minolta etwas fummelig ist. Leider gibts für den alten Minolta keine Silverfast-version, Vuescan geht aber (die Originalsoftware tritt man besser in die Tonne, die taugt keinen Schuß Pulver).
Digital ICE oder FARE (Canon) erkennt das Filkorn als Kratzer und möchte das bügeln, daher sollte man diese hardwarebasierte Staub/Kratzerentfernung nicht benutzen.
Mit chromogenen sw-Filmen wie dem XP2 oder dem Kodak BW-400CN geht die Kratzerentfernung aber wieder. Wobei ich hier ausdrücklich vom XP2 abraten möchte. Der Kodak ist erstens nicht nur billiger, sondern laßt sich auch erheblich einfacher scannen, da er im Gegensatz zum Ilford die bei Farbnegativfilmen übliche Orangemaske besitzt. Der Ilford wurde für Leute entwickelt, die zwar Abzüge machen wollen, aber nicht selbst entwickeln.
Scannen würde ich immer selbst, da habe ich in den Großlabors bisher selten gute Ergebnisse bekommen. Papierabzüge sind auch ein Problem, da die Filme zwar codiert sind, aber die Maschinen scheinbar deren Codierung nicht korrekt auswerten, selbst beim Kodak gibts Abzüge mit Farbstich, beim Ilford ist das fast immer so weil die Maschinen eine Maske ausfiltern wollen die nicht da ist.
- Tips für SW-Workflow mit Software
Da empfehle ich das Buch sw Digital von Merz und sie c't Sonderhefte Digitale Fotografie, das gerade Aktuelle zB hat einige Seiten dazu inclusive brauchbarer Aktionen für Photoshop, die auch mit älteren Versionen gehen.
Die ideale Software für digitalen sw-Workflow scheint wohl Lightzone (www.lightcrafts.com) zu sein, gerade für Fans des Zonensystems, denn das ist dort recht gut umgesetzt.
- Drucker & Papier für den Heimgebrauch.
Da muß ich passen, da ich sw noch bzw zum Großteil analog verarbeite. Es gibt aber schon länger pigmentierte sw-Tinten für verschiedene Druckermodelle, und Epson hat da momentan recht edles im Programm, extra für Fineart-Printing.
Ich spiele immer mal wieder mit dem Gedanken, aber da mir bisher noch niemand einen funktionierenden und effizienten SW-Workflow gezeigt hat, scheue ich ehrlich gesagt die Investition, weil ich nicht mehr die Zeit habe, mein eigenes Versuchskaninchen zu sein. Wenn ich sehe, wie schnell ich in meinem Labor (während des Studiums hatte ich viel Zeit, Versuchskaninchen zu spielen ...) von einem guten Negativ einen guten Abzug (nicht "FineArt" auf Baryt, aber durchaus vernünftig auf PE-Papier) bekomme, dann grausts mir eigentlich vor der Einarbeitungszeit, um das in ähnlicher Qualität und ähnlichem Zeitaufwand digital hinzubekommen.
ich verstehs nur zu gut, ich finde es auch einfacher in der Duka die Finger in den Strahlengang zu halten als mich mit mit fitzeligen Auswahlkanten am Rechner rumzuplagen.
Das aktuelle c't-Sonderheft hat da aber wirklich eine feine Artikelserie drin, und Thomas Saur ist jemand der weiß was er tut, seine Aktionen sind sehr tauglich.
ciao,
gromit