Ein Maler arbeitet mit Farbe als Medium, ein Fotograf arbeitet mit Licht.

— Carlotta M. Corpron

Am 8.2.

  • 1944: * Sebastião Ribeiro Salgado; brasilianischer Fotograf

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Schwarzweiß digital nur eine Bastelstube? Warum eigentlich?

Eingetragen von
hp5
(Liebhaber)
am 2. Februar 2008 - 11:13

Einer muß mal dieses Forum deflorieren!
Bei aller digitalen Euphorie ist die Unzufriedenheit mit SW allgemeiner Konsenz. Muß das so sein? Es geht mir dabei um den soliden, bezahlbaren Standard ohne aufwendige Verkünstelungen nach persönlichem Geschmack. Kreationen auf Hahnemühle-Fineart von Spezial-SW-Labors sind also hier nicht gefragt, ebenso nicht High-Dynamic-Range-Image. Wir wollen ja Fotografen bleiben und keine Software-Ingenieure werden.

Eigentlich müßten sogar die digitalen Ergebnisse aus dem Großlabor zufriedenstellender sein. Das analoge Negativ wurde von der Belichtungsmaschine automatisch ausgemessen und das Papier internen Algorithmen gemäß belichtet, häufig anders als der Fotograf das wollte. Es gibt ja keine Zahlen im analogen Negativ. Diese Vor-Analyse gibt es in der digitalen Welt nicht mehr. Es gibt nur Zahlen in den Pixeln, die schlicht 1 zu 1 umgesetzt werden müssen. Auch als JPEG kann ein Pixel eine von 256 Graustufen beinhalten. Das sollte reichen.

Heutige Sensoren verkraften einen Belichtungsumfang von etwa 9 Blendenstufen wie der Film. Kunststoffbeschichtete Papiere (PE), die mit Barytpapieren mithalten konnten, gab es in der Dunkelkammerzeit auch. Die Gradation wird digital eben mit der Software „gezoomt“ um das Motiv auf den Kontrast des Papiers (1:50 bei hochglanz) zu trimmen. Daß dabei der Bildschirm mit einem möglichen Kontrast von 1:800 nicht das ideale Instrument ist, wird in den vielen Büchern über „Schwarzweiß digital“ verschwiegen. Letztendlich muß doch probiert werden. In keinem Buch fehlt der Kanalmixer, mit dem mächtig „gefiltert“ wird. Bekanntlich wurden aber beim analogen SW-Fotografieren Filter vorwiegend bei Landschaftsmotiven eingesetzt. Was soll dieser Aktionismus am PC? Auch bei den Pixeln gibt es eine überflüssige Inflation. Drucker, im Großlabor oder am PC, bringen bei max. 300 Informationspunkten pro Zoll ihre besten Ergebnisse, mehr Pixel werden entsorgt.

Es gäbe eine Make-up-Sucht, zitiert heute die F.A.Z einen Starfotografen. Die meisten Fotos seien heute nachbearbeitet. Was sagt also die aktuelle SW-Praxis, außerhalb von Fineart-Labors? Gibt es da akzeptable Wege ohne diese Bastelei?

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