Manche Menschen sehen die Dinge so, wie sie sind und fragen: Warum? Ich träume von Dingen, die es nie gab, und frage: Warum nicht?

— George Bernard Shaw

Am 26.5.

  • 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin

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Woher stammt diese/Ihre Theorie ?

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 17. November 2007 - 23:47
Gast schrieb:

"Da reibt man sich schon mal verwundert die Augen, dass man dann lesen oder hören muss, dass die Objetive, die da zum Einsatz kommen um ein Vielfaches besser sind, als die meisten sogenannten professionellen Objektive größerer Bauart."

Man reibt sich allenfalls verwunderrt die Augen, dass die besagten Objektive nicht annähernd die eigentlich geforderte Leistung erbringen. Allenfalls sind sie in den Randbereichen schärfer, leuchten etwas gleichmäßiger aus - was auf kleinere Bildkreise ohnehin weniger Anforderungen stellt - die nötige Auflösung, gar Reserven für noch höhere Pixeldichten, erreichen die meisten aber mitnichten.

Wenn es nach Ihrer Theorie ginge bekäme man aus einer Minox-Miniatur-Kamera keine scharfen Aufnahmen heraus. Die Bildfehler der Minox-Miniatur-Kamera ist das Filmkorn. Ansonsten sind die Aufnahmen knackig scharf und die lp/mm-Auflösung der Minox-Objektive extrem.

Bei FF-Systemen ist es nicht die "Ausleuchtung" (Vignettierung) sondern die "Randunschärfe" (ungleich Vignettierung) und dies ist eine Auflösungs-Beschränkung dieser Objektive mit zu kleinem Bajonett-Durchmesser im Vergleich zum Bildkreis. Die Auflösungs-Beschränkung ergibt sich zudem noch durch die irrsinnigen Mikrolinsen-Designs eines Canon um über den höheren Füllgrad des Sensors eine höhere Empfindlichkeit zu erreichen in der Hoffnung bzgl. Rauschverhältnis die besseren Karten zu haben.

Sie können ja einmal einen Objektiv-Hersteller damit beauftragen eine Festbrennweite und noch besser ein Zoom zu entwickeln, welches die Form einer sich aufweitenden Blumenvase hat. Bei Telebrennweiten geht das wg. der Baulänge aber bei Weitwinkel wird das schon extrem teuer und kompliziert.
Bei Telebrennweite entsteht aber dann eben das Problem der immens grossen Frontlinsen. "Der Fisch stinkt vom Kopfe", sprich jeder Linsenfehler an der Frontlinse wirkt sich auf die Abbildungsleistung aus. Den Objektiv-Hersteller welcher meint er könne die Abbildungsleistung eines Objektives, welches von Bildkreis nur die Hälfe der Bilddiagonale von KB-Film abdecken muss, mit einem Objektiv für FF-System erreichen, der erhält wahrscheinlich für die nächsten 25 Jahre den TIPA Platinum Award.

Geht es nach Ihrer Theorie kann eine Frontlinse egal wie gross Ihr Durchmesser ist in einem bestimmten Bereich um die Bildmitte herum sehr exakt ausgearbeitet werden und mit zunehmenden Abstand kommen Fehler hinzu, welche sich nur auf die "Ausleuchtung" am Bildrand auswirken. Man hat teilweise extrem weiche Glasrezepturen im Einsatz um so grosse Frontlinsen überhaupt industriell wie händisch durch sog. Lensmasters ausarbeiten zu lassen. Das OM-System hatte solche Frontlinsen bei den Super-Telebrennweiten im Einsatz wie auch ein Canon oder Nikon. Wg. dem kleineren Bildkreis und damit kleineren Frontlinsen kann man von solchen "Problemen" Abstand halten und sich auf die saubere Fertigung von vergleichsweise kleineren Frontlinsen konzentrieren. Und hier leigt exakt der Vorteil. Obwohl man wg. dem kleineren Bildkreis eine höhere lp/mm erreichen muss kann man es schlichtweg, weil die Parameter eben passen. Bei FF-Systemen sind es immer noch diesselben Parameter auf der einen Seite aber höhere Anforderungen auf Seiten der Sensors im Vergleich zum Negativ- oder Dia-Film.
Olympus baut Objektive die auf Sensoren bessere Ergebnisse erlauben wie früher KB-Film-Objektive auf Negativ-Film oder Dia. Nikon hat sich nunmehr aufgemacht Zooms anzubieten um bzgl. der Abbildungsleistung auf Sensor genauso gut zu sein wie früher auf dem besten feinkörnigsten Negativ- und Diafilm.
Olymus setzt neue Maßstäbe, kann neue Wege einschlagen.
Nikon kompensiert durch hohe techn. Aufwand (welcher sich wg. dem einzigartigen Nikkore-Bokeh für Liebhaber wie mich lohnen mag. Der Erwerb allerdings nur bei Auftrag...;-)...).
Canon betreibt wirksamen Marketing, verweigert dem Kunden neue Zooms, welche Super-Telebrennweiten abdecken und legt lediglich neue Festbrennweite auf und das wars, weil Zooms für FF-Syteme gegenüber einem ZUIKO Digital 2.8-3.5/50-200 oder 2.8/90-250 nur kläglich scheitern können.

Neben die kleineren Bildkreis kommt bei Fourthirds auch noch das geringeren Auflagemass hinzu. Oder woher meinen Sie bekommen die Leica M-System Objektive Ihre hohe lp/mm-Auflösung her, denn der Bildkreis ist derselbe wie bei jeder stinknormalen KB-Film-SLR ?

Canon EOS hat ein Auflagemass von ca. 44mm, Fourthirds 38,85mm und Leica M ca. 27,8mm.
Sobald ein Lichtstrahl die Grenzfläche Glas-Luft verlässt ist dieser so stark divergent (ausser es wäre ein Lichtstrahl eines Lasers), dass jeder mm zählt, va. bei D-SLRs.
Moderne Mittelformat-Objektive die für Digitalfotografie geeignet sind, sind nicht schlampig gerechnet oder gefertigt. Es liegt am Auflagemass und grösseren Bildkreis, dass keine so hohen lp/mm-Auflösungen erreicht werden können und sogar ein Pixelabstand unterhalb von 10µm bereits kritisch wird.
Fourthirds tastet sich tatsächlich an die Beugungsgrenze des sichtbaren Lichtes heran und orientiert sich am minimalen Pixelabstand von 3µm was beim Fourthirds-Sensor einer Auflösung von ca. 23MPx entspricht.
ZUIKO Digital Pro/TopPro Objektive sind tatsächlich auf 20MPx gerechnet.

Beachten Sie einmal die Tatsachen, dass die MTF-Charts von ZUIKO Digital Objektiven anstatt mit 10lp/mm und 30lp/mm mit 20lp/mm und 60lp/mm ermittelt werden. Beachten Sie dann einmal die Tatsachen, dass es wirklich kein FF-System-Objektiv gibt, welches zumindest bei 10lp/mm und 30lp/mm so excellente MFT-Kurven anbieten kann wie die TopPro-Objektive von ZUIKO Digital.
Die neuesten Nikkore-Zooms für das Nikon FX-System erreichen ansatzweise gerade einmal die Performance der ZUIKO Digital Pro Zooms und im Falle des Nikkor 28-70 erreicht man schonmal die Lichtstärke des 2/14-35 nicht. Das Nikkor hat die Abbildungsleistung des ZUIKO Digital 2.8-3.5/14-54 und dabei fast den Preis des 2/14-35 von Olympus und schafft dann nichteinmal dessen Lichtstärke.

Die Objektive mit der aktuell höchsten lp/mm-Auflösung sind immer wieder bestätigt zB. das
ZUIKO Digital Pro 2/50 Makro
ZUIKO Digital TopPro 2/150

APS-C-Objektive haben bei f5.6 am Bildrand die halbe Auflösung von ZUIKO Digital Standard-Kitlenses, welche ebenso Canon EF L II/III Objektive auf FF-Systemen genauso "unscharf" aussehen lassen.
ZUIKO Digital Objektive bauen bzgl. Ihrer Abbildungsleistung ähnlich ab wie man es von SLR-Objektiven auf Film und Dia her kennt. Z.B. die 250,- Euro ZUIKO Digital Standard Kitlenses erreichen ca. bei f8 einen Bereich in dem APS-C-Objektive oder EF L II/III Objektive am Bildrand wie in Bildmitte eine ähnliche Auflösung anbieten.
Sie mögen ZUIKO Digial Standard Objektive mit aktuell verfügbaren Objetiven für FF-Systeme vergleichen können aber definitiv bestenfalls die neuesten und sehr teuren Nikkore Zooms (14-28 und 28-70) mit ZUIKO Digital Pro.

Vergessen Sie schlichtweg jeden Vergleich mit ZUIKO Digital TopPro/SuperHighGrade.

Und ein 2.8/180-500 gibt es zwar bei Fourthirds aber für APS-C, APS-H und FF-Systeme muss sowas erst noch erfunden werden.

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