Wenn ein Bild nicht schockiert ist es nichts.

— Marcel Duchamp

Am 26.5.

  • 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin

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Hätten Sie ein 2/14-35 akzeptiert, welches...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 16. November 2007 - 14:13
Gast schrieb:

...
An sich wollte ich das ja schon mit der E-1 machen, aber dann kam mir die doch recht ausgedehnte Wartezeit auf das 14-35er dazwischen, die diese Ausrüstungsoption letztlich in weite Ferne gerückt hat.

...Langatmige Wartezeiten, und ein Angebot, das sich sichtlich und vorrangig an Einsteiger-Bedürfnissen orientiert, sorgen aber auch bei durchaus professionell Interessierten für ein rasches Abhaken von der Einkaufsliste.

...fast so voluminös wie das 2/150 gewesen wäre ? Exakt diese Version hätten man ca. 2006-2007 erhalten können. Der Entwurf/Prototyp fiehl bei Olympus USA und Europa durch, weshalb das 2/14-35 komplett neu überarbeitet werden musste. Jetzt kommt es eben Anfangs 2008 und ist vom Formfaktor her "vertretbar".

Wären Sie mit einem 2/14 bzw. 2/14-35 zufrieden oder wäre eine Festbrennweite wie ein 1.4/14 Ihr Wunsch ? Wie sieht es mit weiteren UWW- und WW-Festbrennweiten aus ? Wären lichtstärkere Festbrennweiten im Bereich der 2/35-100, 2/150 und 2.8/90-250 die Wunsch-Objektive, welche auf Ihrer Einkaufsliste stehen ?

Es ist zu erwarten, dass nach der Komplettierung eines neuen Systems durch Zoom-Objektive dann hier und da noch Festbrennweiten dazu kommen. Das richtet sich aber nach der Nachfrage und hier lohnt sich bei ca. 5% Marktanteil von Festbrennweiten nur wenn ein attraktiver Marktanteil erreicht wurde. Den Marktanteil erarbeitet man sich eben mit Zooms untersch. Preisklasse, welche jedoch als preiswerte Kitlenses "sichtbar" besser funktionieren als vergleichbare Kitlenses des Wettbewerbes.

Die E-3 liefert aktuell erst einmal den Beweis, dass die ZUIKO Digital-Objektive einer 10MPx-Kamera ordentlich Futter anbieten und die Eigenschaften bzgl. Randunschärfe nicht schlechter sind als bei der E-1, welche 5MPx besitzt. Hingegen werden die hochauflösenden Sensoren bei anderen Systemen mit grösseren Bildkreis den Objektiven "sichtbar" zum Verhängnis. Je höher die Auflösung der Kamera desto weniger Blenden-/Brennweiten-Kombinationen liefern zufriedenstellende Ergebnisse und desto weniger Objektive funktionieren noch ordentlich.

Warum bietet Nikon im UWW- und WW-Breich als Neue Optiken Zooms und keine Festbrennweiten an ? Betrachtet man die MFT-Charts, welche Ihre Gültigkeit für D-SLR vorweisen können, dann sind diese neuen Nikkore-Zooms den bekannten UWW- und WW-Festbrennweiten bzgl. Optimierung auf den Sensor überlegen. Anschluss an ein ZUIKO Digital 4/7-14 oder 2/14-35 zu erlangen gelingt ersteinmal via Zooms, wobei das Nikkor 2.8/28-70 bzgl. der Abbildungsleistung, Randunschärfe, etc. bei geringerer Lichtstärke im Vergleich zum 2/14-35 eher mit dem 2.8/14-54 oder 2.8/12-60 konkurrieren könnte.

Der Grosse Bildkreis der FF-Systeme ist der einschränkende Faktor bzgl. Abbildungsleistung, Bildqualität und Einsatzmöglichkeiten (Lichtstärke).

Nikon wird sicherlich keine preislich noch höher angesiedelden Zooms entwickeln. Preislich liegen die Neuen unterhalb eines ZUIKO Digital 2/14-35 oder überhalb eines 4/7-14. Für ca. 300,- Euro mehr hätte Olympus sicherlich auch ein 2.8/7-14 angeboten. Das 2.8/14-28 von Nikon ist gem. der veröffentlichten MTF-Charts bei f4 dem 4/7-14 unterlegen. Ein wichtiges Thema ist auch die Transmisivität und hier ist das 4/7-14 als Lichtriese bekannt. Aufgrund der aufwendigen Konstruktion des Nikkor-UWW-Zooms kann es durchaus sein, dass f2.8 nur zum Freistellen von Nutzen ist aber bzgl. effektiver Lichtstärke keine Vorteile anbietet um sich vom 4/7-14 deutlich absetzen zu können.

Die Kunst ist es leistungsfähige Zooms anbieten zu können und bezogen auf SLR-Objektive oder APS-C und APS-H/FF-Objektiven Festbrennweiten durch leistungsfähige Fourthirds-Zooms zu ersetzen. Da zu einem Fourthirds-Zoom nur ein Fourthirds-Body passt ergibt sich der Systemwechseln recht rasch. Zumindest wenn man auf den Trichter gekommen ist, dass Fourthirds viel mehr "deutlich sichtbar" besser kann als das Wenige nicht ganz so gut.

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