Es ist nicht die tolle Kamera, die tolle Fotos macht, es ist der Fotograf, der draußen ist und zur rechten Zeit am rechten Ort.

— Fritz Pölking

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???

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 28. Oktober 2007 - 19:33
Gast schrieb:

Es gibt keine einzige ernsthafte Fotoproduktion im Bereich Mode, Food, Stillife, Beauty, Auto, Möbel, Interior etc., die ohne Hasselblad oder höchst auflösende Rückteile auskommt.

Das entspricht eindeutig nicht der Realität! Es sei den, man definiert jede "ernsthafte Fotoproduktion im Bereich Mode, Food, Stillife, Beauty, Auto, Möbel, Interior etc." ohne Hasselblad oder digitales Rückteil als nicht professionell. Ich frage mich auch, woher du so genau weisst, das es so ist? Ich arbeite im Marketing und ich kann nicht über Unterbeschäftigung klagen. Ich maße mir aber bestimmt nicht an, wissen zu wollen, was genau bei allen ernsthaften Fotoproduktionen (...) für eine Ausrüstung benutzt wird. Für die, an denen ich teilgenommen habe, trifft die zitierte Aussage aber so pauschal keinesfalls zu.

Was jetzt das Formel-1-Gequatsche angeht: Hasselblad hat in der guten alten Zeit vor digital weitaus mehr Kameras an nicht professionelle Fotografen verkauft, denn an Profis. Die betuchten Amateure waren also außerordentlich wichtig für das Unternehmen. In absoluten Zahlen dürften auch bei weitem mehr Mamiyas in Profihänden gewesen sein, als Hasselblads. Und hier spreche ich aus professioneller Erfahrung. Und, nur zum Verständnis: Auch Mamiya hat immer schon mehr Kameras an Amateure, als an Profis verkauft.

Was die Frage angeht, was Hasselblad richtig gemacht hat, lautet die Antwort: gar nichts! Das klingt jetzt vielleicht überraschend, ist aber einfach zu erklären. Es war nicht Hasselblad, sondern der Investor Shriro Group aus Hong Kong, der Imacon und Hasselblad unter dem Dach der Hasselblad AB zusammengeführt hat. Aus eigener Kraft hätte Hasselblad das nie geschafft. Ohne Imacon ginge es Hasselbald heute vermutlich nicht besser als Mamiya, Rollei oder Bronica (wobei keiner so genau weiss, wie gut oder schlecht es der Firma wirklich geht). Eins ist aber unbestritten, die Kamera-Absatzzahlen der Hasselblad AB liegen heute weit unter denen, die noch in den 90er Jahren erzielt wurden. Das kann man auch daran ablesen, dass Hasselblad und Imacon zusammen heute nur noch rund 70 (!) Mitarbeiter beschäftigen. Früher waren es nur bei der alten Firma Hasselblad mal einige hundert Beschäftigte.

Was bleibt noch zu sagen? Überheblichkeit gepaart mit Halbwissen ist keine gute Kombination für so einen Kommentar, wie den zitierten.

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