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Passfotos heißen so, obwohl sie keinem passen.
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Haben Sie schon mal...
wie gesagt, alles Behauptungen, die nicht mit der Realität zur Deckung zu bekommen sind. Noch nicht mal das mit der Tiefenschärfe. Mag sein, dass es messtechnisch vielleicht einen geringfügig höheren Tiefenwert gibt, in der Praxis bleibt das unerheblich.
...mit einem 1.4/35, einem 1.4/50, oder einem 1.8/85 bei voller Öffnung fotografiert? Selbst mit einem 1.4/24 können Sie am Vollformat noch freistellen:
http://photo.net/bboard/q-and-a-fetch-msg?msg_id=00M8xi
Sie sollten mal darüber nachdenken, welche Möglichkeiten solche Objektive in Verbindung mit Bildsensoren eröffnen, die auch mit ISO 1600 noch gute Bildqualität liefern. Für F/T gibt es lediglich ein 1.4/25, dessen Bildwinkel zwar einem 1.4/50 am Vollformat entspricht, aber dessen Schärfe-/Unschärfeverlauf natürlich nicht mit einem 1.4/50 vergleichbar ist und die Sensoren sind ab ISO 800 unbrauchbar.
Wie bei allen DSLRs mit größerem Sensor, braucht man - im Gegensatz zu den Winzigchips - ein Makroobjektiv, wenn man in den Nahbereich will. Die Abbildungsleistung der Oly-Objektive, ist im Nahbereich, soweit man ran kann (also ca. 20 cm) sehr gut. Der Scharfstellungsbereich, wie bei allen anderen DSLRs auch, ist eng begrenzt.
Vielleicht ist der Makro-Vorteil, den ich F/T zugestehen wollte, tatsächlich nicht nutzbar, weil man wegen der früh auftretenden Beugungsunschärfe nur begrenzt abblenden kann.
Welcher Vorteil bleibt denn dann überhaupt noch für F/T übrig?
Auch das Rauschen und schon gleich gar die nominelle Auflösung sind nicht unterschiedlich zu vergleichbaren Kameratypen (also halt immer 10 Mpx). Im Gegenteil: wenn ich mir die Bildergebnisse der D40x / EOS400D anschaue, muss ich feststellen, dass das Helligkeitsrauschen bei ISO 100 bei den Kameras für mich ohne großes Suchen sichtbar ist, wenn auch nicht unangenehm auffallend. Bei höheren ISO-Zahlen verhalten sich diese Kameras kaum anders.
Das ist mehr Ihrem Wunschdenken geschuldet, als der Realität.
Was die Objektivpalette angeht, muss ich feststellen, dass Oly sehr wohl eine gut sortierte Objektivpalette hat. Lediglich Spezialobjektive mit Shift oder Supermakro usw. fehlt natürlich. Ich persönlich komme mit eimem zukünftigen 14-35 mm /f2.0 hervorragend zurecht, wobei das 12-60 mm natürlich das beinahe perfekte Universalobjektiv darstellt. Derzeit fotografiere ich mit einem Kitobjektiv 14-54 mm, was sehr gut abbildet, aber doch nicht so ganz meinem Geschmack entspricht. Dass es bei den APS-C Objektiven da sicher reichlich Alternativen gibt: sehr schön. Nur, wenn mans nicht braucht, spielts auch keine Rolle. Also, was solls?
Für bescheidene Ansprüche mag das Sortiment ausreichen, aber wozu sich solchen Beschränkungen ausliefern, wenn man bei anderen Anbietern aus dem Vollen schöpfen kann?
Und noch etwas: Sie sollten einfach zur Kenntnis nehmen, dass die FT-Fotografen sich durchaus vorher (und auch hinterher) ein vergleichendes Bild von den verschiedenen Kameratypen gemacht haben und dann ganz bewusst zugegriffen haben. Es ist nicht so, dass da lauter dämliche Dumpfbacken mit diesen Kameras rumlaufen, die nix begriffen und kapiert haben. Und, was das Wichtigste ist, mit diesen Kameras werden sehr viele und sehr schöne Fotos produziert. Und das ist ja wohl die Hauptsache.
Manche Leute denken einfach nicht so intensiv nach, bevor sie sich in ein Kamerasystem einkaufen und obendrein sind sie vielleicht auf die recht vollmundigen Sprüche der Olympus-PR-Abteilung hereingefallen.
F/T bietet gegenüber anderen DSLR-Anbietern keine Vorteile in der erreichbaren Bildqualität, der Größe der Kameras und der Größe der Objektive (außer bei langen Telebrennweiten). Dem stehen schlechtere Auflösung, starkes Rauschen bei höheren ISO-Werten, langsamer AF und bei den meisten Kameras dunkle und winzige Sucher gegenüber.
Trotzdem bestreite ich nicht, das mit F/T gute Aufnahmen möglich sind, solange man sich innerhalb der beschränkten Möglichkeiten des Systems bewegt, aber das hatte ich bereits erwähnt.