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Das sind,
wie gesagt, alles Behauptungen, die nicht mit der Realität zur Deckung zu bekommen sind. Noch nicht mal das mit der Tiefenschärfe. Mag sein, dass es messtechnisch vielleicht einen geringfügig höheren Tiefenwert gibt, in der Praxis bleibt das unerheblich. Wie bei allen DSLRs mit größerem Sensor, braucht man - im Gegensatz zu den Winzigchips - ein Makroobjektiv, wenn man in den Nahbereich will. Die Abbildungsleistung der Oly-Objektive, ist im Nahbereich, soweit man ran kann (also ca. 20 cm) sehr gut. Der Scharfstellungsbereich, wie bei allen anderen DSLRs auch, ist eng begrenzt.
Auch das Rauschen und schon gleich gar die nominelle Auflösung sind nicht unterschiedlich zu vergleichbaren Kameratypen (also halt immer 10 Mpx). Im Gegenteil: wenn ich mir die Bildergebnisse der D40x / EOS400D anschaue, muss ich feststellen, dass das Helligkeitsrauschen bei ISO 100 bei den Kameras für mich ohne großes Suchen sichtbar ist, wenn auch nicht unangenehm auffallend. Bei höheren ISO-Zahlen verhalten sich diese Kameras kaum anders. Bei der E-410/510 ist das leider aufgrund der Voreinstellungen nur über einen Umweg zu machen (der zugegebener Maßen ärgerlich ist). Aber, das ist ja inzwischen bekannt. Wer sich also umschaut, und vor allem nicht Äpfel mit Birnen vergleicht, der kann das relativ leicht erkennen.
Dass FT wie Blei in der Regalen liegt, naja, der Marktanteil von FT ist ja immerhin eine durchaus darstellbare Größe und die Marktteilnehmer sind nicht gerade das, was man als industrielle Leichtgewichte bezeichnen kann. Vielleicht liegt da ja auch an den Fotohändlern? Ich habe mein Teil jedenfalls über das Internet beschafft, da muss man sich nicht das Pseudofachkinesisch der Experten anhören. Und wie gesagt, es ist nicht wirklich wichtig, dass man 30-40% Marktanteil hat, jedenfalls nicht für einen Fotografen, der das ganz aus Spaß macht - und das ist die krasse überwiegende Mehrheit. Wichtig ist nur, dass der Hersteller glaubhaft darstellen kann, dass die Produkte wirklich Hand und Fuß haben und das ist bei Olympus/Panasonic/Leica auf jeden Fall der Fall. Der sogenannte Profi-Sektor - das muss man immer wieder sagen - ist in Prozenten und vor allem in Margen gerechnet jedenfalls sehr viel kleiner, wenn nicht eher verschwindend, als jeder FT-oder-sonstwas-Markt. In sofern taugt die Referenz NULL. Für wen ist das also wichtig?
Was die Objektivpalette angeht, muss ich feststellen, dass Oly sehr wohl eine gut sortierte Objektivpalette hat. Lediglich Spezialobjektive mit Shift oder Supermakro usw. fehlt natürlich. Ich persönlich komme mit eimem zukünftigen 14-35 mm /f2.0 hervorragend zurecht, wobei das 12-60 mm natürlich das beinahe perfekte Universalobjektiv darstellt. Derzeit fotografiere ich mit einem Kitobjektiv 14-54 mm, was sehr gut abbildet, aber doch nicht so ganz meinem Geschmack entspricht. Dass es bei den APS-C Objektiven da sicher reichlich Alternativen gibt: sehr schön. Nur, wenn mans nicht braucht, spielts auch keine Rolle. Also, was solls?
Und noch etwas: Sie sollten einfach zur Kenntnis nehmen, dass die FT-Fotografen sich durchaus vorher (und auch hinterher) ein vergleichendes Bild von den verschiedenen Kameratypen gemacht haben und dann ganz bewusst zugegriffen haben. Es ist nicht so, dass da lauter dämliche Dumpfbacken mit diesen Kameras rumlaufen, die nix begriffen und kapiert haben. Und, was das Wichtigste ist, mit diesen Kameras werden sehr viele und sehr schöne Fotos produziert. Und das ist ja wohl die Hauptsache.