Die Photographie ist eine wunderbare Entdeckung, eine Wissenschaft, welche die größten Geister angezogen, eine Kunst, welche die klügsten Denker angeregt hat - und die doch von jedem Dummkopf betrieben werden kann.

— Nadar

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Immer nur raus...

Eingetragen von
Gast
am Montag, 22. Oktober 2007 - 22:31

...mit dem Fachwissen.

Fakten, Fakten, Fakten...

Aufgabe für Heute. Auflösungsvermögen von Systemen aber bis zum Bildrand und das bei allen Brennweiten und Blenden, welche von den Systemobjektiven angeboten werden.

was lp/mm anbelangt aber auf folgendes achten:

O-Ton Fa. ZEISS (FAQ/Allgemeine Fragen unter www.zeiss.de):

7. Haben Kleinbildobjektive ein höheres Auflösungsvermögen als Objektive für Mittel- und Großformat?
Unsere Tests mit realen Objektiven, Kameras, Filmen und üblichen Aufnahmebedingungen kommen zu folgenden Ergebnissen:

* Kleinbildobjektive der ZM-Baureihe erreichen bis zu 400 Linienpaare/mm auf Film. Mit der Baureihe ZF haben wir ca. 300 lp/mm erreicht.
* Mittelformatobjektive von Carl Zeiss für Hasselblad erreichen bis zu 280 (Superachromat 5,6/250).
* Großformatobjektive von Carl Zeiss erreichen bis 160 (Biogon 4,5/75).

Somit ergäbe sich bei Auflagemass wie Leica M 27,8mm die 400 lp/mm und überhalb 45mm (Nikon F ist sogar 46,5mm) die 300lp/mm. Dazwischen drin liegt Fourthirds mit 38,85mm. Nach Adam-Riese wären es exakt 37,15mm um zwischen Nikon F und Leica M zu liegen.
Bei 300lp/mm und der Bildhöhe der aktuellen FT-Sensoren von 13mm ergibt das 3900lp/Bildhöhe. Ein ZUIKO Digital Top/TopPro/HighGrade wird es wohl locker auf 300lp/mm bringen bei dem kurzen Auflagemass.

Was ist die theoretischen Auflösung einer 22MPx-Kamera des Kalibers 1Ds Mk III. In der Bildhöhe sind es exakt 3744 oder theoretisch max. 3744lp/Bildhöhe. Sprechen wir hier vom 4:3-Vorteil in der Bildhöhe des FT-Sensors und bemerken, dass soweit die Auflösung in der Bildmitte von 300lp/mm bis an den Bildrand aufrecht erhalten werden so handeln wir fair, wenn man den besten ZUIKO-Objektiven ein Auflösungsvermögen von ca. 3700lp/mm attestiert. In der Realität liegt es aber zumindest in der Bildmitte höher.

Wie sieht es heute aus ?
Vert LPH (absolut, Auslöschung)
Canon 1Ds Mk II (vertikal theoretisch 3328): 2400, 3100
Canon EOS 5D (vertikal theoretisch 2912): 2000, 2500

1Ds Mk II: 3328 - 2400 = 928
5D: 2912 - 2000 = 912

Prozentual auf max. theoretische Auflösung bezogen
1Ds Mk II: - 27,9 %
5D: - 31,3 %

Wie sieht es bei der Olympus E-410 mit Schnutzelpumpf-Mini-Sensor aus.
Vert LPH (absolut, Auslöschung)
E-410 (vertikal theoretisch 2736): 1800 2300

E-410: 2736 - 1800 = 936

Prozentual auf max. theoretische Auflösung bezogen
E-410: -34,2 % (Canon 400D: -30,6%; Canon 30D: -29,3%, E-500: -32,5%)

Um wieviel ist der FT-Sensor in der Höhe kleiner als der Canon APS-C ?: 12% (E-410 vs. Canon 400D ca. 11,8% ist wohl eher Zufall, wenn man 400D gegen 5D vergleicht. KLEINER ist effizienter scheint zumindest bei Canon zu geben ?)

Nein, daran kann man es nicht festmachen. Die lp/mm bzw. die Effiziens des Sensors ergibt sich schlichtweg durch den Design des Filters vor dem Sensor und auch den Aufwand den man beim Sensor betreibt. Sprich das ist Firmenphilosophie.

Sieht man die 2...3% höhere Luminanz-/Kontrast-Auflösungs-Effiziens ?: Nein, denn die Farbauflösung ist bei FFT-CCD oder LiveMOS um teilw. 100% höher. Und letzteres ist keine Frage der Firmenphilosophie sondern Technologie.
Wie wirkt sich der FF-Vorteil bzgl. Luminanz-/Kontrast-Auflösungs-Effiziens aus ?: so gut wie garnicht, vgl. 400D vs. 5D.
Was ergibt sich durch Einsatz von techn. Aufwand bzgl. Luminanz-/Kontrast-Auflösungs-Effiziens?: s. 1Ds Mk II.

Wichtigste Frage bleibt jedoch wie sieht es in Zukunft bei einem 14 oder 20MPx-Sensor im FT-Format aus? Bzgl. Luminanz-/Kontrast-Auflösung nicht anders wie bei APS-C oder FF bis auf die Farbauflösung wg. FFT-CCD oder LiveMOS. Und bei der Homogenität der Bildschärfe bis zum Bildrand werden sich APS-C und FF weiterhin geschlagen geben müssen.

Somit als Hausaufgabe folgende Frage.
Worin besteht der Vorteil von FF zumindest bzgl. Luminanz-/Kontrastauflösung ? Insbesondere dann wenn typ. 30% Füllfaktor (ohne Microlinsen) bei FF-4T-CMOS gegen fast 50% Fullfaktor (ohne M.) LiveMOS oder 80% Füllfaktor (ohne M.) FFT-CCD kämpfen müssen ?

Am Füllfaktor, Sensorfläche, Pixelanzahl und dem Prozess (z.B. 0,18µm bei 1D/1Ds Mk III) orientiert sich wieviel Platz für das Pixel auf dem Sensor ist.
Die Empfindlichkeit hingegen wird durch den Mikrolinsen-Design erreicht und hier kann ein CMOS wie jeder andere Sensor sehr hohe Füllfaktoren erreichen, jedoch beim 4T-CMOS auf Kosten versch. Eigenschaften, welche die Bildqualität bestimmen.

Formelsammlung ist erlaubt. Aber der Lichtleitwert bringt auch keine Lösung.

Grübel, grübel, ...kein Fotomagazin liefert die Lösung.

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Spiken in die Lösungs-Sammlung ergibt.

Überlaßt die Bewertung von Systemen Experten. Und die geben Ihr Wissen im Internet nicht preis. Und erst recht nicht in Fotomagazinen.
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Wie bei Skitests sollte es eine Einstufung wie früher in L, A und S geben. Dann noch in versch. Disziplinen (Makro, WW, Tele, etc.) und Bewertung von Eigenschaften (Bildschärfe Homogenität, ...). Aber bitte nicht immer diesselben Testbilder sondern genau so, dass Maßnahmen zur Anpassung der Signalverarbeitung an Testbilder "fehl schlagen" oder noch besser "nach hinten los gehen".

Photoscala könnte sogar eine Pionier-Leistung vollbringen, quasi als erstes Online-Fotomagazin ala DSV-Skitest zeigen welche Bandbreite man mit FF, APS-H, APS-C und FT-Systemen abdecken kann und welche Punkte in der jew. Disziplin erreicht werden. Dann noch der Eindruck von Profis wie Laien mit dem System, sprich wie war der Nutzer "zufrieden" mit den Ergebnissen die er selbst mit der Kamera erreicht hat.

Jeder Laie sollte jedoch ähnlich wie beim Skitest bei dem man nicht zu erstenmal auf einem Ski steht und einen Rennski testet eine gewisse Erfahrung im Umgang mit z.B. Wechselobjektiv-Systemen besitzen.

Evtl. wird dann so manchen hier in diesem Forum klar warum Fourthirds entwickelt wurde. Grosse Bandbreite und Ergebnisse die einen idR. weitaus zufriedener stimmen als mit anderen Systemen. Und so mancher Profi entdeckt, dass der kleine Sensor eigentlich garnicht so klein ist...auch der Sucher muss es nicht sein.

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